Gibt es in Deutschland soziale Gerechtigkeit wenn Martin Schulz Kanzler werden sollte?

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28 Antworten

Volker Pisper hat das mal mit Fluglinien verglichen. Es gibt ja nur zwei Optionen wie St. Martin ins Cockpit kommt. Entweder als Pilot in einer Rot/Rot/Grünen Fluglinie oder als Co-Pilot in einer CDU/CSU/SPD Fluglinie.

Wie sehen dann die Durchsagen aus?

CDU/CSU/SPD:

"Einen wunderschönen guten Tag. Ich bedanke mich, dass sie bei CDU/CSU/SPD einen Flug gebucht haben. Meine Name ist Martin Schulz und ich bin ihr Co-Pilot auf diesem Flug. In Kürze werden wir abheben. Leider muss ich allen, die diesen Flug über das SPD Reisebüro gebucht haben sagen, dass unser Flug nicht wie versprochen nach Süden gehen wird, sondern jetzt doch nach Norden. Das liegt aber an ihrer Pilotin Angela Merkel, die sich von mir zwar in der Flughöhe beraten lässt, aber sich nicht in die grundsätzlichen Richtung unseres Fluges rein reden lässt."

Rot/Rot/Grün:

"Einen wunderschönen guten Tag. Ich bedanke mich, dass sie bei Rot/Rot/Grün einen Flug gebucht haben. Mein Name ist Martin Schulz und ich bin ihr Pilot auf diesem Flug. Allen, die über das SPD Reisebüro diesen Flug gebucht haben möchte ich sagen, dass wir nach wie vor nach Süden fliegen wollen. Leider mussten wir uns zwei Co-Piloten an Bord holen. Wir sind uns hier im Cockpit noch nicht über die genau Route, die Flughöhe und die nötige Betankung, sowie darüber wie weit wir eigentlich nach Süden fliegen wollen einig. Sobald das geklärt ist werden wir aber sicher abheben und nach Süden fliegen. Wir bleiben jetzt aber erst einmal auf der Startbahn stehen."

Klingt für mich jetzt beides nicht so wirklich toll. So wie ich das sehe gibt es keine Konstellation, die mich am Ende wirklich Richtung Süden fliegen wird.

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Kommentar von Torrnado
06.02.2017, 13:24

klasse Antwort !!!  :)  Volker Pispers 4 Kanzler !!!

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Kommentar von pasixundy
09.02.2017, 22:44

Hat er das in einem Interview gesagt oder?

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Na klar und Martin Schulz kann auch über das Wasser laufen. ;-)

Sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen bedeutet nicht, dass sie mit der Verleihung der Macht (als Kanzler) auch schon umgesetzt wäre. Da ist Politik etwas langwieriger und langatmiger.


Ich bin mir sicher, dass Deutschland mit Martin Schulz als Kanzler, sozial gerechter wird. Aber auch ein Kanzler ist nicht allmächtig und wird logischer Weise auf einigen Widerstand derjenigen stoßen, die dann mehr abgeben müssen. Das wird schwierig, Zeit in Anspruch nehmen und sicherlich nicht in allen Bereichen gelingen.

Nichts desto trotz sollte man es versuchen und dafür kämpfen.


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Da im Gegensatz zu der mittlerweile verbreiteten Ansicht ein Kanzler kein Alleinherrscher ist, sondern gebunden an Entscheidungen und Abstimmungen der Koalitinosparteien und gegebenfalls aller Mitglieder des Bundestags, kann man nichts genaues sagen. Er kann sicher neue Impulse setzen; Richtungswechsel vor- und einschlagen - aber ob er sie wirklich durchsetzen kann, wäre nochmal ne andere Frage.

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Kommentar von Torrnado
05.02.2017, 20:21

Du meinst sicher den Bundesrat, der bei der Beschliessung von Gesetzen eine entscheidende Rolle spielt

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Ich finde schon, dass Deutschland mehr Gerechtigkeit vertragen würde. Es wäre doch schön wenn der Kurierfahrer nach 12 Stunden Hetzerei ein Einkommen erhalten würde, von dem er seine Familie ernähren könnte.

Während Amazon steuerfrei Milliardengewinne verzeichnet.

