Gibt es in der Bibel auch bösartige Regeln?

23 Antworten

Mir sind keine bösartigen Regeln bekannt, die die Bibel für Christen (Nachfolger von Jesus Christus, der in seinem irdischen Leben niemals gekämpft, angegriffen oder gemordet hat) aufstellt.

Viele sogenannte Kriege und Streitigkeiten von (angeblichen) Christen haben mit menschlichen Schwächen zu tun: Machtstreben, Politik, wirtschaftliche Vorteile, Eitelkeiten, Hass usw. Ein gutes Beispiel dafür sind die Kreuzzüge. Obwohl der Papst völlig antichristlich und antibiblisch behauptete, dass alle, die an den Kreuzzügen teilnehmen, völlige Sündenvergebung erhalten und gerade deshalb viele Menschen begeistert grausame Taten während der Kreuzzüge vollbrachten, gibt es heute immer noch Menschen, die denken, dass Christen etwas mit dem Kreuzzügen zu tun hatten. Dabei waren das keine Christen- zumindest keine Christen, die sich auch nur annähernd auf die Bibel stützen konnten.

Christen sollten sich nach der Lehre der Bibel folgendermaßen verhalten:

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

"Ich aber sage euch:

Liebt

eure

Feinde

, und betet für die, die euch verfolgen."

(Matthäus 5,44)

"Doch

liebt

eure

Feinde

, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen!"

(Lukas 6,35)

"Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz "Du sollst deinen Nächstenlieben wie dich selbst" nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht." (Jakobus 2,8)

Ziemlich provozierende Frage.

Ich habe verschiedene Kirchen ausprobiert. Und ich habe dadurch gelernt, daß Freikirchen meist manipulieren. Sie erwähnen bewusst bestimmte Passagen. Immer und immer wieder.

Die Bibel hat durchaus Stellen, die viele als grausam empfinden. Da ich mich damit  beschäftigt habe kann ich sagen, daß ich sie nicht grausam finde. Nehmen wir ein Beispiel im Alten Testament. Gott erschuf die Erde und nach einiger Zeit schickte er eine Sintflut. Er war enttäuscht von den Menschen und was sie aus seiner Erde machten. Vorher gab er jedoch Anweisungen. Die Arche Noah.Später wird ihm klar, daß es vielleicht doch nicht so klug war.

Im Grunde erzählt uns die Bibel, es gibt gute und schlechte Menschen. Wenn man sich an die 10 Gebote hält lebt man christlich. Es gleicht sich wohl insgesamt aus.

Eine andere Stelle erzählt wie Gott eine Person testet. Wie sehr er sich auf ihn verlassen kann. Er schickt ihn auf einen Berg und er soll soll eigenes Kind opfern. Er geht wirklich los mit seinem Sohn. Bevor er seinen Sohn opfert stoppt ihn Gott. Es war nur ein Test, er sollte es nicht wirklich tun.

Es gibt sogar eine Bibel für Frauen. Die ist anders geschrieben. Wurde mir jetzt empfohlen. Wenn man z.B. traumatisiert ist kann man manches nicht lesen. Man interpretiert die eigenen Geschichte rein. Freikirchen nutzen das schamlos aus. Ich bin traumatisiert, aber in Behandlung und in Seelsorge. Als ich Probleme in der Freikirche bekam und mich manipuliert fühlte ging ich nicht mehr hin. Ein Pfarrer, mit dem ich befreundet bin hat einen Begriff nachgelesen in der Bibel. Es stellte sich raus, sie hatten gezielt ein Wort jeden Sonntag erwähnt. Züchtigung. Wenn man als Kind geschlagen wurde will man dieses Wort nicht jeden Sonntag hören. Wir haben rausgefunden, daß er die Stellen lesen kann ohne Probleme damit zu kriegen. Aber er würde sie nie jeden Sonntag in die Predigt einbauen.

Wenn man die Bibel allein liest interpretiert sie jeder anders.

