Gibt es "gute" Religionen?

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24 Antworten

Ich habe keine Ahnung, ob die Religion, der ich angehöre, diesen Maßstäben zu Deiner Zufriedenheit entspricht, aber ich will mal soweit es mir aufgrund meines Wissens möglich ist, darauf eingehen:

keinen Zwang oder eine Notwendigkeit, für die Auslebung verlangen

In der Religion, der ich angehöre, gibt es auch sowohl die 10 Gebote (siehe https://www.bibleserver.com/text/EU/2.Mose20,3-17 ), als auch das so genannte Wort der Weisheit (siehe https://www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/89?lang=deu ), das Gesetz des "Zehnten" (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Maleachi3,10 ) und aufbauende Tempelbündnisse, aber ob und inwiefern man sich daran hält, ist eine persönliche Angelegenheit, solange dadurch niemand anderes benachteiligt wird. Das bedeutet auch, dass, solange niemand anderes benachteiligt wird, einem auch niemand reinredet.

keine Strafe oder Belohnung für Ablehnung oder Annahme der jeweiligen Religion androhen

Das kommt sehr darauf an, was man unter einer Strafe versteht. In der Kirche, der ich angehöre, glaubt man nicht an eine Hölle, sondern an verschiedene Grade der Herrlichkeit. Je nachdem wie man lebt und welche Bündnisse man eingegangen und denen treu geblieben ist, wird man in die entsprechende Herrlichkeit gelangen, die dem entspricht, womit man aufgrund der eigenen Werte und Lebensweise am glücklichsten sein kann. Anders ausgedrückt erfordert eine höhere Herrlichkeit eine höhere Bündnistreue.

absolut friedfertig sind

nie zu Gewalttaten aufgerufen haben und welche auch noch nie zu irgendeiner Form von Gewalt oder Hass geführt haben

Das sind eigentlich zwei Punkte in einem. Vollkommen friedlich verlief die Geschichte der Kirche, der ich angehöre nicht. Das hat aber weit weniger damit zu tun, dass die Aggression von den Mitgliedern dieser Kirche ausging, sondern vielmehr damit, dass die Mitglieder insbesondere im ersten Jahrhundert des Bestehens dieser Kirche immer wieder verfolgt, verdrängt und sogar getötet wurden.

Die Anfeindungen, die von Mitgliedern dieser Kirche ausgingen, waren einzig und allein im Sinne der Selbstverteidigung in Bezug auf die Bedrohung des Lebens der Mitglieder dieser Kirche begründet, da es zu der entsprechenden Zeit einen Ausrottungsbefehl von Seiten der Regierung gab. Allerdings gab es zur entsprechenden Zeit auch ein schlimmes Missverständnis mit grauenvoller Konsequenz, welches als das "Mountain-Meadows-Massaker" bekannt wurde.

In der irrigen Annahme, dass es sich bei einer Gruppe von Siedlern, die trotz der Abriegelung Utahs, durch diese Region zogen, um die staatliche Armee handeln würde, welche die Mormonen vernichten sollte, griffen einige Mormonen zusammen mit dort lebenden Ureinwohnern diese Siedler an. Als dies jedoch bekannt wurde, versuchte man eine Beschwichtigung von Seiten der Kirche, da es sich um einen entsprechend grauenvollen Irrtum handelte.

Andersgläubige als absolut gleichwertige Wesen ansehen

Da Mormonen glauben, dass jeder Mensch ein ewiges Dasein erlangt und in eine Herrlichkeit im ewigen Dasein gelangt, in welcher jeder Mensch glücklich werden kann, sehe ich durchaus eine Gleichwertigkeit darin. 

Obwohl es wahr ist, dass nur Männer in dieser Kirche das Priestertum tragen, sieht man darin keine Ungleichheit zwischen Männern und Frauen, was die Wertigkeit betrifft, sondern im Gegenteil ist dieses Priestertum keine Ehre, sondern eine Aufgabe mit entsprechender Verantwortung. Ansonsten ist vielleicht "Die Familie - Eine Proklamation an die Welt" eine interessante Lektüre.

Frieden suggerieren

Was meinst Du mit "suggerieren"? Für Mormonen ist nicht allein der christliche Glaube wichtig, wie dieser in der Bibel vertreten wird, sondern ebenso, dass man wie in einer großen liebevollen Familie in uneigennütziger Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft lebt, denn wie in der Bibel bereits steht, ist der Glaube ohne Werke "tot" (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Jakobus2,14-26 ) und selbst die besten Taten ohne die Liebe nutzlos (siehe https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther13,1-3 und vergleiche beides zusammenfassend https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31-46 ).

sich nie als einzigwahr und überlegene Weltanschauung betrachten

Nimmt man es genau genug, so wird wohl in jeder Religion es so gesehen, dass diese die jeweils einzig wahre ist, oder sehe ich das falsch. Mormonen glauben, dass alle entsprechenden Religionen einen Teil göttlicher Wahrheit haben, aber dass die Fülle in ihrem Evangelium steckt - was ich so nur bis auf eine Ausnahme nachvollziehen kann, und diese Ausnahme ist die Haltung zu den geistigen Gaben (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther12,7-11 ). Abgesehen davon zitiere ich mal aus einem der 13 Glaubensartikel zu der Ansicht und zum Glauben:

11 Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das eigene Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.