Viele Leistungsträger in Deutschland kommen mit ihrem Verdienst gerade so aus oder müssen aufstocken. Während reiche Erben von ihren steuerbefreiten Milliönchen dank Seehofer und Co. entspannt leben können.

Schulz baut keine Sündenböcke auf, um von den echten Problemen abzulenken. Er versucht mehr soziale Gerechtigkeit zu erreichen. Und ich sehe aktuell niemanden in der Bundespolitik den ich dies eher zutrauen würde.

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Kommentar von Torrnado
05.02.2017, 23:21

volle Zustimmung ! Danke für Deine aufschlussreiche Antwort

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Kommentar von Helipa
06.02.2017, 20:33

nicht nur schlecht, Amazon hat zig tausend Arbeitsplätze geschaffen.

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Hallo Tornado!

Also wenn in Deutschland, die soziale Gerechtigkeit aus der Waage geraten ist, wer trägt denn daran eine große Mitschuld? Doch die SPD.

Wer hat denn für die prekären Arbeitsverhältnisse, und die jahrelange Reallohnentwicklung nach unten gesorgt, die Schulz heute anprangert? Die SPD und die Grünen unter Schröder.

Schau dir die Bundesländer an, wo die SPD Regierungsverantwortung trägt. NRW, Berlin.....Schulden, Arbeitslosigkeit, und eine schwache Wirtschaft.

Die SPD hat große Verdienste, um unsere soziale Situation. Keine Frage. Aber mit einer glorreichen Vergangenheit allein, kann man keine Gesellschaft in die Zukunft führen. Man braucht Ideen und Konzepte.

Wir stehen vor großen Aufgaben. Unsere Arbeitswelt wird sich in den nächsten 30 Jahren gravierend verändern, und damit steht unsere Gesellschaft vor dem größten Wandel, seit der industriellen Revolution.

Herr Schulz sagt viele gute und richtige Dinge. Das hat Frau Kraft in NRW auch immer getan. Hat sich die Situation in NRW verbessert? Nein! Sie ist schlimmer geworden. Denn mit Strukturwandel konnte die SPD noch nie etwas anfangen.

Für die vor uns liegenden Aufgaben, halte ich eine linke Regierung für nicht Ziel führend.

Herr Schulz ist ein respektabler Mann. Aber hat er Konzepte? Hat er Ideen? Von Eurobonds mal abgesehen, die ich absolut ablehne?

Wir leben nicht in Zeiten, in denen die SPD fähig wäre, das Leben der Menschen, und unsere Gesellschaft zu verbessern. Auch wenn es gerecht wäre, wenn sie den Schaden, den sie unter Schröder angerichtet haben, wieder gut machen. Aber es gibt nun mal Fehler, die kann man nicht mehr gut machen.

Ob die CDU oder andere Parteien dazu wirklich fähig sind, kann man allerdings auch bezweifeln.

Aber das die SPD es nicht schafft, daran zweifle ich nicht.

LG :-)

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Das liegt nahe,wenn es für rot-schwarz nicht reicht.Da es einen Lagerwahlkampf alle gegen die AfD gibt ,ist es tatsächlich so das völlig sinnlose Koalitionen ,ohne jedwede Schnittmenge eingegangen wird. Nein Schulz ist ein klarer Ankündiger von Leistungen,die er weder erbringen kann,noch könnte er sicherstellen,das andere diese Erbringen.Entweder ginge das in den Einstieg der Neuverschuldung,oder einer extremen Beschneidung von Leistungen.Klar geht eine Reichensteuer.Aber nur so lange bis die Reichen hier nix mehr zu versteuern haben.Dauer: So schnell kannste nicht mal gucken.^^ Dazu ist er ein Verfechter der unkontrollierten Einwanderung,so das er selbst mit der Linkspartei,die schon umdenkt in Konflikt gerät.Dazu werden wir jede Resource verbrauchen um die EU über Wasser zu halten.Soziale Gerechtigkeit wird es auf längere Sicht in Deutschland nicht geben können.Der Grund hierfür ist,unsere Standards sind so heruntergefahren,die Kassen leer,die Risiken unheimlich hoch so das der nächste Konjunkturdämpfer Deutschland extrem treffen wird.Dazu kommt das Ausfallrisiko der Autoindustrie durch hirnrissige Auflagen,und das Ausfallrisiko der Energiekonzerne .Eine Abwärtsspirale würde eine sehr große Krise auslösen.Beste Grüße

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Es ist fraglich, ob Martin Schulz an eine rot-rot-grüne Koalition denkt.

