Gibt es irgendetwas zur Vorbeugung von Migräne mit Aura

6 Antworten

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Meine Tochter schreibt übernächste Woche ihr Abi und – wie du - leidet sie auch unter Migräneattacken. Die Angst, durch eine Migräneaura während der Prüfung eingeschränkt, bzw. absolut behindert zu sein ist natürlich sehr groß. Ich bin auch Migränikerin und habe diese Anlage leider an meine Tochter vererbt. Aber ich habe im Laufe der Zeit sehr viele Erfahrungen und Kenntnisse über Migräne sammeln können.

Man kann der Migräne sehr gut vorbeugen, indem man die Migräneauslöser vermeidet:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden (oder auch 24 Std.) vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat, die in den meisten Fertigprodukten (Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Gewürzmischungen, ect.) enthalten sind Migräne auslösend. Einfach auf der Packung unter Zutaten nachlesen.

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten,…) können auch zu einem Migräneanfall führen.

http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/1087,2/Chefkoch/Histaminarme-und-reiche-Lebensmittel.html

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräne.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase auftritt. Nach einer anstrengenden Arbeits-/Schulwoche hat man z. B. am Wochenende Migräne. Die Vermeidung von Stress ist wichtig.

Ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf sind auch förderlich um der Migräne vorzubeugen. Wenn man die Möglichkeit hat einen Mittagsschlaf zu halten, kann das hilfreich sein. Dieser sollte aber nicht länger als 20 Minuten dauern. Generell ist ein geregelter Tagesrhythmus, auch was die Mahlzeiten betrifft, von Vorteil. Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Wenn du dich sofort (und bis zum Abi!) an alle Migränevorbeugungsmaßnahmen hältst, dann ist ein Migräneanfall, bzw. Aura sehr unwahrscheinlich. Meine Tochter berücksichtigt jetzt schon die Vorbeugungsmaßnahmen, damit sie bei den Prüfungen fitt ist.

Falls du weiblich sein solltest und die Pille nimmst, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass du nicht gerade während der Prüfungen deine Menstruation bekommst – meistens ist damit ein Migräneanfall verbunden. In diesem Fall kann man die Pille auch mal ohne Pause durchnehmen. Dann bleibt die hormonbedingte Migräneattacke aus.

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Danke für den Stern :)

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Hallo! Auf Deine Frage gibt es zwei Antworten: eine gute und eine schlechte. Ja, es gibt Wirkstoffe, die vorbeugend gegen Migräne wirken: Ergotamin, ein Mutterkornalkaloid. Leider wurden aber alle Medikamente, die diesen Wirkstoff enthalten, vom Markt genommen, weil es Einzelfälle gab, die Fibrose oder Ergotismus (s.Wikipedia) bekommen haben. Ich finde es unzumutbar, deswegen ganze Medikamentengruppen aus dem Verkehr zu nehmen, bloß weil einzelne Missbrauch betrieben haben. Denn ich habe selbst über 30 Jahre diese Mittel eingenommen mit hervorragender Wirkung, ohne eine einzige Nebenwirkung. Für Migräne mit Aura (Sehstörungen und weitere Symptome vor den Kopfschmerzen)sollte man auch nicht die " "Triptane" nehmen. Trotzdem für den Fall einer Prüfung würde ich mir das "Imigran Nasal" Spray besorgen. Aber ich hätte eine Bitte an Dich, wie an alle, die mit Ergotamin gut zurecht kamen: Bitte schreibt alle an die betreffende Behörde, um Euch zu beschweren. Denn die müssen wissen, dass man so nicht mit uns umgehen kann. Ergotamin wurde aus dem Verkehr gezogen vom "Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte" in Bonn. Mailadresse: poststelle@bfarm.de. L.G. Chart501

Hallo,

ich(48) bin auch seid meinem 17. Lebensjahr Migränikerin und habe es auch an meine Tochter weitervererbt.

Magnesium ist eine gute Sache, würde Dir jetzt auf die Schnelle aber nicht helfen. Es lindert, wenn Du es täglich nimmst erst in ein paar Wochen.Es muss auch in Citratform aufgenommen werden.Und sollten 600mg tgl sein um bei Migränikern zu wirken.

Nahrungsmittel können, müssen aber nicht Auslöser sein.Das ist bei jedem unterschiedlich. Bei vielen ist es auch das Wetter, was man nicht ändern kann, oder Stress, dem man nicht immer ausweichen oder mit Entspannung entgegenkommen kann...... Zu wenig Schlaf ist bei mir auch oftmals, nicht immer, der Auslöser..........hängt immer alles von mehreren Faktoren ab. Die ganzen kleinen Hausmittelchen helfen bei mir leider überhaupt nicht.Meine Schwiegermutter meinte es damals mal gut und gab mir Kaffee mit Zitrone worauf ich mich erst Recht stundenlang übergeben musste und mein Kopf noch mehr wegflog.......... Normale Tabletten gehen eher auf den Magen.Da helfen eher 1000er Ibu-Zäpfchen, wenn es nicht zu häufig ist. Gegen die Übelkeit kann ich für den Tag Domperidon empfehlen (immer 20 min vor den Schmerzmitteln einnehmen!!) oder so ab 16 Uhr Vomex A......da verschläft man nach einiger Zeit die Migräne prima :-))

Wie oft nimmt sie bereits Schmerzmittel im Monat? Ist sie bereits bei einem Neurologen in Behandlung? Bei mehr als 10 Schmerztagen im Monat sollte schon an eine Prophylaxe gedacht werden....

Ich würde mal zum Neurologen gehen.Man findet auch nicht unbedingt sofort DAS Mittel für sich das auch hilft. Manchmal ja, manchmal nicht.Mal verträgt man sie nicht und muss wieder ein neues probieren etc.......ist immer nur ein Versuch........

LG, Assan

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Mitlerweile bin ich noch um einiges klüger.

Ich habe mich auf 300 Lebensmittel testen lassen. So konnte ich einzeln ,hier und da, mal austesten , wie und ob ich darauf reagiere. Eier sind bei mir z.B. ein grosses Problem, was Migräne angeht.

Und als ich dies' meinem Neurologen sagte, meinte er :"Ja, Eier sind ein grosses Problem bei Migräne".........

Super..........kann man einen Patienten nicht auf sowas hinweisen?

Es gibt also noch mehr Auslöser als die bekannten wie Rotwein etc......:-(

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