(Siehe: https://www.lds.org/scriptures/pgp/a-of-f/1?lang=deu )

und die mit sämtlichen Werten unserer westlichen Welt übereinstimmen und sowohl alle Menschen gleich berechtigen als auch mit sämtlichen Menschen-, sowie Grundrechten und jeder Form von Humanismus vereinbar sind

Zunächst einmal: 

12  Wir glauben, daß es recht ist, Königen, Präsidenten, Herrschern und Obrigkeiten untertan zu sein und dem Gesetz zu gehorchen, es zu achten und für es einzutreten.

(Ebenfalls siehe: https://www.lds.org/scriptures/pgp/a-of-f/1?lang=deu )

Zudem sind Mormonen, wie ich schon erwähnte Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und die 10 Gebote sehr wichtig. Damit dürfte wohl außer Frage stehen, dass sie im Einklang mit westlichen Werten leben.

dies alles natürlich auch auf die "heiligen" Schriften der jeweiligen Religion bezogen!

Neben der Bibel ist den Mormonen das Buch Mormon wichtig. In der deutschen Sprache finden an der Bibel sowohl die Einheitsübersetzung, als auch eine Lutherübersetzung Verwendung, während es im englischen Sprachgebrauch sich wohl um die King-James-Übersetzung handelt. Im Gegensatz zu anderen mir bekannten Religionen, wie beispielsweise der evangelischen Kirche, bedarf es keiner Interpretation, um Einigkeit zwischen der Klarheit der Aussagen der Bibel und der Lehre der Kirchenlehre der Mormonen zu erhalten, sondern das Buch Mormon bekräftigt in erster Linie die Klarheit der Bibel.

Um eines deutlich zu machen gibt es mittlerweile verschiedene Gruppierungen von Mormonen und die Aussagen, die ich hier getroffen habe, beziehen sich zumindest auf die "Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage", und daher nicht zwangsläufig für Gruppierungen mit ähnlichen oder gar deutlich abweichenden Namen.

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Ich bin Buddhist und äußere mich mal dazu. 

Deine Ansprüche an eine ideale Religion sind praktisch unerfüllbar, weil alle Religionen nur so gut sind, wie ihre Anhänger sie ausleben. Wo immer es Menschen gibt, da gibt es auch Gewalt.

Außerdem wurden alle Religionen an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit von Menschen einer bestimmten Kultur niedergeschrieben.

Daher finden sich in diesen Texten auch zwangsläufig gesellschaftliche Vorstellungen der damaligen Zeit - etwa eine sozial geringe Stellung der Frau, oder die Ablehnung von Homosexualität.

Ideen wie "Emanzipation" waren einfach nicht Teil der Gesellschaft, in der diese Religionen entstanden - wie sollten sie also in diese Bücher wandernt

Dann ist es eben Aufgabe der Anhänger, diese alte Religion auf eine moderne, zeitgemäße und lebensbejahende Weise auszulegen und so zu leben, anstatt wörtlich an der Bedeutung zu haften.

Wer von mehreren tausend Jahren alten Schriften erwartet, dass sie immer und in allen Punkten dem heutigen "westlichen" Werten entsprechen, hat sich vermutlich nicht ausreichend darüber Gedanken gemacht.

Diese "heiligen Bücher" sind nicht von einem göttlichen Wesen verfasst, sondern von Menschen geschrieben worden - inklusive gesellschaftlicher Vorurteile, charakterlicher Mängel usw.

keinen Zwang oder eine Notwendigkeit, für die Auslebung verlangen

Nun, wenn man eine Religion nicht ausleben will, weshalb sollte man ihr dann überhaupt beitreten? Wenn man einer Religion freiwillig beitritt, dann sollte man doch auch zur Einhaltung der Regeln bereit sein.

keine Strafe oder Belohnung für Ablehnung oder Annahme der jeweiligen Religion androhen

Der Buddhismus kennt kein Konzept von Sünde, Belohnung oder Bestrafung durch einen Gott, oder eine höhere Kraft.

absolut friedfertig sind

Nun, da wird man vermutlich in jeder Religion etwas negatives finden. Auch Intoleranz ist eine Form von Gewalt und die findest du bei Menschen jeder Religion.