In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau sagt er:
https://www.wr.de/politik/martin-schulz-nicht-ich-die-kanzlerin-hat-es-schwer-id209461895.html

Die Gewinne der Unternehmen sind deutlich stärker gewachsen als die
Löhne. Das sollten die Tarifpartner bei ihren nächsten Verhandlungen berücksichtigen.

So, so, die Tarifpartner sollten das also berücksichtigen ... Eine klare Aus- und Ansage sieht anders aus. Weiter:

Für die Steuerpolitik gilt: Diejenigen, die starke Schultern haben, sollten mehr zahlen als die breite Mitte dieses Landes. Aber das größte Thema der Steuerpolitik ist kein rein nationales: Wir müssen endlich bei der Bekämpfung des Steuerdumpings Ernst machen. Wer in Deutschland Geld verdient, muss hier auch Steuern zahlen. Das muss für internationale Konzerne endlich genauso gelten, wie für den Handwerker um die Ecke.

Auch ein nichtssagender, wohlfeiler Gemeinplatz, der auch von Wolfgang Schäuble hätte kommen können und der ist nun gänzlich unverdächtig, für soziale Gerechtigkeit zu sein. Mehr:

Die Agenda 2010 wurde 2003 vorgestellt. Wir leben jetzt im Jahr 2017. Lasst uns doch darüber reden, wie wir die nächsten zehn Jahre gestalten. Da geht es um die Sicherung des Binnenmarkts in der Europäischen Union.

Eine Distanzierung von der Agenda 2010 sieht anders aus. Stattdessen Ablenkung und Blick auf Europapolitik. Auf die Frage, warum er sich mit Kritik an Angela Merkel zurückhält:

Wenn Frau Merkel als geschäftsführende Vorsitzende einer stark sozialdemokratisch geprägten Bundesregierung sozialdemokratische Politik
macht, ist das doch schön ...

Das sieht verdammt nach Rückversicherung aus und den mangelnden Willen oder Glauben, die Regierung zu übernehmen.

Nein, ich glaube nicht an die sozialdemokratische Wende hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Das ist Wahlkampf, weil man erkannt hat, dass man mit diesem Thema mehr punkten kann, nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Wer mehr soziale Gerechtigkeit will, kommt nicht umhin, die einzige relevante Partei zu wählen, die noch glaubwürdig dafür steht - Die Linke.

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Kommentar von Torrnado
06.02.2017, 00:05

vielen lieben Dank für Deine wirklich gute und aufschlussreiche Antwort ! ich wähle übrigens selbstverständlich ( !!! ) Die Linke und wage daher dennoch einmal die Prognose, daß Schulz - sofern er mit den Grünen und der Linspartei eine Koalition bilden würde dann auch eine durchaus realistische Chance hätte, Kanzler zu werden - wenn auch nur mit knapper Mehrheit ! und eine solche Koalition wäre dann meiner Meinung nach weitaus besser bzw. " gerechter " als wieder eine Große Koalition mit Mutti Merkel !!!!

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Kommentar von woflx
06.02.2017, 23:46

Auch wenn ich Deine politische Meinung nicht teile - Deiner Analyse zu Martin Schulz muß ich voll und ganz zustimmen. Einen "Herausforderer", der sich keinen einzigen Kritikpunkt an der Amtsinhaberin zueigen macht, kann ich nicht wirklich ernst nehmen, schon gar nicht, wenn man sich sein bisheriges Agieren auf EU-Ebene anschaut.

Daß freilich mit der Linkspartei soziale Gerechtigkeit zu schaffen ist, wage ich zu bezweifeln. Ich gestehe dieser Partei zwar durchaus zu, daß das ihr echtes Anliegen ist, erkenne aber nicht die Einsicht in die Notwendigkeit, hierfür einige politische Voraussetzungen zu schaffen. Es ist eben nicht mit einer "Umverteilung" getan, bei der man einfach den "Reichen" noch mehr abnimmt.

