Gibt es irgendwelche irreversiblen Schäden, wenn ein Erwachsener fast verhungert?

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6 Antworten

Extreme, längere Hungerzustände können einen Abbau an der Herzmuskulatur hervorrufen, mit der Folge, das derjenige eine massive Herzinsuffizienz bekommt. Das ist nicht mehr reversibel...

LA

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Hallo

Aus persönlicher Erfahrung kann man sagen das ein normal Gesunder Mensch , extremes Hungern über eine gewisse Zeit gut verkraftet. Wird es frühzeitig behandelt,  stehen die Chancen gut sich ganz zu erholen, ohne mit grossen Folgeschäden rechnen zu müssen.

Ich selber leide unter Kachexie und werde stationär im Krankenhaus behandelt .
Mit Aminosäuren über einen ZVK und mit Sondenernährung. Ein harter steiniger Weg und die Sterberate liegt bei ca 40% .

Falls du mehr Infos zu dem Thema brauchst kannst du mich gern Anfragen. Oder was noch besser ist deinen Arzt des Vertrauens.

LG

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Irgendwann verzehrt sich der Körper selber und nach den Fettdepots sind die körpereigenen Nährstoffe dran.

Magersucht auf sehr lange Zeit kann zu irreversiblen Nieren- und Leberschäden führen.

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Hungerkrankheiten hängt von der Dauer des Hungerstoffwechsels ab - ob bereits über die Phase des Depotfettabbaus hinaus - der Proteinabbau begonnen hat.

Google mal "Kachexie" oder "Marasmus" .... aber ein veränderter Stoffwechsel oder Organabbau ist erst nach recht langer Hungerphase zu befüchten ... der Körper greift dann zur Erhaltung des kleinen Kreislaufs (Herz-Lunge-Gehirn) auf körpereigenes Protein zurück.

Kurzzeitige Hungerphasen steckt der menschliche Körper ohne Schaden weg....es wird sogar zum entschlacken bewusst eingesetzt ....(siehe Heilfasten) 

...aber am besten unter ärtzlicher Aufsicht

Leider hast du mit nur 2Sätzen sehr wenig Hintergrundinfo geliefert ... und über den Zeitraum garnix ...

... mehr Input= besserer Output .....

...und keine geratene Laienhafte Ferndiagnose.

Am besten den Hausarzt fragen.

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Kommentar von leckerlein
27.10.2016, 01:13

guck dir halt die verhungernden in afrika oder derzeit im jemen an. ob die sich wieder komplett erholen, wenn sie anschließend mit nahrung (inkl. proteinen) versorgt werden.

der zeitraum ist dafür doch nebensächlich. kann sich ja jeder denken, dass bei "fast verhungern" nicht grade von heilfasten unter ärztlicher aufsicht die rede ist.

und wenn schon, müsste es prognose heißen.

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1.Es ist individuell und von der persönlichen Form abhängig. Wenn jmd. schon einen schwachen Magen hatte z.B. ist für hr natürlich die Wahrscheinlichkeit höher irreversiblen Schaden davonzutragen.

2.Es gibt bleibende Schäden nicht nur auf physischer Ebene sondern auch auf psychischer. Ich habe noch viel aus der Kriegsgeneration erlebt und weiss was sie für "Marotten" manchmal hatten obwohl sie natürlich mittlerweile im Überfluss lebten. Das sind Sachen, die kiegte man nicht mehr aus dem Kopf wenn man gehungert hat.

3.Hungern ist ein kompliziertes Thema. Tatsächlich ist es manchmal besser körperlich komplett zu hungern für eine Weile aber das tun Menschen nicht in Extremsituationen. Dauerhafte Unterernährung, sprich vllt. täglicher Konsum aber eben in nicht asreichenden Mengen hat schlimmere Folgen für den Körper. 

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Kommentar von leckerlein
27.10.2016, 18:55

was soll denn ein "schwacher magen" damit zu tun haben?

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Irgendwann wird es auf das Nervensystem über gehen müssen, die Schäden sind wenig bis gar nicht zu beheben, kommt aber drauf an ob du ärztliche Hilfe hast oder gar nichts.

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