Gibt es heute noch deutsche Kriegsveteranen die damals auch Menschen töten mussten?

14 Antworten

Durchaus angemessen finde ich die Formulierung "töten müssen". Wir machen es uns heute zu leicht, zu behaupten, daß man eine Wahl gehabt hätte. Ja, vielleicht, wenn die Menschen geahnt hätten, auf was sie sich einlassen, als sie die Nationalsozialisten gewählt haben. Als diese aber erst die Macht in Händen hatten, wie viele Möglichkeiten hatten die Soldaten, nicht zu töten? Nicht zu schießen. Natürlich, sie hätten sich selbst töten lassen können - und die Familie eben ihrem Schicksal überlassen. Wer hätte so viel Kraft -damals gehabt oder würde sie heute haben? Es ist einfach, zu urteilen, wenn es bereits Geschichte ist, also zur Vergangenheit gehört. Und natürlich leben noch recht viele Menschen, die diesem Gewissenskonflikt ausgesetzt waren. Einige davon findest Du mit Sicherheit in Altersheimen. Ob diese alten Männer aber in der Lage sind, ihre Situation damals wirklich zu reflektieren -oder sich nicht inzwischen mit "Befehlsnotstand" - oder Notwehr zu verteidigen, bezweifle ich. Darum; überlege Dir sehr sorgfältig, welche Fragen Du stellen möchtest, die noch nicht beantwortet wurden. Von der Folgegeneration zumeist, die das unwahrscheinliche Glück hat, nie in einen solchen Gewissenskonflikt zu kommen. Und von der niemand weiß, wie jeder einzelne sich entschieden hätte - auch Du nicht.

Also von denen, die damals (im 2. WK) um die 40 und älter waren, gibt es wohl keine mehr - die müssten ja schon um die 100 oder noch älter sein. Von denen, die so zwischen 20 und 30 waren gibt es sicher noch viele. Es ist natürlich klar, dass viele aus Soldatenpflicht und reinem Überlebenstrieb getötet haben.

Interessant zu wissen wäre aber auch, ob es noch welche von denen gibt, die das Töten für ihre moralische oder/und ideologische Pflicht hielten, und die auch schon vor Kriegsausbruch am Töten der deutschen "Feinde" beteiligt waren und die später vielleicht nicht an der Front waren, um gegen die Alliierten zu kämpfen, wie so viele andere, die eigentlich recht wenig für die Nazi-Ideologie übrig hatten und nur um ihr Überleben kämpften.

Wenige waren das auf jeden Fall nicht. Ob diese - wenn es denn noch welche geben sollte, die nicht verurteilt wurden oder die ihre Strafe schon abgessen haben - traumatisiert sind und nachts nicht richtig schlafen können, wage ich zu bezweiflen. Viele sind ungeschoren davongekommen, weil man ihnen nichts nachweisen konnte oder sie einfach durch die Maschen fielen, und haben dann, als in den 60er Jahren der Wohlstand in Deutschland ausbrach, ein schönes Leben genossen, vielleicht bis auf den heutigen Tag.

Es gibt durchaus noch Veteranen des 2.Weltkrieges aller Kriegsparteien, gar nicht mal so wenig. Allein in den USA leben sogar noch um die 4 Mio. hab ich mal gelesen. Es leben sogar noch einige ganz wenige Veteranen des 1.Weltkrieges(!), die schon über 100 sind, das ist kein Scherz! Ich glaube 2 Briten und ein Kanadier. Allerdings nur aus der Entente, aus Deutschland lebt kein 1.Weltkriegs-Veteran mehr. In Deutschland gibt es aber noch 2.Weltkriegs-Veteranen. Ich habe als ich noch ein Kind war, einen über Achtzigjährigen kennengelernt, der noch im Krieg war. Für die Soldaten muss dass unendlich grausam gewesen sein. Waren längst nicht alle überzeugte Nazis, bei weitem nicht. Viele wollten nicht töten, hatten aber quasi keine Wahl: "Entweder schieß ich jetzt so weh es auch im Herzen tut, oder ich werde selbst getötet", dass muss unendlich grausam gewesen sein! Hab auf Youtube mal eine Reportage gesehen, wo ein Deutscher von seiner Zeit in der Normandie berichtet hat. Nach eigener Aussage hat er allein mit dem MG an dem einzigen Tag zwischen 2000-3000 Alliierte töten müssen, er hatte einfach keine Wahl, sonst wäre er wegen Fahnenflucht selbst hingerichtet worden oder wäre durch den Gegner getötet worden. Er hat abdrücken müssen, um sein eigenes Leben zu retten. Er hat das ein Leben lang nicht verkraften können. Ich hoffe, dass ich niemals in eine solche Situation geraten muss, wo einem einfach keine Wahl bleibt. Er hat sich später sogar mit einem ehemaligen GI angefreundet, der durch seine Kugeln verwundet wurde. Der Deutsche hatte zufällig ein Buch dieses Amis gelesen und ihm war aufgefallen, dass er genau aus der Stellung geschossen hat, an der der Ami laut Buch verwundet wurde, folglich nur er ihn hatte verwunden können. Daraufhin hat der Deutsche den Ami angeschrieben und ihm darüber berichtet, trotzalledem sind sie sogar Freunde geworden. Ich habe großen Respekt vor diesen beiden Männern, dass sie so aufeinander zugehen. Sie waren keine typischen Mörder, sie hatten das nicht gewollt, aber keine Wahl. Am Ende der Doku sind mir sogar die Tränen gekommen, als sie am Strand einander die Hände reichten. Die Doku ist sehr sehenswert. Youtube ist zur Zeit leider gestört. Wenn es wieder geht, gib folgenden Suchbegriff ein: "Die Todfeinde von Omaha Beach" (So hieß die Doku)

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