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Hallo!

Das kann man aktuell noch nicht sagen.. ich finde Schulz zwar als Mensch nicht unsympathisch, bin aber bei der SPD allgemein sehr skeptisch bis nicht überzeugt.. der Verdacht liegt für mich leider sehr nah, dass das alles wieder nur Gerede ist um Wahlstimmen zu ergattern & am Ende nix passiert oder das Gegenteil eintritt. SPD'ler sind doch immer die gewesen, die nur reden und reden, aber am Ende genau das Gegenteil von dem durchziehen & von Sozialdemokratie nur sprechen. Für mich dahingehend unwählbar.

Seit Gerhard Schröder und der Agenda 2010 hat sich die SPD - der ich ohnehin noch nie nahegestanden bin - bei mir alle Sympathien verspielt. 

Die hohen Umfragewerte von Martin Schulz kommen nur daher zustande, weil die Deutschen keine ANgela Merkel mehr wollen & wäre ein anderer Kandidat da - auch von der Union - würde dieser hoffnungsvoll glorifiziert werden.

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Das wage ich sehr zu bezweifeln. Soweit ich gehört habe, will Martin Schulz Reiche höher besteuern. Das führt aber in keinster Weise zu mehr sozialer Gerechtigkeit, da die Armen am Ende genauso arm sind, wie vorher.

Gerechtigkeit lässt sich nicht dadurch herbeiführen, dass man Menschen den Vermögensaufbau erschwert und alle Menschen immer mehr gleich arm macht, sondern, indem man Menschen den Vermögensaufbau ermöglicht, erleichtert und unterstützt.

Ich bin davon überzeugt, dass, wenn man die Steuerfreibeträge erhöht und die Steuersätze absenkt, es langfristig immer mehr Menschen geben wird, die durch steigendes Einkommen, mehr Steuern zahlen. Durch die Förderung vom sozialen Aufstieg würde man eine starke Mittelschicht schaffen. Durch Steuererhöhungen schafft man nur Steuerflucht.

Zumal es sowieso lächerlich ist:

Der Soli hätte schon längst in dieser Legislaturperiode abgeschafft werden können, und statt die mittlerweile jährlichen Steuerüberschüsse dazu zu nutzen, Armut zu bekämpfen und in Bildung zu investieren, wird das Geld gehortet. Bestenfalls werden Kindergeld und Arbeitslosengeld alle paar Jahre um ein paar Euro erhöht, um den Schein zu wahren, dass sich die Politik um die Armutsbekämpfung bemüht.

Ich frage mich, warum die Deutschen immer gegen ihre Interessen wählen?

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Definiere soziale Gerechtigkeit ... und zwar unter Aufteilung zwischen Bedarfs- und Leistungsgerechtigkeit (selbst Feudalismus kann als sozial gerecht begründet werden). Und dann frage einen Politiker betreffender Parteien, was er unter sozial gerecht versteht ... das Ergebnis ist meist recht dekuvrierend, denn es zeigt regelmäßig, daß man über einzelne populistische Maßnahmen nicht hinaus gedacht hat. Ab da, wo es kippen könnte, wird dann gerne mit Pflichten und Axiomen gearbeitet, was aber oft direkt widerlegbar wäre. Man sollte nicht übersehen, welche Parteien lange mit Modellen gearbeitet haben, die Deutschland als geschlossene Volkswirtschaft bei Unabhängigkeit der Marktpreise von Lohnkosten und ohne Inflation voraussetzten, um stimmig zu sein.

Die momentan herrschende, zunehmende Ausdünnung der Mittelschicht ist gerade nicht Folge eines Maximierungsstrebens, sondern Folge eines Konsumdrucks, möglichst preiswert anzubieten. Wenn aber die Konsumenten am Liebsten dort einkaufen, wo die geringsten Lohnkosten pro Umsatzeinheit anfallen, dann wirkte die Umverteilung verstärkend auf diesen Schereneffekt (insbesondere gemäß Studien auch über zunehmenden Auslandsurlaub, was direkt den Export von Arbeitskräften bewirkte) und damit auch verstärkend auf den Effekt. Es würde nicht die Armen besser stellen, im Gegenteil, dafür aber mehr Arme produzieren und damit die Statistik aufhübschen.