Der Buddha lehrte zwar keine Gewalt, dennoch gibt es gewalttätige Buddhisten.

nie zu Gewalttaten aufgerufen haben und welche auch noch nie zu irgendeiner Form von Gewalt oder Hass geführt haben

Religiöse Rechtfertigung für Gewalt gibt es wahrscheinlich überall, selbst wenn es gar nicht in der Lehre so vorgesehen sein mag. Sogar Anhänger des Jainismus üben zB politischen Druck und damit Gewalt aus.

Andersgläubige als absolut gleichwertige Wesen ansehen

Das ist die Regel im Buddhismus, was aber natürlich nicht bedeutet, dass es nicht diskriminierendes oder gewalttätiges Verhalten von Buddhisten gibt. Wie gesagt: Jede Religion ist nur so gut, wie ihre Anhänger.

Frieden suggerieren

Der Buddhismus suggeriert keinen Frieden, sondern lehrt, dass jeder den Weg zum Erwachen selbst gehen muss, und sich dabei von Anhaftungen befreit. Sich etwas zu suggerieren wäre eine Unfreiheit und Anhaftung.

ich nie als einzigwahr und überlegene Weltanschauung betrachten

Das trifft auf den Buddhismus zu, da er sich nicht als einzig wahren, oder überlegenen Weg definiert. Manche buddhistische Lehrer mögen natürlich vielleicht etwas anderes behaupten, um Schüler an sich zu binden

und die mit sämtlichen Werten unserer westlichen Welt übereinstimmen und sowohl alle Menschen gleich berechtigen als auch mit sämtlichen
Menschen-, sowie Grundrechten und jeder Form von Humanismus vereinbar sind 

Wie schon eingangs gesagt, ist das eigentlich kaum möglich, weil "Humanismus" und "Emanzipation" gesellschaftliche Konzepte sind. Andere Gesellschaften, in denen Religionen entstanden, haben andere Konzepte.

Der Buddhismus erfüllt die meisten dieser Kriterien, auch wenn zB im Theravada-Buddhismus die Frau eine niedrigere Stellung hat. Aber es zwingt einen ja auch niemand Theravada-Buddhist zu werden.

Man sollte auch nicht vergessen, dass es letztlich anmaßend ist, wenn wir bestimmte gesellschaftliche Normen als Maß aller Dinge ansehen - denn sie sind allesamt menschengemacht und daher künstlich.

In der Natur gilt "Fressen, oder gefressen werden" - alles was über die Selbsterhaltung hinausgeht, also zB friedliches Zusammenleben und Kooperation mit anderen Artgenossen, etwa um die Art zu erhalten, ist bereits ein "sozialer Kompromiss"

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Kommentar von ZitronenMelli
21.02.2017, 09:21

;D ich finde, die Religionen sind so gut wie ich sie verstehe, nicht so gut wie ihre Anhänger sind...

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Das Hexentum, 

wenn Du es als Religion bezeichnen willst. Es gibt keinen tatsächlichen Kanon, der Kanon ist das Leben und was Du daraus lernst. Der einzige Grundsatz lautet:

"Mach was Du willst, aber schade keinem!"

mehr eine Empfehlung als ein wirkliches Gebot. Du kannst an alles Glauben was Du willst. Jede Gottesvorstellung und Lehre die Du annehmen willst darfst Du leben. 

Es gibt zwar Regeln und Empfehlungen bei bestimmten Richtungen (Wicca oder so) aber eigentlich darfst Du machen was Du willst. Viele Hexen dokumentieren ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem Buch, um sie für die Nachwelt zu konservieren. Für viele ist das ein sehr spiritueller Weg, der mit der Ausübung von Magie oder der mentalen und seelischen Entwicklung zusammenhängt. Dies ist aber keine "religiöse" Vorschrift des Hexentums, in Wahrheit gibt es keine sowie keinen Zwang zur Ausübung.

Dabei geht es mehr/oft darum, Erfahrungen zu dokumentieren die sich bewährt haben im Leben, also hilfreich sind. "Mach was Du willst, aber schade keinem!" entspringt eben so einer Erfahrung. Sie bezeichnet auch den Verzicht darauf, anderen Individuen eine Haltung aufzuzwingen oder anderweitig Gewalt gegen sie anzuwenden.

Hexe (oder Magier) kann Jeder werden, ungeachtet der Herkunft, des Geschlechtes oder sogar des Glaubens.

Es braucht keine Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder Vereinigung, man darf aber allen Gruppen beitreten die seiner Neigung entsprechen oder welche gründen. Durch die gelebte Individualität kann die Religion als Gruppe oder Organisation zu nichts aufrufen, auch nur partiell überhaupt als Gruppe bestehen und niemals für eine Gruppe anderer Individuen sprechen.

