Gibt es in meiner chauvinistischen Weltsicht einen Fehler?

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du müsstest erst einmal definieren, was bei dir "sexueller Marktwert" bedeutet. Ist das blanko ein Ausdruck für alles, das mit Attraktivität zutun hat oder im Speziellen etwas, das mit der Partnerwahl zu tun hat (diese Dinge überlappen sich, haben aber andere Effekte und Grundlagen).

Rein biologisch betrachtet sind Männer noch bis ins hohe Alter zeugungsfähig. Bei Frauen nimmt die Wahrscheinlichkeit einer komplikationsfreien Geburt und eines gesunden Nachwuchses jedoch mit zunehmendem Alter ab (bei Männern zwar auch, aber nicht so gravierend). Daher ist es aus biologischer Sicht für eine Frau sinnvoll früh einen Partner zu suchen, um die Chance einer unproblematischen Geburt und eines gesunden Kindes so hoch wie möglich zu halten. Die Gesundheit und Jugend einer Frau sind daher wichtige Indikatoren für gesunden Nachwuchs. Beim Mann spielt zwar auch die Gesundheit eine Rolle, aber in der Evolutionsgeschichte hat sich gezeigt, dass ein Mann besonders dann ein sinnvoller Partner ist, wenn er über Ressourcen verfügt (also z.B. Geld, Ansehen, ein Heim etc.). Männer erzeugen diese Ressourcen erst etwas später in ihrem Leben. Gleichzeitig haben sie dann auch mehr Lebenserfahrung gesammelt im Vergleich zu einem sehr jungen Mann. Lebenserfahrung ist ein weiterer bedeutender Faktor bei der Partnerwahl, da sie bedeutet, dass der Mann weiß, wie er der Partnerin helfen kann und wie er sie versorgen kann (das ist praktisch analog zu vielen sozialen Tieren, bei denen die Weibchen Männchen suchen, die ihnen etwas bieten können, die sie beschützen können und die Status haben).

Dein "Fehler" tritt genau dann auf, wenn du diese Grundlagen jetzt verwendest, um zu sagen, dass Frauen "arme Wesen" sind und dass Männer irgendwie besser sein müssen, was eine unbegründete Wertung ist. Du könntest dich genauso gut hinstellen und behaupten, dass Männer arm dran sind, weil sie erst alt werden müssen, bevor sie ihren "hohen Marktwert" erreicht haben, während Frauen bereits in ihrer Jugend am tollen Markttreiben mitmischen können. Die Biologie urteilt nicht und daher sollten wir auch nicht den Fehler machen jemanden als besser oder schlechter hinzustellen, weil er bestimmte naturgegebene Eigenschaften hat.

Auch deine zweite These könnte man leicht umdrehen: Männer müssen sich dem Gefüge von Status und den Erwartungen der Frauen unterordnen, um ihren "Marktwert" erreichen und präsentieren zu können. Ein Mann kann sich noch so sehr "selbst bestimmen", wenn eine Frau keinen Nutzen in dem sieht was ein Mann aus eigener Kraft tut, dann ist sein Marktwert praktisch Null. Die Weibchen selektieren. Die Männchen bieten etwas. Wenn die Weibchen es nicht möchten und Wert auf etwas Anderes legen, sind die Männchen gezwungen sich dem anzupassen. Da könnte man jetzt wieder sagen, dass die Männchen "arme Wesen" sind, gänzlich ohne Selbstbestimmungsrecht (und auch dieses Urteil wäre natürlich wieder fehlgeleitet, da die Natur nicht urteilt).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dein "grundlegender Fehler" die subjektive Beurteilung und Bewertung von wertelosen Eigenschaften ist. Dein Argument hat in etwa folgende Struktur (natürlich ad absurdum geführt): Erdbeereis hat keine Schokolade. Das Erdbeereis ist daher arm dran, weil Schokolade besser schmeckt.

Danke für deine Ausführungen. Ich bin einfach der Meinung, dass Frauen bezüglich ihrer Attraktivität weniger (nicht keinen) Handlungsspielraum haben als Männer. Bei den Damen spielt das Glück eine größere Rolle und das ist für mich ein bedauernswerter Zustand.