Wenn nun eine Umverteilung bei den Voraussetzungen von Reich zu Arm vorgenommen würde, was übrigens weit weniger brächte, als es Populisten behaupten, verstärkte dies nur den Mittelabfluß aus Deutschland und verschlechterte sogar mittel- bis langfristig gerade auch die objektive Situation der Ärmsten im Land. Aber das begreifen ja manche unter "sozial gerecht". Auch eine Form, "soziale Gerechtigkeit" zu realisieren: "Machen wir alle etwas ärmer, nur die Reichen etwas mehr, damit es weniger auffällt."

Was aber ganz vergessen wird ist, daß in 10 - 15 Jahren die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und damit aufgrund der sich dann ergebenden Altersstruktur das gesamte Sozialsystem zu kollabieren droht. Das soziale System auszubauen brächte uns nur schneller an den Rand des Kollaps.

Übrigens waren bisher alle von der SPD geführten Bundesregierungen begleitet von einem massiven Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

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Kommentar von voayager
05.02.2017, 21:37

In deinem pro-kapitalistischen Text steckt viel Unsinn drin. Hast offensichtlich noch nie was von Staaten gelesen, die sozialer als Deutschl. sind, dank einer besseren Steuerverteilung, siehe Skandinavien, aber auch Österreich.

Deine Laudatio auf die Großbourgeoisie als Segensspender der Armen ist beachtlich.

Dabei ist es doch ganz so wie Brecht esa sagte. (armer Mann zu reichem Mann) "Du bist reich, weil ich arm bin. Wäre ich nicht arm, wärest du nicht reich". Das aber wirst du aus deiner Scheuklappensicht wohl nie verstehen. Kleinbürger sind oftmals so. Sie sind die Schleppenträger und Wasserträger der Bourgeoisie.

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Kommentar von Immofachwirt
05.02.2017, 21:53

Die momentan herrschende, zunehmende Ausdünnung der Mittelschicht ist gerade nicht Folge eines Maximierungsstrebens, sondern Folge eines Konsumdrucks, möglichst preiswert anzubieten.

Da verwechselst du, wie alle Neoliberalen, die Ursache mit der Wirkung.

Arbeitnehmer mussten über Jahre hinweg trotz steigender Produktivität und Rendite (Maximierungsstreben) und sinkenden Lohnstückkosten einen realen Lohnverlust durch Inflation hinnehmen.

Das führte dazu, dass sie gezwungen waren nach dem Motto "Geiz ist geil" zu verfahren und beim Billigdiscounter einzukaufen. Der Konsumdruck von dem du sprichst entstand durch die Bildung von Oligopolen, und Maximierungsstreben der Unternehmen.

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also als "Brüsselator" stand M Schulz für Brüsselokratie, fernab der Interessen der Völker oder gar der Basisdemokratie, für ungebremste Masseneinwanderung, für kalten Krieg gegen Rußland.

Jetzt, für den Wahlkampf, hat er sich das Sprüchlein "Partei der kleinen Leute" von der AfD abgeguckt. Aber bei der gegenwärtigen Stimmung kann Rosa-Rosa-Grünspan nicht mal 50% der Wahlberechtigten für sich begeistern, weil sie auch gar keine Alternative darstellen zum Merkelschen 'immer weiter so'.

Und seit wann ist ne Partei der kleinen Leute identisch mit sozialer Gerechtigkeit? Da denkt man eher an Zwergenaufstand, oder? Außerdem: "Soziale Gerechtigkeit" ist bei den Sozis seit Schröders Gernhart ein Pfuiwort, die schwadronieren dann lieber über den Kampf gegen Rechts als für den Kampf für die, die heute kleine Leute heißen, oder sozial Schwache, und früher mal Arbeiterklasse hieß. Damals, als Opas Bart noch rot war  :D

Übrigens, die böse Beatrix von Storch (AfD Berlin) freut sich jetzt schon die Vampirzähne ab, daß der SPD nun wirklich überhaupt gar nichts besseres mehr eingefallen ist für ne Merkel-Entziehungstherapie als M Schulz.

