Gibt es in der freien Natur Wildnis übergewichtige fettleibige Tiere?

13 Antworten

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Hallo du Glueckspilz ;)

die meisten Tiere müssen für ihr Futter und ihr Überleben kämpfen.

Im Gegensatz zu uns leben sie nicht im Überfluss und können 2x täglich bei McDonalds einen doppelte Cheeseburger verdrücken, wenn ihnen danach ist. Obwohl ein paar clevere Tierarten gelernt haben ihr Futter sinnvoll einzuteilen (beispielsweise Krähen) futtern die meisten das weg, was sie bekommen können.

Bekommt ein Tier durch günstige Umweltbedingungen eine Hülle und Fülle an leicht beschaffbaren Nahrungquellen geboten, kann es natürlich passieren, dass es in ungesunder Weise immer mehr an Fettgewebe zunimmt. Der Unterschied zu uns Menschen ist an diesem Punkt, dass seine Überlebenschancen dadurch deutlich stärker eingegrenzt werden. Wir haben quasi keine natürlichen Feine. Beim Rest des Tierreichs ist das in aller Regel anders. Es bedrohen entweder Fressfeinde oder Konkurrenten die Existenz geschwächter / beeinträchtigter Tiere. Bekommt ein Tier also zuviel zu futtern, läuft das darauf hinaus, dass es weniger futtern kann und wieder abnimmt. Aus diesem Grund findest du dieses große Maß an Übergewicht fast ausschließlich beim Menschen und beobachtest in der freien(!) Natur überwiegend "gutgebaute" Tiere. Dicke Katzen und Hunde sieht man ja leider nur allzu oft.

Zusätzlich fragst du allerdings auch nach den genetischen Faktoren. Mittlerweile ist ja schon länger erwiesen, dass Fettleibigkeit beim Menschen auch genetisch bedingt sein kann. Mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, bei dem eine genetische Ursache bei anderen Tieren zu extremer Fettleibigkeit aufgetreten ist aber ich halte es für gut möglich, dass vor allem bei "höheren" / komplexeren Tieren eine Form von Stoffwechselstörung auftreten kann, die dafür sorgt, dass ein überdurchschnittlich großer Teil des aufgenommenen Fette eingelagert und nicht verwertet werden kann.

Dass wir diesen Fall aber anscheinend selten beobachten kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Erbkrankheit häufig auftritt.

Lieben Gruß =)

fette löwen gibt es in der tat, weil diese viecher auch alles in sich reinstopfen. in diesem zustand können sie natürlich nicht mehr jagen. daher ist diese form eines fetten tieres nur temporär. anders geht es auch nicht, weil sie sonst verhungern würden. allerdings und gerade bei löwen, welche im rudel jagen, kann das ein oder andere exemplar wirklich fett sein und von den anderen quasi durchgefüttert werden. soll bei männlichen löwen hier und da vorkommen.

echte genetisch bedingte adipositas im sinne einer erkrankung ist übrigens beim menschen sehr sehr selten. ich würde schätzen, daß es weltweit vielleicht einige hundert menschen gibt mit dieser sache. das speichern überflüssiger nahrung/kalorien als fett ist jedem säugetier anheim, und für vitaminspeicherung etc auch wichtig.

tiere haben das problem, daß sie nicht im überfluss leben und daher selbst bei genetischer prädisposition einfach nicht genügend essen finden, um überhaupt fett werden zu können. und wie oben erwähnt, kann ein fettes tier nicht mehr optimal jagen, und würde sich selbst aussortieren, bzw schlanker werden müssen.

Die sterben, bevor sie zu Fett werden könnten. Wer Fett ist, kann nicht jagen, nicht fliehen usw.

Also wenn mal ein Nahrungsüberangebot herrscht, kann das bestimmt vorkommen. Aber es verkürzt das Leben doch enorm ;).

Die meisten Tiere haben aber schon genug zu tun, überhaupt ein ordentliches Gewicht zu halten und nicht zu wenig zu wiegen. Im Normalfall übertreiben sie es auch nicht, wenn es mal möglich wäre.

aha.

und was ist mit sozial lebenden tieren?

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die meisten tiere haben ein sehr gutes hungergefühl...erkennbar bei vielen (nicht allen) hauskatzen...die katze meiner freundin frisst wirklich nur so viel wie sie hunger hat...auch wenn man ihr mehr essen hinstellt, dann frisst sie nur so viel wie sie tatsächlich braucht...wenn du jetzt aber einer katze sterilisierst bzw nen kater kastrierst werden auch diese katzen mehr fressen (hormonhaushalt) ...hunde hingegen haben quasi keine grenze beim fressen und neigen (sowohl mit kastration als auch ohne) eher zur fettleibigkeit, da sie fressen, fressen, fressen, fressen...und ich denke dass die meisten tiere in der freien natur ebenfalls über ihren hormonhaushalt so gesteuert werden, dass sie nur so viel fressen wie sie brauchen (außer natürlich bei tieren, die sich für die kalte jahreszeit eine ordentliche fettschicht anfressen müssen) zudem sind die meisten tiere den ganzen tag damit beschäftigt überhaupt genügend fressen zu finden...und sie bewegen sich auch viel, selbst wenn ein überangebot herrscht...

kann es nicht einfach passieren das katzen einen genetischen defekt haben und "normal" fressen und trotzdem fett sind. bei menschen soll es ja sowas geben...genetisch bedingte fettleibigkeit

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Bedeutend seltener als bei Menschen, aber in schmutzigen Städten kann man schon mal eine zu fette Ratte begegnen. So freie Natur ist das allerdings nicht. Wenn ein Wildtier zu fett ist, dann liegt das gewöhnlich an einer Stoffwechselkrankheit und weniger an Fehlverhalten, wenn ein Mensch zu fett wird, kommen die Stoffwechselstörungen erst hinzu.

Winterspeck ist nicht zu fett, sondern eine notwendige Überlebensmöglichkeit.

Nur ist es eben so: Gibt es mehr Nahrung, dann vermehren sich diese Tiere schneller, so dass es eben nicht lange mehr Nahrung gibt. Die Vermehrung kostet auch Energie und danach der vermehrte Kampf gegen die Konkurrenten.

Die Natur funktioniert so, dass zuerst die Anzahl Individuen erhöht wird, erst danach wird der Fettvorrat angelegt, wenn überhaupt, denn allzu lange hält kein Überangebot an.

In der Kultur is das anders: Menschen bekommen sogar weniger Kinder ab einem gewissen Wohlstand, wenn dies nicht vom Staat gefördert wird, z.B. mit Kinderzulagen.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass Fettleibigkeit durch Völlerei bei anderen Tieren als dem Mensch sehr selten vorkommen.

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