Das Hexentum akzeptiert alle anderen Gottesvorstellungen demnach als vollwertige eigenständige Vorstellungen und respektiert dass jedes Individuum selbst die Macht hat sich für eine oder mehrere Religionen zu entscheiden. Und selbst die Macht hat die Verantwortung für sein Handeln, Denken und Leben zu übernehmen. 

Meiner Meinung nach, die Religion der Zukunft. Weil sie sehr anpassungsfähig, friedlich und tolerant ist. =)


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Ich denke, dass Religion auf freiwilliger Basis, privat und im Verein gelebt, etwas sehr Bereicherndes für Menschen sein kann.

Leider gibt es auch ein grosses Potential für Machtmissbrauch, sowohl im kleinen Rahmen, als auch im grossen Rahmen und besonders dort.

Auf der anderen Seite gibt es auch nicht wirklich ein Religions-Vakuum, denn wo keine Religion ist, springt eine Ideologie, ein Wertekanon an ihre Stelle und birgt dasselbe Missbrauchspotential.

Du kannst auch im Namen der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit die schlimmsten Verbrechen begehen, so geschehen von Seiten der USA z.B. in den Ländern Lateinamerikas oder auch in anderen Gegenden der Welt.

Sobald man etwas hat, was man als "absolut gut" betrachtet, besteht ein grosses Missbrauchspotential.

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:36

stimmt! sehr gut beobachtet! ich denke auch nicht, dass es etwas derartiges gibt. einer der gründe, warum ich eine ablehnung gegen religiöse instutitionen hege ;)

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Nur, wenn wir (wie du in den Erläuterungen zu deiner Frage) eine Meta-Religion haben, die definiert, wann eine Religion "gut" ist.

Was du hier beschreibst, scheint mir der "kleinste gemeinsame Nenner" des "westlichen Humanismus" (was auch immer das ist) zu sein. Wäre mir zu wenig, aber es ist immerhin eine Weltanschauung, die man zur Religion erheben kann.

Oder/und meinst du eine Kultgemeinschaft / eine Gruppe gleichgesinnter? Schau dich im Internet nach humanistischen Gemeinschaften um (geeignete Suchwörter hierüber hinaus müssten wir noch herausfinden).

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:28

hast du leicht missverstanden. nein ich meine wirkliche explizit eine religion. und ich frage aus interesse, nicht um einer solchen religion beizutreten

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hi,

JoshuasFragende,

Jesus redete gern in Gleichnissen, um seinen Jüngern und auch Grundwahrheiten zu vermitteln.

Daher möchte ich ebenfalls ein Gleichnis anführen:

Ein Hauseigentümer vermietet ein Haus an eine Wohngemeinschaft. Er hat es errichtet, sehr viel dafür getan, daß es den Menschen gefällt und sie sich wohl darin fühlen. Er hat das Haus in einem wunderbaren Garten errichtet mit sehr vielen schönen Pflanzen und Tieren.

Dann bereitet er den Mietvertrag vor.  Denn die Mieter haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Sie sollen alles pflegen. Auch untereinander sollen sie harmonisch leben, damit sie sich wohl fühlen und auch die Pflanzen und Tiere in guter Weise behandeln.

Der Hausherr erwartet nicht, daß die Mieter seinen Vertrag als "Zwang" sehen, sondern , daß sie Einsicht zeigen, daß dieser Vertrag einem guten sozialen Miteinander dient.

Daher hat er sehr viel von "Liebe" in diesen Vertrag geschrieben ,und wie man sie erlangen kann. Und er hat viele Grundsätze niedergeschrieben, die den Mietern in allen Lagen ihres Lebens in diesem Haus und in dem Garten helfen sollen.

Die Mieter haben den Vertrag zwar unterschrieben, streiten sich aber ständig, sperren die Tiere in Käfige, bringen sie aus Profitgier einfach um und ermorden sich auch gegenseitig.

Der Vermieter schickt nun auch andere Leute, weil er denkt, daß er vielleicht nicht den richtigen Ton getroffen hat. Aber auf diese hören sie auch nicht.

Zuletzt schickt er seinen Sohn, der besonders liebevoll ist und ihnen sogar die Füße wäscht. Aber sie bringen ihn auch um.

Der Hausherr fragt sich nun, was er noch tun soll.....das Haus ist schon halb kaputt, von den Tieren gibt es nur noch gut  ein Drittel, und die werden dauernd krank und sterben auch bald....

Sind es nun die Mieter , die intolerant , gewalttätig usw. leben oder ist es der Hausherr?