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Soziale Gerechtigkeit ist ein bloßer Gummibegriff, der Alles und Nichts bedfeutet, daher zu nichts verpflichtet. Dieses bloße Wischi-Waschi ist typisch für diese eoßtäuscherische sPD.

Soziale Gerechtigkeit ist also eine Scimäre der sPD und könnte ganz gut auch bei den Pfadfindern angesdiedelt sein.

Und nun ganz konkret: hat dieser Scdhulzemann was von Erhöhung des Mindestlohnes gesprochen, far die Höhe beziffert? Fehlanzeige!

Hat dieser Schulz was von der Abschaffung von Hartz IV was gesagt? Mitnichtnichten! Noch nicht mal von einer anhebung von H-4 sprach er.

Hat dieser Schulz was von einer Anhebung der Renten geäußert, dsbzgl. Prozentzahlen angegeben? Pustekuchen!

Hat dieser Schulz was von der Beseitigung der Krankenhaus,- und Rezeptfeb. gesagt? Mitnichten! Hat er dsbzgl. Leistungsverbesserungen als Krankenkassenleistung in Aussicht gestellt? Von wegen!

Was war seine konkrete verbale Ausbeute? Die Managerboni angehen. In welcher Höhe? Darüber schwieg er. Was mit dem eingeparten Geld zu geschehen habe - keine Sterbenssilbe! (die Lohnabhängigen würden diese Einsparungen nicht genießen können, das wäre längst bekannt, ergo bekommen es dann automatisch die Aktionäre.

Fazit: dieser Schulz ist wie all die anderen sPD-Bosse ein Blender, ein bloßer Windbeutel, mehr nicht.

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Kommentar von Torrnado
05.02.2017, 21:40

warum denkst Du diesbzgl. gleich so pessimistisch ?

gib dem Martin doch erstmal ne Chance, sich zu " bewähren " !

nur mal angenommen, er führt die Sozis aus dem Umfragetief und dann gibts vielleicht ne Koalition mit Grünen und....und der Linkspartei ! dann halte ich es jedenfalls für weitaus wahrscheinlicher, daß es Gerechtigkeit gibt ( insbesondere in den Punkten, die Du erwähnt hast ) als in einer Neuauflage Großen Koalition mit Mutti Merkel wo die SPD dann jeden Sozialabbau brav abnicken muss ( um mitregieren zu " dürfen " )

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Kommentar von livechat
06.02.2017, 00:58

Fazit: dieser Schulz ist wie all die anderen sPD-Bosse ein Blender, ein bloßer Windbeutel, mehr nicht.

So ist es. Danke.

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Kommentar von Kuestenflieger
06.02.2017, 18:35

! sollte der euro schulz verantwortung übernehmen wird wohl doch die agenda 2010 aufgelöst ;  jeder bekommt dann nach schulpflicht mindest 15,60€ , braucht nichts tun dafür .  so klangen seine worte dazu ,bisher .

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Es könnte ein guter Beginn für einen langen Weg dahin sein. Was mir sauer aufstößt, das ist die Freundschaft zwischen Schulz und Junker, dem Superobersteuertrickser der Multinationalen Konzerne. 

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Wie kommst Du darauf? Was genau hat denn ausgerechnet Herr Schulz bislang für soziale Gerechtigkeit getan? Und warum sollte Herr Schulz als Kanzlerkandidat plötzlich einen anderen Kurs verfolgen?

Ist man denn als Regierungspartei neuerdings an Wahlversprechen gebunden? Sind etwa die Spielregeln geändert worden? Warum sagt mir da keiner Bescheid?

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Kommentar von ArnoldBentheim
05.02.2017, 21:30

Warum sagt mir da keiner Bescheid?

Bescheid!  :-))

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gäbe es dann endlich in Deutschland soziale Gerechtigkeit ?

Dieser Schulz redet ununterbrochen von "sozialer Gerechtigkeit".