Die Bibel wird nicht umsonst immer noch gelesen. Viele Menschen glauben, Besitz ist wichtig. Was der Nachbar über uns denkt. Und sorry, aber bei manchen Menschen denke ich: lies sie lieber nicht. Du kapierst sie eh nicht.

Wenn man die Bibel nicht versteht liegt es an einem selbst. Man ist nicht offen dafür. Hat Vorurteile und will nichts annehmen.

Allerdings habe ich das Gefühl, hier schreibt wieder jemand, der gegen die Bibel ist. Aber ich habe trotzdem ausführlich geantwortet. Es ernst genommen und meine Meinung geäußert. Sinnvoller wäre es die Bibel selber zu lesen. Und seine eigene Meinung zu bilden.

"Freikirchen nutzen das schamlos aus."

Sorry, aber es gibt nicht "die Freikirchen". Es mag freikirchliche Gemeinden geben, die hilfesuchende Menschen ausnutzen. Das sagt aber nichts über andere freikirchliche Gemeinden aus, sondern nur über die jeweilige einzelne Gemeinde.

Ich weiß was Du meinst und es ist wirklich schlimm, wenn Menschen die Schwächen anderer zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen (viele Kirchgänger = viele Spenden - im besten Fall). Ich bin da auch sehr skeptisch. Wenn ich mal eine fremde Gemeinde beusche, schaue ich mir sehr genau an, was da läuft und auch was da gepredigt wird. Da sind eine Menge Scharlatane und Betrüger unterwegs. Aber man muss auf der Hut sein. Das gilt aber für alle Vereinigungen, nicht nur religiöse. Es gibt auch genügend esotherische Sekten, die Leute hemmungslos ausnehmen und in den Selbstmord treiben.

In meiner Kirche achtet der Pastor sehr genau darauf, wenn Kirchgänger psychische Probleme haben. Er nimmt sie gesondert beiseite und kümmert sich sehr um sie, vermittelt auch ärztliche HIlfe. Bei uns wird niemand zu etwas gedrängt oder überredet. Ich achte sehr auf solche Details und suche das Weite, sobald ich Manipulationsversuche wittere.

Eine Nachbargemeinde, die ich vor ein paar Wochen mal ausprobiert habe, war mir so suspekt, dass wir dort nach einem Einzigen Besuch nie wieder aufgetaucht sind.

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Was ist denn "bösartig"?

Um etwas als bösartig bezeichnen zu können, bedarf es ja zunächst mal einer Definition und einem Kontext.

Dann wäre da noch festzustellen, was jeweils als Regel zu verstehen ist, wer sie zu befolgen hat (und warum) und nicht zuletzt von wem sie überhaupt aufgestellt wurde bzw. warum sie in der Bibel steht.

Es stehen zum Beispiel auch Regeln und Bräuche der Babylonier oder der Bewohner von Sodom und Gomorra in der Bibel. Das bedeutet aber längst nicht, dass diese Regeln von Christen zu befolgen wären.

Wenn also z.B. davon die Rede ist, man solle seine Tochter Gästen "zur Verfügung stellen" gehört das sicherlich nicht zu den Regeln, die Christen befolgen sollten, steht aber trotzdem in der Bibel. Darum muss man mit vermeintlich provokanten Zitaten aus der Bibel vorsichtig sein. Sie sind zumeist aus dem Kontext gerissen. Leider gilt das manchmal auch für schlechte Predigten.

Bibeltreu heißt eben nicht, jeden Unsinn zu treiben, von dem in der Bibel manchmal die Rede ist. Wichtig ist, zu erkennen, was die Bibel uns wirklich sagen will. Dazu genügt es meistens nicht, sie einfach nur zu lesen. Man muss sie auch verstehen. Die Bibel aber wirklich zu verstehen ist ein anstrengender und langwieriger Prozess. Wenn man diesen selbst nicht bewerkstelligen kann oder will, ist man auf die Hilfe Dritter angewiesen und muss das Glück haben an die richtigen Helfer zu geraten.

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