..Gibt es heute Armut in Deutschland?

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7 Antworten

Diese Art der  Armut ist auf jedenfall nicht mit der Armut,und deren Ausweite von anderen Ländern,wie z.B Indien,oder in Afrika..zu vergleichen.  

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Zweifelsfrei gibt es Armut in Deutschland. Nur zeigt sich diese nicht so gravierend wie z. B. in Indien, USA oder anderen Ländern. Das liegt eben daran, dass es bei uns ein soziales Netz gibt, welches die Armut etwas erträglicher macht. Viele schämen sich ihrer Armut und leben zurückgezogen. Ich sehe immer die Warteschlangen vor den Tafeln in unserer Stadt. Würden die Supermärkte und Discounter nicht hilfreich mit Lebensmitteln aushelfen, hätte manche Familie kaum etwas zu essen. Besonders betroffen sind die Kinder dieser Familien. Auch Rentner/innen sind von Altersarmut betroffen. Das aber liegt an der Einführung des Euro. Hatte ein Rentner zu DM Zeiten 2000.-DM an Rente im Monat, so konnte er nach Abzug seiner Fixkosten noch gut über die Runden kommen. Heute hat besagter Rentner 1000.--Euro im Monat. Zieht er davon seine Fixkosten ab, bleibt ihm kaum etwas zum leben. Das wird leider und gerne übersehen.

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Von Armut bedroht ist in Deutschland in Anlehnung an die Definition der Europäischen Union, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. In Deutschland sind das inklusive staatlicher Sozialleistungen bei Singles 980 Euro im Monat und bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern 2058 Euro im Monat.    

13 Millionen Menschen sind 2011 von Armut gefährdet gewesen. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil an der Gesamtbevölkerung von 15,8 auf 16,1 Prozent.

13 Millionen Menschen sind 2011 von Armut gefährdet gewesen. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil an der Gesamtbevölkerung von 15,8 auf 16,1 Prozent.Aktuelle Zahlen

In Deutschland liegt der Anteil der Kinder unter 15 Jahren, die von Armut betroffen sind, bei 15,7 Prozent.
In der Altersgruppe der 17- bis 64-jährigen sind knapp 18 Prozent der Frauen armutsgefährdet, aber nur 16 Prozent der Männer.
Bei Alleinerziehenden liegt die Armutsgefährdungsquote bei 35,2 % . Bei Arbeitslosen sind 69,2 Prozent von Armut bedroht, während diese Quote bei Erwerbstätigen nur bei 8,6 Prozent liegt.

Natürlich ist unsere Armut in Deutschland relativ gesehen eine andere als in Indien oder den Dritte-Welt-Ländern, allerdings sind dort auch die Lebenskosten anders. Natürlich haben wir wirklich ein soziales Netz - man muss nicht auf der Straße leben und auch nicht ohne Krankenversicherung.

Dass aber in manchen Städten die soziale Sicherung nur so weit geht, dir eine Bruchbude in einem sozial heruntergekommenen Viertel am Stadtrand oder in der Vorstadt  zu ermöglichen, ist auch kein Geheimnis.

Diese - statistische -  Armut hat nicht immer etwas mit Bildung zu tun hat oder mit mangelndem Bemühen um eine entsprechende Erwerbstätigkeit. 

Das wird uns allerdings nur zu gern von unseren Politikern erzählt. So nach dem Motto "Vom Tellerwäscher zum Millionär" für Jedermann.

Dass man in finanziell unattraktiven Arbeits- und Einkommensbedingungen "hängenbleibt", die vor allem einer schlechten Infrastruktur und einem sehr kinder- und familienunfreundlichen Arbeitsmarkt geschuldet sind, spricht nicht gerade für Deutschland als einen modernen Industriestaat.

Ich habe in der Zeit, in der ich meine beiden Söhne allein großgezogen habe, trotz Vollzeitjob als technische Mitarbeiterin oder direkt als Ingenieur nie genug verdient, um von dieser Grenze zum "Armutseinkommen" wirklich wegzukommen wenn man mal 200 € (für drei Personen) oberhalb dieser Grenze vernachlässigt. Und das trotz Wohnortvorteil Berlin.

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Hast du schon mal einen Obdachlosen irgendwo laufen/liegen sehen? Denkst du, der hat ein paar Tausender in der Tasche und lebt nur auf der Straße, weil das so schön ist?

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Kommentar von Bellaa1210
09.11.2015, 17:13

Man kann auch sachlich bleiben, ok? Natürlich sehe ich das. Und denk nicht, dass mir so etwas mit leid tut, jedoch kann man auch etwas dagegen unternehmen, denn auch ein Obdachloser hätte Anspruch auf ALG II.

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Kommentar von Bellaa1210
09.11.2015, 17:14

* ..., dass mir so etwas nicht leid tut, ...

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Kommentar von Gestiefelte
09.11.2015, 17:15

ok... Aber dann frag das doch vernünftig. Natürlich muss niemand in Deutschland arm sein. Aber es gibt sicher immer Härtefälle. Es gibt sicher genug Leute, die sich auf Hartz IV ausruhen, aber sicher auch Leute, die gerne arbeiten würden, es aber nicht können, weil sie einfach nixxx finden. Die jeden Euro umdrehen müssen.

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Kommentar von Bellaa1210
09.11.2015, 17:16

Da hast Du auch Recht, was auch sehr schade für die Leute ist!

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Warum fragst du das überhaupt, klingt ein wenig nach Hausaufgabe.

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Kommentar von Bellaa1210
09.11.2015, 17:20

Um ehrlich zu sein hat es auch etwas damit zu tun, jedoch wollte ich für mich selbst diese Frage schon mal im Hinterkopf beantwortet haben, da mich dieses Thema auch etwas beschäftigt.

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Es gibt Armut in deutschland .  Die frage ob man arm sein muss ist ein bisschen komisch .  Die meisten die arm sind haben keine wahl , die sind einfach arm .  

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Ja!
Morgen auch noch!

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