Ich weiß, die Geschichte deckt nich alle Punkte von dir ab. Aber es ist halt ein Gleichnis.:-))


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Grüß Dich JoshuasFragende!

 Gibt es und zwar hier. Man kann gut nur in der Verwendung des Begriffes 'freiheitlich' verwenden. Ansonsten sind es Menschen wie du und ich und machen Fehler.

Freireligiöse Bewegung

http://www.freireligioese-pfalz.de/was-sind-grundsaetze-freier-religion-.html

Und hier:

Unitarier - Religionsgemeinschaft Freien Glaubens.

Im Text ist noch der alte Begriff Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft in Verwendung. Sie haben sich aber vor kurzem umbenannt, damit das verständlicher wird.

http://www.unitarier.de/unitarier/wer-wir-sind/grundgedanken/erlaeuterung/

Viel Spaß mit der Beschäftigung. Du kannst auch in meinem Profil nachlesen unter 'Meine Lebensphilosophie'. Ein öffentlicher Vortrag gehalten in Kassel.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Ich könnte mir für Dich "evangelisch" vorstellen. Ich war mal evangelisch - aber eher nur auf dem Papier (also Taufe).

Aber eine Gegenfrage: Warum willst Du unbedingt eine Religion für Dich finden? Kannst Du nicht ohne Religion leben? Wäre doch viel einfacher! Letztlich wollen die alle nur Deine Kirchensteuer.

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:29

na, übers christentum im allgemeinen will ich nach den von mir genannten punkten mal nicht weiter eingehen ^^. übrigens habe ich aus interesse gefragt, nicht um einer solchen religion beizutreten. 

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Was bringt eine Religion, die dir sagt: "Mach doch, was du willst, du darfst nach deinen eigenen Regeln leben, was wir sagen ist egal und andere Religionen sind vielleicht noch besser als wir" ? Religionen legen sich nunmal fest und geben Antworten.

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:32

gute antwort. sehr weitsichtig! im übrigen habe ich auch nie behauptet, dass mir diese etwas bringen. ich bin auch agnostiker ^^

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Kommentar von WombatCC
20.02.2017, 21:05

An sich können Religionen sehr viel bringen, jedoch ist das meist auslegungungssache und gerade ältere Religionen wurden viel missbraucht. Ich verstehe, dass man sich da als Agnostiker gut raushalten kann. Viele Regionen haben gute Ansätze, aber in der Vergangenheit wurde durch sie einiges Schlechtes getan. Die meisten Religionen funktionieren nur, wenn wirklich alle ihr angehören. Das erklärt, warum alle Religionen sich vergrößern wollen und Kriege in ihrem Namen geführt wurden, obwohl sie eigentlich dagegen sind.

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Also wenn alle deine obigen Punkte erfüllt sein müssen ist die Antwort: Nein! 

Der Buddhismus kommt allerdings schon ziemlich nah dran.

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:31

ja dachte ich mir schon fast. danke für deine antwort. 

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Kommentar von Bashol
20.02.2017, 20:53

Kein Problem

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Daraus ist nicht zu schließen, daß die Ansichten dieser Person denen
aller anderen Buddhisten entsprechen. Die buddhistische Lehre ist
verschwommen und die Auslegung von Person zu Person eine andere. Der
Buddhismus in Japan unterscheidet sich sehr von dem in Südostasien.
Einzelpersonen vertreten wiederum unterschiedliche Standpunkte. Im
allgemeinen werden jedoch die folgenden Punkte hilfreich sein: (1) Der
Buddhismus erkennt keinen externen Gott an, keinen persönlichen
Schöpfer. Dagegen beten viele Buddhisten Bilder und Reliquien des Buddha
an. (2) Siddhartha Gautama, der den Titel Buddha erhielt, wurde von
seinen Nachfolgern als das religiöse Ideal betrachtet, dem sie
nachstreben sollten. Er ermunterte dazu, Erleuchtung dadurch zu
erlangen, daß man den Menschen vom menschlichen Standpunkt aus erforscht
und sich durch die Beherrschung des Geistes von den Wurzeln der Leiden
löst, um alle irdischen Wünsche auszulöschen. Er lehrte, daß dies der
Weg zur Erlangung des Nirwanas sei, in dem es keine Wiedergeburt oder
Seelenwanderung gebe. (3) Buddhisten verehren ihre Ahnen, weil sie sie
als den Quell ihres Lebens betrachten.

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JoshuasFragende,

das was Du erfragst, kann KEINE Religion erfüllen. 

Gewaltlos, friedfertig, Menschen gleich behandeln: JA!

Aber KEINE Religion kann sagen "mach, was Du willst, es ist alles richtig / die andere Religion ist die bessere". Das Selbstverständnis einer Religion schließt aus, sich selbst für schlechter als andere zu halten und ohne Regeln zu existieren.

