Gibt es Ideologien, die mehr wollen als Menscherechte, nämliche eine darübergesetzes Recht dieser speziellen Ideologie?

welche Rechte meinst du denn? Mir kommen da zum Beispiel Rechte für Primaten in den Sinn.

Ich dachte eh nur an Ideologische oder Religiöse Gruppen, und Rechte auf die menschl. Gesellschaft bezogen, nicht Tiere oder Umwelt, obwohl auch wichtig.

4 Antworten

Ich würde sagen, grundsätzlich wollen alle Ideologien die Menschenrechte durchsetzen.

Manche direkt und nach heutigem Verständnis, so z.B. Kommunismus, Liberalismus etc.

Manche nach eigener Interpretation und/oder nur für diejenigen, die in ihren Augen "echte" Menschen sind, z.B. sehr rechte Ideologien wollen eine gewisse Ungelichbehandlung, eine Unterdrückung anderer Menschen, was in ihren Augen aber wahrscheinlich auch völlig nach den Menschenrechten ist, für Aussenstehende jedoch nicht; siehe z.B. Nationalsozialismus, Faschismus etc.

Und dann gibt es noch die, die die Menschenrechte erweitern, so z.B. verschiedene anarchistische Strömungen, die zusätzlich noch weiteres fordern, so zum Beispiel den Schutz vor Herrschaft etc.

Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig interpretiert. Die Antwort gibt lediglich meine Einschätzung und nicht unbedingt die genaue Sachlage wieder.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mehr linke Politik und ein bisschen Kommunismus schadet nie

Es gibt nichts was über Menschenrechten steht, wenn man mal vor dem Umweltschutz absieht, aber auch Umwelt- und Naturschutz ist Menschenschutz. Denn unsere Umwelt ist unsere Mitwelt und wir können ohne sie nicht leben.

Die ganzen rechten Gruppen gehen von der Ungleichheit des Menschen aus und beanspruchen für sich mehr als diese Rechte für alle. Herrenrasse, Untermenschen dies das

Das ist eine passendes Beispiel. Nazirechte würde gegen Menschenrechte sein. Das wäre schlimmste Gruppe.

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Anarchisten (linksextrem) lehnen die Herrschaft von Menschen über Menschen generell ab. Näheres erfährst du im Verfassungsschutzbericht (S. 152 und S. 149):

Anarchisten lehnen die Herrschaft von Menschen über andere Menschen ab. Das beinhaltet jede Form staatlicher Hoheitsgewalt, auch die innerhalb freiheitlicher Demokratien. Im Anarchismus gibt es verschiedene Strömungen, die sich ideologisch oder durch ihren Organisationsgrad unterscheiden lassen. Eher organisationsfeindliche, stark gewaltorientierte Anarchisten wollen den demokratischen Rechtsstaat bereits jetzt unmittelbar angreifen und gewaltsam zerschlagen. Die Übergänge zum autonomen Spektrum sind hier fließend. (...)
Im Gegensatz dazu setzen sich Anarchisten die Abschaffung jeder Form menschlicher Herrschaft über andere Menschen zum Ziel. Den Sozialismus lehnen sie dabei genauso ab wie den „Historischen Materialismus“. Anarchisten sind konsequent staatsfeindlich und wollen den Parlamentarismus unmittelbar durch eine „basisdemokratisch“ organisierte Gesellschaft ersetzen.
Einig sind sich Kommunisten und Anarchisten bei der Bekämpfung des „Kapitalismus“ – verstanden als untrennbare Einheit von marktwirtschaftlicher Eigentumsordnung und demokratischem Rechtsstaat, welche allein der Erhaltung von Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen diene. Wenn sie den „Kapitalismus“ adressieren, meinen Linksextremisten damit immer auch die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die als notwendig erachtete Überwindung des „Kapitalismus“ könne nicht durch politische Reformen, sondern nur durch einen Umsturz der bisherigen Staats- und Gesellschaftsordnung erfolgen.

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