Die Wahrheit ist: Der Schulz steht für Niedriglöhne, Altersarmut (Rentensenkung u.Rentenabschläge), Aufstocker, Ein EURO Jobler, usw. Ein Wort: Agenda 2010. Wie Schröder, Steinmeier, Müntefering und Konsorten. Inkl. die Grünen.

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Kommentar von jerkfun
06.02.2017, 12:45

Richtig ! Wahlkampf,heisse Luft! Selbst wenn er es ernst meint,wo sollen die Mehrausgaben kompensiert werden? Und einfach mal die Löhne anheben,per Gesetz ..niemals.Die Tarifautonomie wagt der nicht anzugreifen,zumal es rechtlich außerordentlich schwierig wäre.

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Kommentar von eddiepoole
06.02.2017, 18:38

richtig. vor den wahlen schwafelt die spd immer von sozialer gerechtigkeit und nach den wahlen werden wieder arbeitnehmerrechte zur schlachtbank geführt. eine widerliche zusammenrottung ist das.

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Sicherlich hat Schulz mit seiner einfachen Sprache Zugang zu den volkstümlichen Deutschen, also zur Mehrheit. Mit mittlerer Reife und Ex-Alkoholiker ist er auch einer "wie Du und ich".

Nach seiner Wahl wird er wahrscheinlich mit tollen Versprechungen und voller Elan für die "soziale Gerechtigkeit"  beginnen, wie Schröder 1998. ("Wenn es uns nicht gelingt, die Zahl der Arbeitslosen unter 3,5 Millionen zu senken, haben wir es nicht verdient ...") Aufgrund seiner Kompetenz wird er dann aber wohl scheitern, und uns mit einer neuen Agenda 2030 beglücken. 

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Fakt ist, dass nach der Bundestagswahl um Koalitionen verhandelt wird.

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Was ist das überhaupt konkret? Reden ist gut, handeln ist besser. Zum Steuer erhöhen waren die Roten immer bereit.

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"Gerechtigkeit" empfindet jeder anders.

Außer bei der Verteilung des Verstandes werden sich viele Bürger "ungerecht behandelt" fühlen,

es ist also nur Neidgeschwafel,  um Stimmen zu erschwindeln....

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Soziale Gerechtigkeit ist doch längst Realität in Deutschland. 

  • gesetzliche Krankenversicherung
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • bezahlter Urlaub
  • kostenfreie Bildung
  • Rentenversicherung 
  • BAföG
  • Elterngeld 
  • Bausparförderung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Förderung betrieblicher Altersvorsorge 
  • Pflegeversicherung 
  • kostenfreier Nachhilfeunterricht für Bedürftige 
  • etc. 

Besser geht es doch eigentlich gar nicht. 

In den SPD-geführten Bundesländern ist die Arbeitslosenquote übrigens immer hoch. Mal ganz zu schweigen von der Landesverschuldung, die hier in NRW aktuell bei ca. 181,11 Milliarden Euro liegt – trotz Rekordsteuereinnahmen. Ist das deine Auffassung von sozialer Gerechtigkeit? 

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Kommentar von woflx
07.02.2017, 00:00

Die Realität scheinst Du nicht wirklich zu kennen. Ein paar Beispiele:

"Lohnfortzahlung im Krankheitsfall" - gibt es natürlich nur für die, die auch einen festen Job haben. Wer bei der Zeitarbeit ist, bekommt dann schnell mal die Kündigung.

"bezahlter Urlaub" - genauso, schön für Leute mit unbefristetem Job, der Hartz-4-ler darf alle naselang im Amt antanzen, Zeitarbeiter können froh sein, wenn sie 4 Wochen im voraus halbwegs sicher wissen, ob sie überhaupt Urlaub nehmen können.

"kostenfreie Bildung" - ja klar, man kann sich von Abitur bis Studium durchschleifen lassen, wenn man dann aber seinen Bätschler in Irgendwasmitmedien in der Tasche hat, merkt man erst auf dem Arbeitsamt, was dieser Wisch wert ist: Mit etwas Glück bekommt man einen Job als Erntehelfer.

usw. usw.

Und nein, ein Martin Schulz denkt nicht im Traum daran, an all diesen Verhältnissen irgend etwas zu verbessern, ganz im Gegenteil.

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