Eigentlich kann wirklich GUTE Religion nur vom Schöpfer selbst kommen, denn er meint es wirklich nur gut. Das erkannte schon der Urheber des Christentums an:

"Jesus sagte: „Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott." (Markus 10:18)

In Mat. 19:17 erweitert Jesus seine Aussage:

"Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote [Gottes]". Dann zitiert er die 10 Gebote, die Gott dem Moses gegeben hat.

Also gab es schon vor Christus Religion — Religion, die Gott ins Leben rief.

Anerkannte Christus das? JA!

"Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ " (Mat. 4:10)

Wo "steht geschrieben"? Jesus zitierte aus 5. Mose 6:13:

"Jahwe, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm dienen, und bei seinem Namen sollst du schwören." (Elberfelder B.)

Also war Jesus überzeugt, dass JAHWE / JEHOVA der wahre Gott ist — der Gott, der dem Mose das GESETZ gab. Zu diesem Gott betete Jesus:

"Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen“ (Matthäus 4:10, NWÜ).

Wann stiftete denn JAHWE / JEHOVA die ERSTE Religion — die UR-Religion?

Das war im Garten Eden, als er Adam und Eva Anleitung gab:

"Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!" (1. Mose 1:28, Elberf. B.)

Hier ist indirekt eine Einschränkung enthalten: der Mensch sollte NICHT über sich selbst herrschen. Dieses Recht behielt Gott sich selbst vor.

Und Gott sprach ein Verbot aus, wie Eva bestätigt:

"von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt, davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anrühren, auf daß ihr nicht sterbet." (1. Mose 3:3)

Also Religion mit Regeln / Einschränkungen! 

Und jetzt kommt der Widersacher — Satan — auf den Plan und führt SCHLECHTE / FALSCHE Religion ein, indem er Adam u. Eva mit einer Lüge dazu bringt, ihm zu gehorchen (1. Mose 3).

Die schlechten Folgen waren so gravierend, dass Gott durch eine Sintflut die schlechte Religion beseitigen musste, weil sonst sein Vorsatz gefährdet wäre. Er gab Noah und seiner Familie wieder die GUTE Religion auf den Weg:

"Noah wandelte mit dem wahren Gott“ (1. Mose 6:9).

Wieder streute Satan schlechte / falsche Religion dazwischen: Nimrod, "ein gewaltiger Jäger im Widerstand gegen Jehova“, herrschte über das erste irdische Königreich (1Mo 10:8-12).

Jesus brachte wieder GUTE / WAHRE Religion ins Dasein, indem er das Christentum gründete, in dem wieder der wahre Gott JAHWE / JEHOVA angebetet wurde:

"... es war zuerst in Antiọchia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt wurden." (Apg. 11:26)

Paulus sagte voraus, "daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen." (Apg. 20:29, 30)

So kam es: Anfang des 2. Jh. überwucherte schlechte / falsche Religion das, was Jesus ursprünglich gründete. Das gesamte finstere Mittelalter hindurch wurden die Menschen von schlechter Religion im Bann gehalten (Kreuzzüge, Inquisition, Angstmache durch Lügen — Höllenlehre, ...).

Erst Ende des 19. Jh. wurde Religion liberaler, so dass die gute / wahre Religion wieder erkennbar wurde.

Das Erkennungszeichen dieser GUTEN / WAHREN Religion nannte der Gründer — Jesus in Joh. 13:35:

"Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt."

Diese Religion gibt es heute. Ihre Anhänger haben weltweite Liebe Liebe untereinander. Sie weigern sich z. B., in Kriegen zu töten. Sie gehen lieber selbst in den Tod, als anderen ein Leid zuzufügen.

"sondern daß für ihn [Gott] in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist." (Apg. 10:35)

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Kommentar von Mpischi
21.02.2017, 09:27

Besser hätte ich es nicht schreiben können

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Kommentar von lifefree
21.02.2017, 22:28

Sind die Aussteiger eurer Religion der gleichen Meinung?

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Wenn du wirklich frei von solchen oben beschriebenen sorgen leben willst dann sei Religionsfrei. Ohne Religion lebt es sich am einfachsten. Der Christentum ist auch sehr leicht zu leben :) ich hoffe ich konnte dir helfen

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:30

ja leicht zu leben, aber noch LANGE nicht frei von moralischer last durch ihre heilige schrift usw. aber ich wollte auch lediglich nachfragen. beitreten möchte ich ohne hin keine religion.

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Es gibt bei jeder Religion gute und kranke Seiten. Am besten man befasst sich gleich von vornherein mit allen - den Standard-Islam, Konfuzianismus, Judentum und Scientologie mal ausgenommen.

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:39

ja viele von diesen machen wirklich nur probleme ...

