Gibt es Menschen wie Natalie Grams, die von der Homöopathie in die Schulmedizin gestiegen sind?

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4 Antworten

Bitte nenne die wissenschaftliche Medizin nicht "Schulmedizin". Das ist ein herabwürdigender Begriff von Homöopathen. Die sind nämlich nicht wissenschaftlich basiert, da sie an einem ideologischen und esotherischen Gedankenmodell dogmatisch beharren.

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Einer fällt mir gleich ein, und das ist vielleicht der einflussreichste: Edzard Ernst

https://de.wikipedia.org/wiki/Edzard_Ernst

http://edzardernst.com/

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Kommentar von uteausmuenchen
08.02.2017, 01:27

Edzard Ernst ist perfekt!

Er beschreibt in seinem neuen Buch "Homeopathy - the undiluted facts" in der Einleitung genau diesen Wandel:

  • Er wurde während seiner Kindheit in Bayern von seiner Mutter homöopathisch behandelt
  • Er hat in der Münchner Klinik für Naturverfahren seine erste Anstellung als Arzt gehabt und Homöopathie als Arzt angewendet
  • Er hat später eine Forschungsstelle als Professor für Komplementärmedizin in England angenommen und selbst Studien zur Homöopathie durchgeführt
  • Er ist heute aufgrund seiner - und anderer - Ergebnisse ein Kritiker der Homöopathie

Bellalaaa, falls Du Englisch kannst, ist das Buch, das ich eben erwähnt habe wirklich eine ideale Vorbereitung auf das Referat. Es ist sehr knapp und enthält ein kleines Lexikon zur Homöopathie und bereitet das Thema wirklich fair, sachlich und fundiert auf. Ansonsten kannst Du mich gerne fragen, wenn Du etwas brauchst, PN genügt.

Grüße

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Öfter ist der umgekehrter Fall. Oder kombinieren, kann man es bei akuten Krankheiten sehr gut tun. 

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Es gibt auch reihenweise Menschen, die erst konventionelle Aerzte waren und dann zur Homöopathie gewechselt haben. Ich kenne persönlich welche, die ich  hier natürlich nicht nennen kann. Aber es gibt auch bekannte Homöopathen, die früher Schulmediziner waren, nur fallen mir leier die Namen grad nicht ein. (Das Wort wird übrigens nicht abwertend verwendet, sondern zur Unterscheidung von der Homöopathie und andern alternativen Methoden.) Wenn du also jemand suchst, der die Seite andersrum gewechselt hat, fragst du am besten bei einem Fachforum.

Und noch zu Edzard Ernst: Er ist nun ein unermüdlicher Missionar gegen alles, was nicht Schulmedizin ist. Schade... die andere Seite macht das weniger, sie verteufelt nicht die Seite, wo sie hergekommen ist...

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Kommentar von beamer05
11.02.2017, 12:35

zu Edzard Ernst: Er ist nun ein unermüdlicher Missionar gegen alles, was nicht Schulmedizin ist

Nun, er hat sich jahrelang intensiv und wissenschaftlich mit Homöopathie und anderen "alternativen" Methoden beschäftigt, und muss deshalb nicht "missionieren" und auch keine Verschwörungstheorien nutzen, sondern kann BELEGEN, warum er etwas kritisiert.

Daß es dann halt schwierig ist, seine Erkenntnisse anzugreifen, gefällt halt den Quack-Verfechtern nicht - also wird halt ad hominem argumentiert ("Missionar gegen alles") -wie das halt so ist, wenn die sachlichen Argumente ausgehen.


übrigens: wenn man den diffamierenden Begriff "Schulmedizin" nicht diffamierend verwenden möchte, wieso nicht einfach: wissenschaftlich basierte Medizin, oder meinswegen "Hochschulmedizin"

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Kommentar von MalNachgedacht
13.02.2017, 12:00

Schade... die andere Seite macht das weniger, sie verteufelt nicht die Seite, wo sie hergekommen ist...

Dir scheint wohl § 52 Organon der Heilkunst nicht vertraut zu sein:

§ 52
Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!

Und wenn man darauf hinweist, dass für eine Wirksamkeit homöopathischer Mittel über Placeboeffekt hinaus solide Belege fehlen dann hat das nichts mit "Verteufelung" zu tun - sondern eben mit fehlenden Belegen für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel.

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