Gibt es in der Kritischen Phase noch einen weg zurück? Alkoholsucht

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6 Antworten

Hallo, Ich bin selber seit nunmehr 20 Jahren trockener Alkoholiker, also ich trinke seit 20 jahren nicht mehr. aber wenn ich jetzt auch nur einen Schluck trinken würde wäre ich an mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder " drauf ". Du hast selber gesagt das Du nach einem Bier ein extremes Verlangen nach weiterem Alkohol hattest, das sind untrügliche Zeichen. Das Händezittern ist nicht der Kreislauf, das ist Entzug aber ich denke insgeheim weißt Du es selber. Aus dieser wie Du schreibst kritischen Phase gibt es unbedingt ein zurück, aber nicht zum normalen Konsum sondern nur zur Abstinenz. Der andere Weg wäre fatal und führt nach unten. Sorry, ich will hier nicht Moral predigen oder klugscheißern aber auch nichts schön reden. Mein Leben ohne Alk ist gut bis normal, ich habe keine Probleme mehr und es fehlt mir nichts. Im Gegenteil, wenn ich andere nach Alkoholkosum am anderen morgen jammern höre habe ich ein Topgefühl, keine Schadenfreude aber die Gewissheit das mir das nicht mehr passiert weil ich dies " Schmerzen " ja kenne. Hör ganz auf und nach kurzer Zeit wirst Du merken das Dir nichts fehlt. Möchtest Du noch mehr Infos von mir, kein Problem. Alles Gute

was ist daran sooo unerträglich, keinen alkohol zu trinken. man kann auch ohne alkohol ein sehr zufriedenes leben führen, ohne gleich zum langweiler zu werden. man erlebt sein leben viel intensiver, weil man ohne suff viel mehr mitbekommt.

ich bin z.b. seit 12 jahren bei den guttemplern und seit 8 jahren mitglied. die helfen und unterstützen nicht nur die alkoholkranken, sondern kümmern sich auch sehr intensiv um deren partner. du solltest mal erleben, wieviel spaß wir haben, wenn wir feiern. es gibt viele verschiedene leckere getränke ohne alkohol; es muss ja nicht immer wasser sein.

nimm doch mal mit einer selbsthilfegruppe kontakt auf und lass dich beraten. du solltest auf alle fälle etwas tun, vor allem bei deinem familiären hintergrund.

Hallo Man kann sich sehr schnell in der kritischen Phase befinden (meistens ist es so das man das erst merkt wenn man erste Anzeichen an seinem Körper wiederfinden kann) Du solltest auf jeden fall aufhören zu trinken damit du nicht komplett süchtig wirst! Ich Rate dir nicht von heut auf morgen mit dem trinken auf zu hören (du würdest nach spätestens 2 Wochen wieder rückfällig)! Steiger es lieber das heißt: morgen trinkst du 3 Bier / die Woche drauf 2 dann nur noch 1 und das musst du dann halten ... Wenn du es nicht schaffst aufzuhören zu trinken würde ich dir Raten zu einer Beratung zu gehen! MfG luca

Nee, ich denke, das ist was ganz anders. Geh lieber zum Hausarzt und lasse Dich mal durchchecken. Das kann zu hoher Zucker oder Unterzucker sein, das kann ein Kreislaufproblem oder einfach Nervosität oder Arbeitsüberlastung sein. Die Ursachen können sehr unterschiedlicher Art sein ! Dein Alkoholproblem ist leicht, wenn statt stärkerem Bier eines mit weniger Alkohol gewählt und das auch nur dann getrunken wird, wenn Entspannung angesagt ist. Keine starken Sachen dazwischen und am besten auf 1 Flasche reduzieren: Wer aus der Flasche trinkt, nimmt kleine Schlucke und hat länger davon - aus dem Glas trinkt man viel zu viel. Niemals trinken, wenn ein Fahrzeug oder Maschinen bedient werden - wozu auch eine Säge oder Rasenmäher gehört..

Hallo, ich bin trockener Alkoholiker und verstehe dich. Ich kenne diesen sehr starken Drang nach mehr Alkohol. Wenn man diesen Drang hat, ist man süchtig. Deshalb wirst du deinen Konsum nicht mehr normalisieren können. Informiere dich bitte intensiver über dich und deine Krankheit, sodass du dir auch eingestehen kannst, dass du süchtig bist.Suche dir auch professionelle Hilfe, schaden kann es nicht. Und dass du eine Woche ohne Alkohol auskommst ist ganz normal und spricht eher für, als gegen eine Sucht.

ThomasO87 03.07.2013, 16:45

Ich hätte vieleicht noch dazu schreiben sollen, dass Vater und beide Opas sowie auch einige Cousins / Onkel Alkoholiker sind / waren. Also da besteht eine gewisse Vorbelastung. Mein Vater hatte mich auch letzten Monat auf das Thema angesprochen, und sagte mir, als er damals seinen Entzug gemacht hat, habe ihm der Therapeut damals gesagt er müsste auf mich sehr aufpassen(Er hat wohl fragen zum Wesen von mir und meinem Bruder gestellt bekommen)

Jetzt im moment kann ich den Gedanken, das ich nie wieder in meinem Leben Alkohol trinken darf nicht ertragen.

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gallardotuner98 03.07.2013, 18:39
@ThomasO87

Hey, finde es wirklich klasse, dass du dich nicht selbst belügst und Hilfe willst. Dass du dich nicht damit anfreunden kannst, dass du nie wieder trinken darfst, gehört zur Sucht und ist ganz normal. Deshalb ist es auch meistens so, dass Betroffene lernen, dass sie nur diese 24h Stunden nichts trinken, was Morgen ist, ist völlig egal. Und am nächsten Tag das gleiche. So kann man sich ein wenig austricksen. Mit der Zeit versteht man warum man nicht mehr trinken kann und dass alles viel besser ohne Alkohol ist. Lass dich nicht von dem Gedanken aufhalten und ignoriere ihn vorerst. Auch wenn der Gedanke sich unerträglich anfühlt, wird er mit der Zeit immer schwächer.

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Wenn du es willst, gibt es immer einen Weg zurück. Aber man sollte nicht auf einmal aufhören, reduzieren macht hier mehr Sinn und die Rückfälligkeit sinkt drastisch.

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