Gibt es Hyperaktivität bei Neugeborenen?

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5 Antworten

Im Säuglings- und Kleinkindalter lässt sich die Frage nach dem, was "normal" ist, nur schwer beantworten. Die Bandbreite in der Entwicklung ist von Kind zu Kind so unterschiedlich, dass ernsthafte Diagnosen kaum möglich sind.

Hyperaktivität an sich ist auch nicht zwingend eine Störung oder gar gleichzusetzen mit ADHS. Sie kann Ausdruck ganz unterschiedlicher Ausgangslagen sein, unter anderem auch von hoher Intelligenz oder besonderer motorischer Geschicklichkeit.

Das Kind deiner Schwester zeigt ja z.B. nicht nur einen hohen Aktivitätslevel, sondern auch ausgeprägte körperliche und motorische Fähigkeiten. 

Unbestritten ist, dass ein solch aktives Kind für die Eltern sehr anstrengend ist. Das eigene Ruhebedürfnis kommt permanent zu kurz, was dazu führt, dass das Nervenkostüm nicht das beste ist. Das führt zu Stress bei den Eltern, welcher sich leider auch auf das Kind überträgt und dadurch den Aktivitätslevel noch erhöhen kann.

Ihr solltet versuchen, das Verhalten des Kindes nicht als pathologisch zu betrachten und nach den Kriterien "normal" oder "unnormal" zu bewerten. Das ist angesichts vieler anderer Kinder im Umfeld, die sich möglicherweise ganz anders entwickeln, schwierig, aber ungemein hilfreich im Umgang mit dem Kind. 

Gleichzeitig solltet ihr zusehen, soviel Entlastung für deine Schwester zu schaffen, wie möglich: Ein paar Stunden ungestörter Schlaf oder eine entspannte Auszeit in einem Café, vor dem Fernseher (ohne Kind!) oder beim Shoppen entspannen deutlich. Je öfter ihr das ermöglicht, desto mehr Kraft kann deine Schwester schöpfen, um mit ihren aktiven Kind umzugehen.

Im Umgang mit dem Kind ist besondere Ruhe gefragt. Auch das sagt sich leichter, als es ist, ist aber wichtig. Lieder singen, Babymassagen, Körperkontakt durch Tragen können hier helfen. Vermeidet gleichzeitig, dem Kind auf Distanz Dinge zuzurufen, laut und hektisch zu werden. Und: Unbedingt den Fernseher oder das Smartphone vermeiden, auch wenn das möglicherweise eine erfolgreiche Möglichkeit wäre, das Kind für ein Weilchen ruhigzustellen. 

Diese Ruhe funktioniert nur scheinbar, stattdessen werden die schnellen Bildwechsel den Aktivitätslevel auf Dauer nur erhöhen. 

Tipp: Findet einen Osteopathen, der auf Babys spezialisiert ist. Er kennt wundervolle Bewegungsübungen, die das Kind entspannen können.

Eine einigermaßen gesicherte Diagnose - in welche Richtung auch immer - wird in aller Regel erst mit dem Schulalter erfolgen können. 

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Das ist normal, mein Kamikaze bewegt sich auch sobald er wach ist und ich muss permanent aufpassen, dass er nichts anstellt bzw. wenn sich neue Gefahrenquellen auftun muss ich die beseitigen. Manche Babys entwickeln sich schneller, andere langsamer. Deine Schwester hoffentlich die ganzen fälligen Untersuchungen im ersten Lebensjahr machen lassen und hätte das längst beim Kinderarzt ansprechen können.

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Hyperaktivität? Babys sind eben keine trägen Erwachsenen, sie wollen alles wissen, alles sehen, alles ausprobieren... Das Baby ist zwar früh dran in seiner Entwicklung, aber man kann auf keinen Fall bereits eine Diagnose in diese Richtung stellen. Wird man mit 2, 2 1/2 sehen, ob es sich auch länger mit etwas beschäftigt oder ständig nur am toben ist, dann kann man darüber nachdenken.

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Es ist eben ein sehr aktives Kind. Von Hyperaktivität würde ich nun nicht sprechen.

Wird mit dem Kind denn auch mal Ruhiges gespielt?

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Motorisch relativ flott, aber total normal.

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