Gibt es ("krude") Verschwörungstheorien hauptsächlich, wegen Intransparenz und/ oder Bildungsdefiziten?

8 Antworten

gibt es nicht. ich weiss nicht mehr genau wo ich das gehört hab, ob bei lesch oder bei mailab, aber da wurde gesagt das eine theorie immer wissenschaftlich beweisbar ist. und das in dem zusammenhang eigtl. immer von verschwörungsmythos gesprochen werden sollte, oder verschwörungsgläubige - der bücheronkel nennt sie immer verschwörungsaufdecker (wie manche davon sich selber sehen).

ich denke, wenn es möglich wär, das diese aussagen so ohne weiteres beweisbar sind, das sie einer wissenschaftlichen prüfung auch standhalten würden, dann würden die verschwörungsgläubigen das auch tun. aber die meisten "truther" versteckensich hinter ihrer behauptung mit der aussage "beweis mir doch erst mal das gegenteil". gibt auf youtube ein paar schöne beispiele dazu.

Woher ich das weiß:Hobby

Das Problem ist so vielschichtig, dass es keine allumfassende Antwort geben kann.

Ich denke schon, dass man mit Aufklärung viel erreichen kann. (Zum Beispiel wurde die Theorie es gäbe ja nur deswegen mehr Coronafälle weil mehr getestet würde damit widerlegt, dass der Anteil der positiven Tests veröffentlicht wurde.)

Auch mangelnde Bildung ist ein großes Problem. Viele Menschen verstehen gar nicht wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert und können die Aussagekraft von verschiedenen Studien nicht einordnen.

Man muss aber auch sagen, dass es tatsächlich Verschwörungen gibt und sich einige Verschwörungstheorien im Nachhinein als (mehr oder weniger) wahr entpuppten (z. B. X-Keyscore).

Man darf nicht alles über einen Kamm scheren. Leider ist der Begriff Verschwörungstheorie nicht wertneutral formuliert, da er bereits negativ konnotiert ist. Vermutungen sind weniger schlecht behaftet, hätte ich vllt. eher in meine Frage nehmen sollen.

0
Könnte man durch wissenschaftliche, fachliche Aufklärung (Hintergründe, Zusammenhänge) sogenannte Verschwörungstheorien ... aufklären ?

Ganz normale Allgemeinbildung vor allem Hinführung zum gesunden Menschenverstand würde schon genügen.

Wir müssten nur in Schulen viel klarer esoterische, religiöse und die meisten alternativmedizinischen Inhalte als Mumpitz entlarven.

Verschwörungstheorien kann man mit Fakten, Wissen und Transparenz zu einem gewissen Grade begegnen, aber es müssen eben auch Glauben und Esoterik entsprechend bekämpft werden.

Aber alles unbequeme und kritische (sofern nicht schmähkritisch) als lächerlich oder durch ignorieren oder zu leugnen ohne tatsächliche Argumente zu besitzen, als Hirngespinst zu etikettieren ist genau so absurd.

Ohne Argumente hast du recht, aber das geschieht ja auch so gut wie nicht. Fast immer werden mehr als genug Fakten und Argumente genannt und trotzdem fallen Leute noch auf Hirngespinste rein.

Das die GEZ-finanzierten bzw. gegenwärtig als rundfunkbeitrags-finanzieren ...

Den Satz habe ich nicht verstanden. Man kann auch kaum erkennen, wo er endet und was du damit sagen willst.

Über die GEZ kann man nun wahrlich geteilter Meinung sein. Ich kenne dazu keine Verschwörungstheorien. Man kann Staatsfernsehen gut finden oder auch nicht. Man kann eine Grundversorgung an Nachrichten, Wetter, Verkehrsmeldungen befürworten, ohne zugleich zig Milliarden in öffentliche Unterhaltung zu stecken.

Ich würde als erstes einmal den Begriff Verschwörungstheorie meiden, denn das ist ein Mittel aus der Propaganda-Werkzeugkiste, der zum Framing verwendet wird. Oder wir Markus Krall es beschrieb:

"Wer mit Sprüchen wie "Verschwörungstheorie", "Aluhhut", "lächerlich" kommt, dem sage ich: Das sind alles keine Argumente, das sind Totschlagbegriffe gegen das Selberdenken. Wer so spricht, ist ein Feind der Aufklärung und Rationalität. Wer nicht selbst denken will, hat in Wahrheit oft Angst davor, welche Antworten er dann bekommt."

Gibt es ("krude") Verschwörungstheorien hauptsächlich, wegen Intransparenz und/ oder Bildungsdefiziten?

Das sind sicher Faktoren, die dazu beitragen, dass Theorien entstehen. Aber Transparenz und Bildung sind heute keine Garantie für Wahrheit mehr. Transparenz kann sehr einseitig sein und Bildung kann falsche Inhalte vermitteln.

Grundsätzlich ist nichts daran falsch, eine Theorie aufzustellen, auch nicht eine Theorie über eine Verschwörung. Verschwörungen haben in der Geschichte der Menschheit eine sehr lange Tradition und sind eher Normalität als ungewöhnlich.

Die Frage reduziert sich aber auf "Wir erkenne ich, ob eine Theorie wahr oder falsch ist?" und dazu gibt es Methoden wir ergebnisoffene Arbeit, wissenschaftliche Herangehensweise, Logik und Ehrlichkeit. Methoden die in der heutigen Zeit, in der Junk Science die echte Wissenschaft verdrängt hat, leider meist selbst erarbeitet und angewendet werden müssen. Und da liegt das Problem, denn diese Methoden sind nur in homöopathischen Dosen Teil der Schulbildung.

Könnte man durch wissenschaftliche, fachliche Aufklärung (Hintergründe, Zusammenhänge) sogenannte Verschwörungstheorien, bzw. Theoreme und "Mythen" oder allgemein Vermutungen oder Behauptungen aufklären ?

Nein, denn "Aufklärung" dient immer einem Zweck und ist von daher nicht neutral und ergebnisoffen und das wissenschaftlich fachliche ist allzu oft gekaufte Wissenschaft. Es gibt nur einen Weg: Selbst denken, selbst kritisch hinterfragen, selbst ergebnisoffen bewerten und zwar bis in die letzten Details. Sonst hinterfragt man auf Basis potentiell falscher Annahmen.

Verschwörungstheorien sind und bleiben Mumpitz. Nur einige wenige verwirrte Geister glauben daran. Es gibt keine Beweise, Fakten werden ignoriert oder als lügen dargestellt. Teilweise sind sie so absurd, das es technisch garnicht umsetzbar sind. Naturgesetze werden ignoriert oder geleugnet.

Es gibt einige wenige Verschwörungen, aber dafür gibt es wenigstens Beweise. Richtige Beweise und nicht nur Gelaber

Was möchtest Du wissen?