Gibt es Hunde die ihren Besitzer angreifen auch wenn der Besitzer immer nett war?

8 Antworten

Es ist die Frage wie man nett definiert. Wenn es nett gemeint ist, das der Hund immer in der Familienbande als Untertan angesehen wird und demnach auch so behandelt wird, dann ja.

Nein nicht Mastiffs greifen doch nur ihre Besitzer an.

Auch andere Hunde greifen ihre Besitzer an, wenn diese keine Ahnung von Hunden haben.

Gerade solche Aussagen wie Rangordnungsgedönse sind antiquiert und führen in der Mensch-Hund-Beziehung zu Missverständnissen.

Ich bin immer nett und gelte für alle meine Hunde als Vertrauensperson, ich bin der Fels in der Brandung, bei Angst sowie bei Unsicherheit. Ich werde auch nicht böse, wenn der Hund knurrt oder bellt, was sich in der Regel bei mir oftmals selbst löst oder aber wenn der Hund zu mir kommt er erst damit anfängt, weil ich es eben als Kommunikation und nicht als Aggression betrachte.

Verbiete ich einem Hund die Kommunikation in Form von knurren/bellen, wird der Hund zwangsläufig nicht mehr knurren/bellen, aber dafür direkt beissen.

Ich habe z.B. einen Hund bekommen, der keinerlei Lautäusserungen zeigte, habe allerdings eine starke Unsicherheit gegenüber Artgenossen bemerkt. Nach einiger Zeit hat dieser Hund angefangen zu bellen, wenn ihm ein anderer Hund zu nahe gekommen ist. Ich habe das begrüßt und war froh, das er sich nun mitteilt. So haben wir dann gemeinsam an dem Problem nämlich der Ursache des Verhaltens, der Unsicherheit gegenüber Artgenossen gearbeitet und auch das bellen hat sich von selbst aufgelöst.

Heute bellt er noch wenn er z.B. einen Hubschrauber am Himmel sieht oder einen Zeppelin. Dann kommt er zu mir, drückt sich an mein Bein, bellt zum Himmel, schaut mich an, bellt wieder zum Himmel und wenn ich dann sage:"Ich hab das auch gesehen, das ist gleich wieder weg!", dann bleibt er noch bei mir bis es auch weg ist, bellt aber nicht mehr.

Die Ursache dessen liegt in seiner Vergangenheit begründet. Jedesmal wenn der Hund im Garten (er wurde ausschließlich im Garten gehalten) gebellt hat, hat der Besitzer auf ein Knöpfchen gedrückt und der Hund kriegte einen Stromschlag.

Das der Hund aber nur gebellt hat, weil er durch die Geräusche am Himmel verunsichert war, das wurde nicht wahrgenommen und interessierte auch niemanden.

Genauso bin ich auch.

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@Adrian00299

Dann bräuchtest Du Dir eigentlich auch keine Sorgen zu machen. ;-)

Es sei denn natürlich der Hund ist krank und beißt z.B. weil er starke Schmerzen hat. Dann kann natürlich auch der eigene Besitzer betroffen sein.

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@Elocin2910

Danke für die Warnung. Welchen Hund empfiehlst du mir als Anfänger?

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@Adrian00299

Such Dir einen Hund nicht nach seinem Aussehen aus, sondern nach seinen Eigenschaften. Zwar gibt es rassetypische Eigenschaften die man beachten sollte, allerdings hat doch jeder Hund seinen ganz eigenen liebenswerten Charakter.

Um nun herauszufinden welcher Hund für Dich geeignet ist als Anfänger, würde ich mal ins TH gehen und mir verschiedene Hundetypen ansehen.

Auch gibt es die Möglichkeit sich einen gut ausgebildeten Hundeverhaltenstherapeuten an die Hand zu nehmen und sich mit diesem gemeinsam zu beratschlagen.

Dieser kann Dich über rassetypische Eigenschaften aufklären und Dir sagen was es bei dem eventuellen Welpenkauf oder aber bei der Wahl des Hundes aus dem Th zu beachten gilt.

Möchtest Du z.B. keinen Hund der starkes jagdlich motiviertes Verhalten zeigt, so würde sich natürlich keine Rasse eigenen die eben diese Eigenschaft schon in die Wiege gelegt bekommen hat, wobei es natürlich auch dort wieder Hunde gibt, die es gar nicht so mit dem jagen haben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Hund eben dieses Verhalten zeigt ist natürlich höher als bei einem der eben nicht dazu gezüchtet worden ist.

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@Elocin2910

Verstehe was du meinst. Ich habe an einen golden retriver gedacht.

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Ein Guter Hundebesitzer kann nicht immer nett sein, denn auch bei einem Vierbeiner ist eine liebevolle, aber konsequente Erziehung nötig.

Nur mit "gutschi gutschi und lauter Leckerlien" erzieht man keinen Hund oder man lässt den Hund machen, dass er einem auf der Nase herumtanzt.

Ein Hund braucht klare Ansagen und das versteht der schneller als man denkt undnicht "ach mein Hund ist doch soo klein, den kann ich doch nicht streng erziehen",. Auch ein Hund der noch so klein ist ein Hund und muss erzogen werden, auch kleine "Kläffer"können beißen.

Ein Hund wird seinen Besitzer umso mehr lieben, wenn er richtig erzogen ist.

Dann kommt es darauf an, woher kommt der Hund. Ziehe ich den (vom Züchter als Welpe bekommen) von Anfang an groß, dass er mir gehorcht oder

kommt er aus zig Vorhänden, wo keiner weiß was der Hund vorher erlebt hat.

Dann kann der Halter trotzdem angegriffen werden, weil den Hund vielleicht irgendeine Geste und das Verhalten des Besitzers ihn an etwas erinnert.

Genau deshalb gehören bestimmte Hunderassen nicht in unerfahrene Hände.

Wenn du ''nett'' mit Schwäche assoziierst, dann gibt es da schon einige Hunde, die das ausnutzen. Das kommt halt immer auf den Charakter des Hundes an, manche bleiben auch lieb, wenn Herrchen/Frauchen nicht die Leitposition übernimmt.

Mastiffs greifen doch nur ihre Besitzer an

Diese Aussage ist kompletter Unsinn. 1. Gibt es auch gut erzogene und liebe Mastiffs und 2. Kommt es nicht auf die Rasse an, ob ein Hund auffällig wird. Der Halter ist schuld, wenn so etwas passiert, niemals der Hund!

Gruß

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