Gibt es jemanden,bei dem der Benzodiazepinentzug auch daneben ging?

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2 Antworten

Wirklich hilfreich werden nur Ärzte sein. Bei so einer heiklen und schwierigen Angelegenheit sind Laien kein guter Ratgeber. Das mal vorweg.

Was nun folgt, ist eine Laienansicht, bitte bedenke das.

Oft ist es so, dass Menschen mit einer Sucht "sich selbst behandeln". Das heißt, sie haben bereits ein schwerwiegendes Problem und rücken diesem selbst mit zB Medikamenten zu Leibe, verlieren aber die Kontrolle darüber. 

Nachdem sie nun den Entzug hatte, treten die ursprünglichen Probleme klar und deutlich zu Tage, denn das überdeckende Medikament ist vollständig weg. Nun müsste die eigentliche Therapie und Auseinandersetzung mit den Ursachen beginnen, wenn das in der Klinik zu kurz kam.

Wenn jemand lange in einer Klinik war, so hat er nach Rückkehr sowieso erstmal Anpassungsprobleme und muss sein Leben wieder komplett umstellen. Das ist nicht einfach. Schließlich ist nicht nur alles anders als in der Klinik, es ist auch anders als zuvor.

Daher wäre es wichtig, dass sie ambulant weiterbehandelt wird, zB durch eine begleitende Psychotherapie. 

Ich würde Geduld haben und nicht erwarten, dass alles eitel Sonnenschein sein müsste. Sie muss sich erstmal wieder zuhause stabilisieren und dafür braucht sie wohl dringend professionelle Hilfe. Sucht nach einem Therapeuten, der das Problem sieht und sich darum kümmern will.

Erst einmal danke für deine Zeit. Leider "stabilisiert" sich meine Freundin nach der Klinik schon 6 Monate erst in der Tagesklinik und dann zu Hause  mittels Therapeuten, alles wird mangels Kommunnikation immer wieder ab- bzw. unterbrochen, und dann kommuniziert man nur noch mit mir und zeigt sich rat- und hilflos. Ich bin mittlerweile komplett verzweifelt , ich habe das Gefühl mit diesem Entzug alles falsch gemacht zu haben. Ich sitze neben einem lebenden Leichnam und will einfach nur meine alte Freundin wiederhaben. Auch wenn sie anders leben würde. aber sie sollte doch wieder leben. Das jetzt ist kein Leben und ich habe ihr das alte genommen, da war sie um ein Vielfaches besser drchleuten, an. Ich suche nach Fachleuten,an die ich mich noch wenden könnte. Die normale Therapie wirkt nicht

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@carolle

Naja, deine alte Freundin war aber nicht "echt" besser drauf, sie war eine Suchtkranke. Sie war so, weil die Medis sie so gemacht haben, das war nicht ihr wahres Ich. Auch wenn es unvorstellbar ist, dem solltest du nicht nachtrauern.

Und Benodiazepinsucht kann sehr, sehr schlimme (körperliche und psychische) Folgen haben, besonders auf lange Sicht betrachtet. Daher hast du nichts schlimmer gemacht. Zumal sie den Entzug auch hätte verweigern können.

6 Monate sind noch nicht besonders lang in Anbetracht dessen, was sie durchgemacht hat. Suche weiter nach Ärzten, die sich kompetent dafür fühlen.

Und sprich ihr gegenüber niemals aus oder deute an, dass mit den Medikamenten alles besser war. Das erhöht ihre Rückfallgefahr, und dann war erst recht alles umsonst. Bestärke sie positiv, und wenn du selbst nicht mehr kannst, suche auch für DICH therapeutische Unterstützung. Angehörigen von Suchtkranken steht so etwas zu. 

Es gibt auch Selbsthilfegruppen, wo Erfahrungen geteilt werden können. 

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@Lichtpflicht

Natürlich würde ich ihr das nicht sagen. Und therapeutische Hilfe habe ich mir auch schon gesucht. Nur zucken die eigentlich auch nur mit den Schultern und die tägliche Last kann einem sowieso keiner abnehmen, Ich suche einfach nur so verzweifelt nach Hilfe,die uns wohl keiner geben kann. Manche Dinge sind einfach, wie sie sind. Das Annehmen ist nur so schwer und so einfach aufgeben war noch nie so mein Ding.Ich danke dir dennoch für deine Zeilen.

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Geh mit ihr zum Arzt. Psychiater, Nervenarzt oder Psychotherapeut.

Ach, Mensch . das machen wir doch alles. Alle schütteln nur den Kopf und wissen nicht weiter. Es widerspricht ja ihrer Theorie. es müsste ja jetzt alles in Ordnung sein.Das ist ja das Problem.

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@Spuky7

Das ist schon richtig. aber bekomm sie da mal hin. das muss sie auch wollen. Sie steht ja nicht einmal alleine vom Tisch auf. Einen Antrag auf einen Platz in einer geschützten Werkstatt müsste sie unterschreiben. Das tut sie aber nicht.

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