Gibt es gott wirklich was meint ihr da so?

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Hallo Ladylike1998,

da Du höchstwahrscheinlich ein logisch denkender Mensch bist, möchte ich Dir am Anfang eine äußerst logische Schlussfolgerung aus der Bibel präsentieren: "Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott" (Hebräer 3:4). Dieser Bibeltext bringt eine unumstößliche Wahrheit zum Ausdruck: Es gibt in unserer Welt keine Wirkung ohne eine Ursache! Als Ursache für die Entstehung der Welt wird hier Gott angeführt. Manche halten diese Aussage für unwissenschaftlich, da es dafür keinen Beweis gäbe. Stimmt das wirklich?

Nun, einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz eines Schöpfers gibt es sicher nicht, was aber nicht automatisch heißt, dass es Gott nicht gibt. Vieles in der Natur weist nämlich sehr deutlich auf einen intelligenten Konstrukteur und Designer hin.

Dazu ein Beispiel: Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen, könne das Werk ungerichteter Vorgänge der Natur sein?

Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CDs. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte!

Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht? Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter molekularer "Maschinen".

Allein die DNA-Verpackung im Zellkern ist eine technische Meisterleistung. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden zudem in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss! Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort finden würde. Würde man wohl jemals auf die Idee kommen, dass sich ein solcher Shop selbst organisieren könnte?

Bleiben wir noch einen Moment bei der DNA. Diese muss sich ja zigmal replizieren, damit die Zellteilung stattfinden kann. Dieser Vorgang ist hoch komplex . Z. B. müssen komplizierte molekulare Maschinen die DNA kopieren, lesen und Fehler berichtigen. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden. Diese kurze Exkursion in die Genetik lässt mehr als deutlich klar werden, dass hier Intelligenz auf höchster Ebene im Spiel ist.

Eine Frage von grundlegender Bedeutung ist auch die, ob Leben aus unbelebter Materie hervorgehen konnte. Das wäre nämlich notwendig, wenn es keinen Gott gäbe. Man hat es zwar geschafft, im Labor Bedingungen herzustellen, wie sie früher auf der Erde geherrscht haben sollen. Das Ergebnis dieser Experimente war zwar, dass einige Moleküle entstanden, wie sie auch in Lebewesen vorkommen. Bei solcherlei Experimenten sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es immer einen Wissenschaftler gibt, der das Ganze leitet und beaufsichtigt. Ist es vernünftig, den Leiter eines solchen Experiments mit dem Zufall gleichzusetzen?

Wenn sich auch in einer sogenannten Ursuppe gewisse Grundbausteine des Lebens von selbst gebildet haben sollten, so ist es dennoch ein sehr weiter Weg bis zu einer lebenden Zelle. Proteine und RNA müssen nämlich zusammenarbeiten, damit eine Zelle entstehen kann. Die zufällige Entstehung von beidem, RNA und Proteinen, die dann auch noch in der richtigen Weise zusammenarbeiten, gilt selbst unter Wissenschaftlern als extrem unwahrscheinlich bis unmöglich. Die Behauptung, Leben sei aus unbelebter Materie entstanden, ist somit wissenschaftlich nicht gesichert. Bleibt man also einzig und allein bei den Tatsachen, dann gibt es genügend Spielraum, an einen Gott zu glauben.

Du fragst ja auch noch, wie Du einen Weg zu Gott finden kannst. Nun, wer den Drang verspürt, Gott näher zu kommen, der erlebt das, was Jesus einmal in seiner berühmten Bergpredigt sagte: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört." (Matthäus 5:3). Leider sind sich nicht alle dieser "geistigen Bedürfnisse" bewusst und fragen daher nicht nach Gott. Du kannst Dich glücklich schätzen, dass es bei Dir anders ist.

Du brauchst aber nicht verzweifeln, in der Bibel steht, dass diejenigen, die Gott suchen, ihn auch finden können. Es heißt dort: "damit sie [die Menschen] Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist." (Apostelgeschichte 17:27). Aus diesem Text geht also zum einen hervor, dass man Gott fühlen und ihn finden kann, und zum anderen, dass er für jeden auch erreichbar ist.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, was man tun muss, um Gott wirklich zu finden? Jesus sagte einmal etwas sehr Bedeutsames - ebenfalls in der Bergpredigt, als es darum ging, wer Gott wohlgefällig handelt und wer nicht. Jesus sagte: "Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist." (Matthäus 7:21). Hast Du erkannt, was das Entscheidende ist? Ein wichtiges Kriterium, um Gott zu gefallen ist seinen Willen zu tun. Woher weiß man aber, was der Wille Gottes für uns ist?