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@Brieftasche1982

Das finde ich ziemlich schwierig zu beurteilen, da Attraktivität so ein ungenauer Begriff ist. Letzten Endes sind beide ihrer Biologie und zum Teil der Sozialisierung unterworfen und haben nicht wirklich viel Spielraum. Auch würde ich keinen der Zustände als bedauernswert empfinden, da es eine Wertung ist, die nichts bringt und keine neuen Erkenntnisse generiert, sondern potenziell nur Probleme erzeugt, die eigentlich gar nicht existieren.

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@Attagus

Ein schöner Gedanke im letzten Satz, der mich an die Lehren von Eckhart Tolle erinnert.

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@Brieftasche1982
Bei den Damen spielt das Glück eine größere Rolle und das ist für mich ein bedauernswerter Zustand.

Lachhhh! Wen willst du provozieren? Wie alt bist du? Wenn du schon aus der Pubertät bist, dann bist DU in einem bedauernswerten Zustand mit deiner Phantasie!

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@Mignon5

Ich freue mich auf eine konstruktive Kritik deinerseits an den Thesen.

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@Brieftasche1982

Scherzkeks! Das weißt du selbst. Du willst doch nur provozieren und im Zweifelsfall würdest du die Argumente gar nicht verstehen, weil es dir offensichtlich noch an Lebenserfahrung und Reife mangelt. Aber danke für den Lacher! Wenn du uns veralbern willst, mußt du damit rechnen, dass wir dich auch veralbern! :-)))

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@Mignon5

Ich freue mich auf eine konstruktive Kritik deinerseits an den Thesen.

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@Mignon5

versuche zumindest zeitweise deinen förmlichen Kappes bezüglich Lebenserfahrung und Reife zu verstehen. Alles ist relativ, auch Lebenserfahrung und Reife.

Wieso erlaubst du dir systematisch Andere zu diskriminieren mit deinen Thesen?

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Fehler Nr.1: ein chauvinistisches Weltbild.

Wie meine VorrednerInnen schon angeführt haben, deine Thesen sind gar gräßlich verallgemeinernd. Aber nehmen wir mal sie dennoch mal einzeln unter die Lupe. Ich nehme an, du definierst den 'sexuellen Marktwert' als Grad der Attraktivität auf das andere Geschlecht? Ich geh jedenfalls im Folgenden davon aus.

Wenn der sexuelle Marktwert der Frau kurz nach ihrer Pubertät am größten ist, geht die meiste Anziehungskraft folglich von Jugend, gepaart mit Erwachsen sein aus. Wäre Jugendlichkeit als Attraktivitätsmerkmal derart daneben gegriffen, gäbe es wohl kaum so einen großen Markt für Antifaltencremes, Botox u.ä. Dem Punkt würde ich zumindest in der Logik eine Daseinsberechtigung zusprechen. Was ist aber mit der Ausstrahlung? Die gewinnt man mit Lebenserfahrung und Selbstbewusstsein. Auch, wenn es nicht direkt das Aussehen definiert, bestimmt es doch den ersten Eindruck und die Wahrnehmung. Schließt du die Persönlichkeit aus, weil es dir nur um eine Attraktivität beim ersten Eindruck geht? Ansonsten würde ich auch hier anführen, dass auch eine Persönlichkeit Entwicklungszeit braucht und somit auch hier einen späteren Zenit begünstigen.

Definiert man den sexuellen Marktwert der Männer über ihren Status, kommt man zur klassischen Rollenverteilung: Mann arbeitet, Frau bleibt daheim. Wer braucht das noch? In den letzten Jahrzehnten haben immer mehr Frauen eine (sehr) gute Berufsausbildung vorzuweisen. Ein Versorger ist also immer weniger vonnöten, folglich vierliert auch der Status seinen Einfluss auf die Attraktivität. Auf der anderen Seite gewinnt das Aussehen an Relevanz. Indizien hierfür sind z.B. der sich erweiternde Markt für Herrenpflegeprodukte. Ebenfalls wirkt sich auch Jugend positiv aus. In den letzten Jahren wurde der 'Sexiest Man Alive' tendenziell jünger.

