Gibt es Menschen, die kaum süchtig werden können?

15 Antworten

Ja, den Unterschied kann es geben. Manche Drogenkonsumenten fahren total ab auf jedwede Art von Rausch, manche beschränken sich auf gelegentlichen Konsum einer Monosubstanz, wieder andere wollen nach einer ersten Negativ-Erfahrung nichts mehr mit Drogen am Hut haben.

Seriöse wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Gutteil aller Menschen eine sog. "genetische Prädisposition auf Rauscherfahrung/Drogenkonsum" hat und irgendwann im Leben zur Ausbildung einer Abhängigkeits-Erkrankung neigt. Ähnlich ist es bei den Affen: Primaten berauschen sich gerne an vergorenen Früchten, aber längst nicht jeder Affe tut es. Dafür tun es einige aber umso intensiver.

Dir von hier aus meinen Respekt für Deine Entscheidung frisch geduscht und clean zu bleiben. Dir scheint dieses spezifische Gen zu fehlen. Glückwunsch!

Habe selber auch schon verschiedene Erfahrungen mit Süchten gemacht. Ich leide selber unter einer Alkoholsucht, auch wenn ich jetzt schon seit 2 Jahren trocken bin, die sucht ist trotzdem nicht weg. Habe mir selber auch immer eingeredet, dass ich des alles unter Kontrolle hatte, auch wenn ich es nicht hatte. Später war ich dann lange lange Zeit mit einer Marijuana-süchtigen zusammen. Habe vorher auch ab und zu gekifft aber dann mit ihr jeden Tag und sie ist immer voll durchgedreht, wenn wir nix hatten, dafür konnte sie Alkohol trinken, so viel zu den unterschiedlichen Suchttypen. (Hab mich vor über nem 3/4 Jahr von dieser getrennt und kiff seitdem auch nimmer, hab auch kein Verlangen danach)

Wie man sieht zb, bin ich total suchtanfällig für Alkohol (schon mein Opa war starker Alki) hab aber kein Problem mit Marijuana und bei meiner Ex wars genau andersrum.

Nein, eine Sucht bleibt eine Sucht. Manche Leute sagen, dass sie das "im Griff haben". Lüge!!! Sämtliche Suchtmittel sind suchterzeugend und jeder Konsument glaubt, dass er "jederzeit aufhören" kann. Vorsicht böser Irrtum. Frage mich, ich habe in der Drogenberatung erschütternde Erlebnisse gehabt, da haben Leute auf dem Boden herumgekrochen und immer nur gestammelt, dass sie es im Griff haben, wenn sie ihren Stoff nur finden.

scheint mir reichlich paradox

Wie kann ich meinen Konsum einschränken?

Hallo erstmal, ich bin Männlich und 16 Jahre alt. Habe mit 14 das erste mal gekifft und wollte eigentlich auch nie mehr Probieren, zu der Zeit war alles noch kein Problem.
Doch als ich dann mit 15 in den falschen Freundeskreis rutschte ging es immer weiter den Berg runter. Ich fing an mit trinken, regelmäßig kiffen und rauchen. Ein Wochenende ohne alkohol war nach kurzer Zeit nichtmehr denkbar und schon bald auch unter der Woche.
Schule auch total verkackt, war auf dem Gymnasium und bin dann schließlich nach einiger Zeit geflogen, da mich mein Verhalten ins negative gewendet hat.
Ich Probierte einige Drogen aus Interesse und weil mir langsam langweilig wurde jedes Wochenende das gleiche zu tun.

Als erstes nahm ich Dxm da ich zu der Zeit noch nicht so die Connections hatte.
Danach kam Dph. Hat Spaß gemacht doch auf dauer nichts für mich ...
Ich Probierte Codein und Tilidin aus was mir schon um einiges besser gefallen hat.

So ging es ein paar Monate weiter, während ich nun auch von der 2ten Schule (Realschule) flog.

Ich besuchte wochenlang keine Schule und trank sehr viel Alkohol.

Danach wurde ich auf einer anderen Realschule genommen und nahm mir vor mich zu bessern ... Klappte für 2 Wochen, bis ich das erste mal Mdma zu mir nahm.
Ich fand es so undendlich geil und nahm es über 2 Monate fast wöchentlich. Ich blieb in der 9ten mit 6 5ernSitzen.
Da Mdma nichtmehr so knallte hab ich mir was anderes Gesucht undzwar Speed, wonach ich lange süchtig war und täglich konsumierte. Nachdem ich 5 tage wach war und die Halluzinationen meines lebens geschoben hab nahm ich nurnoch am Wochenende weil das sehr schlimm für mich war.
Nun bin ich wie letztes Jahr noch in der 9ten rauche sogut wie jeden tag Gras, ziehe alle 2-3 Tage Speed, trinke jedes Wochenende und nehme alle 1-2 Monate Mdma.

Der Konsum war schonmal schlimmer doch ich merke wie süchtig ich bin und mein Leben drunter leidet. Meine Noten sind immernoch schlecht und ich weiß nicht ob ich dieses Jahr schaffe. Wenn nicht, fliege ich erneut und muss dann aufs VAB.
Jedoch will ich später mal einen guten Beruf und bin (auch wenn mans nicht glauben mag) einigermaßen Intelligent. Nur leider komme ich nicht weg von den Drogen und weiß nicht was ich tun soll.

Vielen vielen Dank, falls sich jemand diesen langen text durchgelesen hat und eine Idee für eine Besserung hat.
Liebe Grüße

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