Gibt es mathematische oder irgendwelch wissenschaftliche Beweise für Existenz von Gott?

24 Antworten

Nein.

Aber es gibt durchaus ernstzunehmende Hinweise darauf, daß wir alle im weitesten Sinne sowas wie Sims in einer riesigen Computersimulation sind. Nicht aber wie in der Matrix (in der Hirne existieren und lediglich die Umwelt simuliert wird), sondern eher wie in Conways "Game of Life", bei der es ein Zellengrid (dort 2D) gibt, und eine Regel, welche das Entstehen und Verschwinden von Bits bestimmt.

In unserer Simulation gibt es Raumzellen, und eine kleine Anzahl Regeln, mit welcher die Interaktion zwischen den Zellen, und deren Zustand berechnet wird.
Simulationstakt ist die Planckzeit. Zellengröße die Plancklänge. Zustände der Zellen sind Werte für Ladung, Energie, etc.

Die Simulation wurde mit dem Urknall "gebootet" und läuft seither frei und ohne weiteres Eingreifen der Programmierer.

Mit diesem Modell lassen sich allerlei Phänomene widerspruchsfrei erklären. Auf den Programmierer bzw. Computer in dem sie läuft allerdings nicht zurückschliessen (obwohl: einiges könnten wir schon darüber herausbekommen...)

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Wer das jetzt für absurd hält, sollte sich mal neuere Doppelspaltexperimente 'reinziehen; insbesondere das Delayed Erasure Double Slit Experiment.

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Die wohl für viele hier entscheidende Frage um das "wozu" lässt sich damit nicht beantworten - insofern bringt uns das nicht viel weiter. Auch wäre das für Theisten eine im besten Fall eher ernüchternde Erkenntnis.

Im worst case sind wir lediglich Abfallprodukt eines Sims-Spiels von Teenagern einer anderen Welt, die sich auf ihrem Handy an den wirbelnden Spiralnebeln erfreuen, und unser entstandenes Bewusstsein gar nicht wahrnehmen bzw. davon nichts wissen.
Vielleicht gar nur ein Abfallprodukt eines netten Screensavers.

Im best case sind sie an den Fragen des "warum" interessiert, und lassen diese Simulationen laufen, um selbst Antworten auf diese Fragen zu erhalten (in etwa so wie in die Erde in "Per Anhalter durch die Galaxis" nur zu diesem Zweck erschaffen wurde) oder um herauszufinden, wie schnell Evolution funktioniert.

Ob diese "User" unsere Existenz überhaupt bemerken ist fraglich, angesichts der Menge an Voxeln, die dieses Grid umfasst.

Wenn man heutzutage "Game of Life" in großen Grids spielt, schaut man auch nicht mehr auf die Details, sondern auf große Strukturen, und untersucht, inwiefern sich komplexe, informationsverarbeitende Strukturen aus diesen kleinen dummen Zellen entwickeln können.

Tatsächlich ist es z.B. möglich, das "Game of Life" im "Game of Life" zu simulieren oder einen Rechner (Turing Maschine und damit jeden anderen Rechner) darin zu konstruieren.

D.h. daß ein aus einfachen, dummen Zellen bestehendes System jedes andere informationsverarbeitende System simulieren kann - wenn groß genug.
Also auch Simulation in der Simulation.

Vielleicht fragen sich die User auch, ob sie selbst gerade in einer Simulation leben, und stellen sich die Frage, ob es einen Gott gibt, der sie erschaffen hat.

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Die Fragen zum eigenen Dasein und Glauben, welche so eine Erkenntnis hätte, muss sich jeder selbst stellen. Für mich persönlich würde sich nicht viel ändern. Aber ich hoffe, ihr stürzt euch jetzt nicht gleich vom nächsten Turm, weil das Leben eh' sinnlos ist...

Es gibt einige ganz bekannte Versuche, die Existenz Gottes zu beweisen (etwa einen von Augustinus, der Kirchenlehrer war, aber auch einen von Kurt Gödel, der Mathematiker und einer der kompetentesten Logiker überhaupt war). 


Sie alle sind gescheitert. Tatsache ist:

Wissenschaft kann die Existenz eines Schöpfergottes nicht beweisen - kann sie aber auch nicht widerlegen !

Lies mehr dazu in https://www.gutefrage.net/frage/philosophie-abenteuer-denken-gibt-es-einen-gottkann-mir-jmd-helfen#answer-186536475 .

Es hat sich immer schon jeder sein eigenes Gottesbild - seinen eigenen Gott, wenn man so will, zusammengebastelt. Natürlich in Anlehnung an die Gottesbilder der Menschen, mit denen er über Gott sprach.

Das gilt für die Autoren der Bibel ebenso für jeden, der die Aussagen der Bibel und der Propheten wörtlich oder in irgend welch anderer Weise versteht. 

Der Mensch kennt nur unterschiedlichste, subjektive Gottesbilder - nichts sonst. 

Er kann mehr oder weniger davon überzeugt sein, dass es den Gott seiner Vorstellung gibt - wissen aber kann er es nicht.

Das gilt auch für Wissenschaftler.

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In der Geschichte der Philosophie/Theologie wurde immer wieder versucht anhand von logischem Denken versucht, die Existenz Gottes zu beweisen (wie z. B. im ontologischen Gottesbeweis), jedoch stellte sich bei näherer Prüfung meist heraus, dass diese Beweise nicht standhielten, weil z. B. ihre Ausgangsprämisse nicht genug begründet war. Mathematisch wurde dahingehend noch nichts versucht, da man überhaupt keinen mathematischen Ausgangspunkt hätte.

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