Gibt es in Latein eine bestimmte Satzstellung die eingehalten werden muss?

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2 Antworten

Der Lateiner schmeißt seine Wörter manchmal ziemlich beliebig durcheinander, weil er ja seine Kasūs kennt. Nur für ganz einfache Texte gilt:
Subjekt - Objekt - Prädikat.

An manche Regeln hält er sich auch. Meist versucht er, das Prädikat hinten zu halten und Attribute hinter Substantive zu schreiben. Abl. abs. erscheint meist am Anfang eines Satzes, AcI erst nach dem Prädikat.
Man kann sich auch darauf verlassen, dass alle Satzteile, die zu solchen Konstruktionen gehören, zwischen A und I bzw. P geschoben werden.

Aber sonst
herrscht grenzenlose Freiheit.
Deshalb erfragt man ja auch Satzteile und übersetzt nicht ein Wort nach dem anderen.

Das ist für dich aber ziemlich unerheblich. Denn bei der Übersetzung ist für dich die deutsche Syntax zuständig.

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Kommentar von Haaaalo
10.10.2016, 19:09

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Hat das Nicht-Einhalten der Syntax denn rhetorische Gründe? Ich meine die rhetorischen Stilmittel sollten ja auch irgendwie in die Übersetzung mit einfließen.

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Im Prinzip: NEIN. Siehe volens!

Aus dem Grund, dass im Lateinischen die Kasus-Endungen beim Schaffen und Verstehen von Inhalten  eine sehr wichtige Rolle spielen,  brauchte man im Lateinischen keine Wortstellungsregeln - ganz im Gegensatz zum Englischen, wo es nur noch sehr wenige Deklinations- und Konjugations-Endungen gibt udn das Verstehen von Sätzen stark abhängig von der richtigen Wortstellung ist.

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