Dazu muss man sich mit Gottes Wort, der Bibel, beschäftigen, denn sie ist, wie Jesus sagte, die "Wahrheit" (Johannes 17:17). Durch die Bibel lernt man jedoch nicht nur Gottes Gesetze und Standards kennen, sondern kann durch sie auch ein enges persönliches Verhältnis zu Gott entwickeln. Aus diesem Grund fordert uns die Bibel auf: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen." (Jakobus 4:8) Wenn Du in der Bibel liest, könntest Du Dich daher fragen: Was sagt mir dieser Text oder diese Begebenheit über Gott als Person? Erkenne ich aus der Art und Weise, wie er mit bestimmten Situationen umging, welche Eigenschaften ihn auszeichnen?

Je mehr Du Dich mit Gottes Handlungsweise und seine Taten beschäftigst und darüber nachsinnst, desto mehr fühlst Du Dich zu ihm hingezogen. Auch bestimmte Aussagen, die einige Bibelschreiber über ihn getroffen haben, können unser Herz tief berühren. Denke nur einmal an das, was König David über Gottes gütige Wesensart schrieb: "Aber du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Deine Geduld ist groß, deine Liebe und Treue kennen kein Ende".(Psalm 86:15, Hoffnung für alle) Findest Du dann in den Taten Gottes eine Bestätigung dieser Worte, so fühlst Du Dich immer mehr zu Gott hingezogen, wie zu einem guten Freund.

Um Gott näher zu kommen könntest Du auch noch etwas sehr Wichtiges tun; der Schreiber eines Psalms drückte es einmal so aus: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht." (Psalm 62:8). Wenn es also Dein innigster Wunsch ist, Dich Gott nahe zu fühlen, dann solltest Du das Gott auch im Gebet sagen.

Findest Du es schwierig, in der Bibel zu lesen? Dann geht es Dir so, wie vielen anderen; nachdem sie angefangen haben, in der Bibel zu lesen, geben sie schnell wieder auf, da sie zum einen ein so dickes Buch ist, und ihnen zum anderen manches nicht verständlich erscheint. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn um die Bibel richtig verstehen zu können, braucht man Anleitung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Du könntest jemanden ansprechen, der Bibelkurse anbietet und mit Dir die Bibel betrachtet

2. Du könntest Dich auch alleine mit einem Buch beschäftigen, das bei solchen Bibelkursen öfter verwandt wird. Es trägt den Titel: "Was lehrt die Bibel wirklich?" In diesem Buch wird die Bibel thematisch besprochen und viele Fragen werden beantwortet, die sich Menschen zur Bibel stellen. Du kannst dieses Buch googeln und dann kostenlos downloaden. Ich wünsche Dir viel Erfolg und Freude auf dem Weg, Gott zu finden!

LG Philipp

Kein intelligenter Designprozess, den der Mensch bisher (auch nur theoretisch) ersonnen hat, außer eben dem der Evolution durch Mutation und Selektion, besitzt das Potenzial einen derart komplexen Regelmechanismus wie unsere Natur zu erzeugen. Der 'intelligent designer' macht zu viele Fehler und berücksichtigt zu wenige Variable - selbst wenn seine Intelligenz theoretisch unendlich ist. Das kann man sogar durch Simulationen bestätigen. Das liegt daran, dass der intelligente Designer Hypothesen aufstellt und aus diesen Vorhersagen ableitet, auf deren Grundlage er Entscheidungen trifft. Und das ist die Krux an der Sache. Du kannst einen intelligenten Designprozess mit einem Designer betrachten wie ein Datenreduktionsverfahren. Evolution ist erheblich leistungsfähiger, es gibt nichts, nicht ein Atom, das die Evolution außer Acht lässt, sie braucht nur Zeit - genauso wie eine .wave-Datei mehr Speicherplatz als eine .mp3 braucht. Naja und die Zeit gabs ja.