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Nein. Schlichtweg nein. Deine Ansprüche sind viel zu hoch. Du wirst nichts finden, was ihnen genügt. Auch keine Philosophie und nicht mal das abgebloich beste auf der Welt: die Liebe

Also erfinde eine.

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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:33

ich suche keine, ich habe mich nur gefragt, ob es soetwas gibt :). aber hast recht. da ist nunmal der menschliche egoismus im wege ...

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könnte eine geben. aber ohne heilige Schriften (denn da beginnen schon die Probleme und Widerwärtigkeiten). außerdem ist gewalt naturgemäß manchmal unausweichlich, z.b. wegen Selbstverteidigung... aber da du das ablehnst, nenne ich diese naturreligion nicht. 

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jede religion ist gut für deren gläubige

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Ich frage mich, warum willst Du Dir das antun, wofür brauchst Du eine Religionszugehörigkeit, reicht nicht ein Glaube?Aus der Distanz sind die meisten Religionen OK., aber bei näherer Betrachtung erkennt man die  Unfreiheit, die Vereinnahmung.


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Kommentar von JoshuasFragende
20.02.2017, 20:34

der meinung bin ich auch. daher bin ich auch agnostiker ... und ich möchte mir das auch nicht antun, ich wollte nur mal wissen, ob es etwas derartiges geben könnte

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Warum beteiligen sich Jehovas Zeugen nicht am Krieg?

Jehovas Zeugen sind seit Langem dafür
bekannt, dass sie sich überall auf der Welt aus Konflikten zwischen
Nationen oder zwischen verfeindeten Gruppen innerhalb einer Nation
strikt heraushalten. Schon vor 50 Jahren stand in der Australian Encyclopædia zu lesen: „Jehovas Zeugen verhalten sich in Kriegszeiten streng neutral.“

Ein Hauptgrund, weshalb sie sich
nicht am Krieg beteiligen, liegt darin, dass sie das als Christen nicht
mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Ihr Gewissen orientiert sich an
den Geboten und dem Beispiel des Herrn Jesus Christus. Er wies seine
Nachfolger an, den Nächsten zu lieben. Auch gebot er: „Fahrt fort, eure
Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen“ (Lukas 6:27; Matthäus 22:39).
Als einer seiner Jünger ihn einmal mit einem Schwert verteidigen
wollte, sagte Jesus: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn
alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Matthäus 26:52).
Jesus gab seinen Nachfolgern also durch seine Worte und sein Beispiel
klar und deutlich zu verstehen, dass sie nicht zu den Waffen greifen
dürfen.

Jehovas Zeugen beteiligen sich auch
deshalb nicht am Krieg, weil sie eine weltweite Gemeinschaft von
Glaubensbrüdern bilden. Im Krieg müsste Bruder gegen Bruder kämpfen und
Jesu Gebot, einander zu lieben, mit Füßen treten (Johannes 13:35).

Jehovas Zeugen reden nicht nur über
Liebe, die auf diesen Grundsätzen beruht — sie leben sie auch aus. Das
beweist zum Beispiel ihr Verhalten während des Zweiten Weltkriegs in den
Jahren 1939 bis 1945. In den Vereinigten Staaten waren über 4 300 von
ihnen wegen Kriegsdienstverweigerung in Bundesstrafanstalten
eingesperrt. In Großbritannien saßen über 1 500 Zeugen Jehovas im
Gefängnis, darunter mehr als 300 Frauen, weil sie die
Kriegsanstrengungen nicht unterstützten. In Deutschland wurden unter dem
Hitlerregime über 270 von ihnen auf höchsten Befehl hingerichtet, weil
sie den Dienst mit der Waffe verweigerten; mehr als 10 000 wurden in
Gefängnisse oder Konzentrationslager gesteckt. Auch in Japan machten
Jehovas Zeugen damals Schreckliches durch. Wer auf den Schlachtfeldern
des Zweiten Weltkriegs — oder in irgendeinem anderen Krieg — einen
geliebten Menschen verloren hat, kann sicher sein, dass kein Zeuge
Jehovas für seinen Tod verantwortlich war.

Wie Jehovas Zeugen über Krieg denken,
brachte der 20-jährige Wolfgang Kusserow sehr schön auf den Punkt, kurz
bevor er 1942 von den Nationalsozialisten wegen
Kriegsdienstverweigerung enthauptet wurde (Jesaja 2:4).
Er erklärte vor dem Kriegsgericht: „Ich bin von Jugend auf nach dem
Worte Gottes erzogen worden, welches in der Heiligen Schrift enthalten
ist. . . . Das größte und heiligste Gesetz, welches er den Menschen
gegeben hat, lautet: ‚Du sollst Gott über alles lieben und den Nächsten
wie dich selbst.‘ . . . Andere Gebote lauten: ‚Du sollst nicht töten.‘
. . . Hat unser Schöpfer dieses alles für die Bäume schreiben lassen?“ (Markus 12:29-31; 2. Mose 20:13).