Wieso ein hohes Selbstbewusstsein bei Frauen unattraktiv wirken sollte, erschließt sich mir nicht. Wie oben schon erwähnt, braucht Ausstrahlung auch Selbstbewusstsein. Oder unterstellst du Männern damit tendenziell ein geringes Selbstbewusstsein, auf dass sie sich von selbstbewussten Frauen eingeschüchtert fühlen? Denkt man jedoch auf eine klassische Rollenverteilung bezogen, ergibt's wieder Sinn: Welcher Mann würde denn schon eine Frau attraktiv finden, die weiß, was sie will? Damit würde sie ja Ansprüche an den Versorger stellen... Zu unbequem.

Zusammengefasst: Sagen wir mal, von der Zeit als Liebesheiraten langsam Mode wurden bis großzügige Mitte des letzen Jahrhunderts passt das von dir dargestellte Model noch ganz gut. Heutige Faktoren bildet es aber nur unzureichend bis gar nicht ab. Des Weiteren postuliert es eine Gleichförmigkeit der Vorlieben, die so einfach nicht existiert.

Du hast meinen Punkt falsch verstanden: Ein großes Selbstbewusstsein wirkt nicht zwingend unattraktiv auf Männer, es ist aber auch kein Pluspunkt.

Der Punkt mit dem obsoleten Versorger überzeugt mich auch nur teilweise: Viele (auch gut ausgebildete) Frauen schätzen es, ohne Beruf als Mutter und Hausfrau die Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können. Man sieht die beispielsweise an zahlreichen Lehrerinnen, die, sicher verbeamtet und gut ausgebildet, jahrelang der Schule zwecks Kindererziehung fernbleiben.

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Ja, du gehst davon aus, dass alle Frauen und Männer jeweils gleich sind und das alle Sex den gleichen hohen Stellenwert zuschreiben, wie du es offenbar tust, dem ist aber so nicht. Da darauf dein ganzes Konstrukt basiert, ist leider das komplette Konstrukt nicht sinnvoll.

Es gibt sehr selbstbewusste Frauen, es gibt Männer, die gerade auf diese Frauen stehen, es gibt Leute die Sex vollkommen unwichtig finden, es gibt Menschen die definieren ihren Wert ganz sicher nicht am "sex" und v.m.

Die Frage ist, ob diese Menschen die Ausnahme oder die Regel darstellen.

Dass Sex für viele Menschen vollkommen unwichtig ist, halte ich für eine steile These.

Das es einen sexuellen Marktwert gibt, ist davon auch nicht berührt, dass kann das Subjekt selbst ja gar nicht verhindern, da die Einstufung durch andere geschieht.

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@Brieftasche1982

Ich denke, bei dieser Frage, was die Menschen jeweils attraktiv finden, und wie wichtig ihnen Sex ist gibt es eben keine einheitliche Meinung. Es gibt beide Extreme, es gibt Asexualität und Hypersexualität und alles dazwischen auch.

Meine Erfahrung sagt nur: wenn man mal mit Menschen offen über das Thema redet: die meisten Menschen interessieren sich zwar für Sex, aber es ist bei Weitem nicht so wichtig, wie Medien das oft darstellen.

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@guitschee

Hm, meiner Erfahrung nach gilt dies nur für Frauen. Den meisten Männern, die ich kenne, ist Sex sehr wichtig.

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@Brieftasche1982

Ich kenne ein paar Männer, denen Sex auch absolut und völlig unwichtig ist :D. Auch Männer wollen nicht nur das Eine ;) und auch viele Männer wissen: die schönste Nebensache der Welt ist Fußball :D. Nein, im Ernst, ich glaube vielen Männern ist Sex tatsächlich wichtiger als vielen Frauen, wobei es auch da Ausnahmen gibt, aber auch Männern wird es nach der kurzen Phase der Pubertät und ein paar Jahren danach, immer unwichtiger.

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@guitschee

Also du kennst ein paar Leute, da stimmt die Regel nicht aber eigentlich findest du, dass die Regel tatsächlich stimmt.

Danke für deine Meinung.

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@guitschee

Ich habe auch mal ein paar Männer kennengelernt, denen Sex nicht wichtig war.

Die lagen entweder im Sterbebett, waren im Koma oder denen fehlte ihr Glied. Bedauernswerte Gestalten.

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@Japan874

Tja, noch bedauernswerter sind allerdings Menschen mit Vorurteilen :D.

Ich kenne ein paar asexuelle Männer :D - die meisten davon sind jung gesund und ich beweifle, dass sie rein körperlich irgendwelche Probleme haben ;).

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