Ich habe deinen Beitrag nicht zu ende gelesen, ist mir viel zu lang. Aber dein klassisches Kreationismus-Argument ist gar keins. Das ist nur der Hinweis, dass derjenige, der es bringt, das Konzept Evolution nicht versteht und oder oder die recht lange Zeit, die vergangen ist, dramatisch unterschätzt.

Ich habe übrigens nichts gegen Gott, ich bin zwar davon überzeugt, dass das Konzept Gott nur noch als völlig statische Entität vor den Urknall passt, aber damit wäre ich einverstanden. Der ganze Rest funktioniert ohne.

Solange ich mich aber mit dem menschgemachten Konzept Gott und all seinen Folgen auseinandersetze, muss ich sagen, dass im Widerspruch zu deiner Aussage es mir mehr und mehr als ein dermaßen erfolgloses, direkt schädliches vorkommt, so dass ich im Ergebnis immer wieder völlig darüber verwirrt bin, dass vernunftbegabte Wesen wie der Mensch so starrsinnig daran glauben. Mir fehlt da der Zugang. Darüber hinaus ist mir noch nichts auf der Welt begegnet, wozu ich Gott als Erklärung bräuchte oder Gott als Erklärung auch nur ein attraktiver Ansatz wäre. Meistens ist es ein unbefriedigendes Totschlagargument.

"Warum? Weil Gott es so wollte!" Unwissenschaftlich hoch zehn. Das kann Gott so nicht gewollt haben ;-)

Ich bin durchaus fähig, unkonventionelle oder unwahrscheinliche Lösungen in Betracht zu ziehen. Nicht falsch verstehen, ich kann nachvollziehen, warum der Gedanke an das höhere Wesen kommt und sich ganz gut anfühlen mag. Und wer sich im Glauben wohl fühlt, nur zu. Aber bitte haltet diesen Zinnober aus der Wissenschaft heraus, denn da hat Religion schlicht und ergreifend nichts verloren.

Wissen schaffen und an etwas nicht beweisbares glauben, das sind zwei diametral verschiedene Dinge.

Religion ist eine Sammlung von emotional getriebenen Weltanschauungen und Wissenschaft ist eine Methodenkompetenz die auf dem Prinzip Hypothese und Falsifizierung beruht (merkt ihr was, das ist Versuch und Irrtum, wie in der Evolution. Merkwürdige Parallele, ist das Zufall?)

Der Religion den vortritt zu lassen, um die Welt zu erklären ist, als würde der Taubstummengesangsverein einen Brennholzverleih gründen - etwas, das es nicht gibt, tut etwas, das nicht geht. So gesehen, das kann wohl nur Gott :-D

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Das Problem hatte sogar jemand, der Jesus kannte und ihn liebte - und trotzdem nach seinem Tod nicht glauben konnte, dass Er wirklich auferstanden war und lebte. Er glaubte nicht, obwohl seine Mitbrüder ihm glaubhaft versicherten, dass sie den Auferstandenen erlebt hätten. Erst als Jesus auch diesem Jünger leibhaftig erscheint, bekennt dieser überwältigt "Mein Herr und mein Gott".

Die Antwort Jesu an den Apostel Thomas  gilt heute noch für jeden, der den millionenfachen Glaubenszeugnissen anderer misstraut und nur eigenen Erlebnissen glauben will : "Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben".

Du findest Ihn im Gebet, denn wer sucht, der findet. "Gott, wenn es dich gibt, dann lass mich dich finden". 

Der Gott- und Götterglaube existiert in Ermangelung von Wissen.

Und in Ermangelung von Wissen wird das Handeln stets vom Glauben gelenkt - oder vom Aberglauben. 

Das heißt nicht, dass Du nicht zu einer - allerdings nur für Dich geltenden - Eingebung oder Überzeugung kommen kannst. Darauf beruhen ja auch gerade die fernöstlichen Religionen und Philosophien.

Seltsam ist, nur dass sich viele Leute, die in der hiesigen Religion des Christentums keine Erfüllung, Erleuchtung oder sonst etwas finden, dem Fernen Osten zuwenden, obwohl das Prinzip ja analog ist.

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