Jehovas Zeugen
glauben, dass Jehova Gott, der Allmächtige, als Einziger dauerhaften
Frieden auf der Erde schaffen kann. Sie freuen sich auf die Zeit, wenn
er sein Versprechen wahr macht und ‘Kriege aufhören lässt bis an das äußerste Ende der Erde’ (Psalm 46:9).

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3. Jesus Christus

Er ist unser Erlöser, der „Sohn Gottes“ und „der Erstgeborene aller Schöpfung“ (Johannes 1:34; Kolosser 1:15; Apostelgeschichte 5:31). Als ein von Gott erschaffenes Wesen ist er nicht Teil einer Dreieinigkeit. „Der Vater ist größer als ich“, erklärte Jesus (Johannes 14:28).

Bevor er auf die Erde kam, hatte er im Himmel gelebt; nach dem Opfertod
und seiner Auferstehung kehrte er wieder dorthin zurück. Er sagte:
„Niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Johannes 14:6).

4. Gottes Reich

Hierbei handelt es sich um eine reale

Regierung im Himmel mit einem König, Jesus Christus, und 144 000
Mitregenten, „die von der Erde erkauft worden sind“ (Offenbarung 5:9, 10; 14:1, 3, 4; Daniel 2:44; 7:13, 14).
Sie werden über die Erde regieren, von der alles Böse entfernt sein
wird und auf der viele Millionen Menschen leben werden, die Gott gern
dienen (Sprüche 2:21, 22).

5. Die Erde

In Prediger 1:4 wird erklärt: „Die Erde bleibt für alle Zeiten bestehen!“

(Hoffnung für alle).

Nach der Vernichtung alles Bösen wird die Erde zu einem Paradies, in dem gerechte Menschen für immer leben (Psalm 37:10, 11, 29). So werden sich Jesu Worte aus seinem Gebet erfüllen: „Dein Wille geschehe hier auf der Erde“ (Matthäus 6:10,

Hoffnung für alle

).

6. Biblische Prophezeiungen

Gott „kann nicht lügen“ (Titus 1:2,

Neues Leben

). Was er voraussagt, trifft daher immer ein — dazu gehören auch die biblischen Voraussagen über das Ende der Welt von heute (Jesaja 55:11; Matthäus 24:3-14). Wer wird überleben? „Wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben“ (1. Johannes 2:17,

Neue Genfer Übersetzung

).

7. Weltliche Behörden

Jesus sagte: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ (Markus 12:17,

Einheitsübersetzung

).

Dem kommen Jehovas Zeugen nach, indem sie sich an die Gesetze ihres
Landes halten, solange diese nicht den Gesetzen Gottes widersprechen (Apostelgeschichte 5:29; Römer 13:1-3).

8. Missionstätigkeit

Jesus sagte voraus, „diese gute Botschaft vom Königreich“ werde auf der ganzen Erde verkündet, bevor das Ende kommt (Matthäus 24:14).

Für Zeugen Jehovas ist es eine Ehre, ihren Mitmenschen diese
lebensrettende Botschaft zu bringen. Natürlich muss jeder selbst
entscheiden, ob er sie annehmen möchte oder nicht. „Jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei“, heißt es in der Bibel (Offenbarung 22:17).

9. Taufe

Getauft werden kann nur jemand, der

sich nach einem gründlichen Studium der Bibel entschlossen hat, Gott als
sein Zeuge dienen zu wollen (Hebräer 12:1). Durch das Untertauchen im Wasser wird gezeigt, dass man Gott versprochen hat, in Zukunft ganz für ihn zu leben (Matthäus 3:13, 16; 28:19).

10. Unterscheidung zwischen Geistlichen und Laien

„Ihr alle seid Brüder“, sagte Jesus zu seinen Nachfolgern (Matthäus 23:8,

Neue Genfer Übersetzung

).

Bei den ersten Christen, darunter auch die Bibelschreiber, gab es
keinen Klerus. Jehovas Zeugen halten sich an dieses biblische Vorbild.

Der Name

„Jehova“ ist keine Erfindung von Jehovas Zeugen. Vor vielen
Jahrhunderten wurde der Gottesname in zahlreichen Volkssprachen mit
„Jehova“ wiedergegeben, zum Beispiel in Englisch und Deutsch. Heutzutage
ersetzen ihn leider einige Bibelübersetzer mit Titeln wie „Gott“ und
„Herr“ — eine große Respektlosigkeit gegenüber dem Autor der Bibel.

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