Gibt es genug Psychologen in Deutschland und kann es sein dass überhaupt keine bis sehr wenige Patienten zu mir kommen würden?

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5 Antworten

Die Engstelle in unserer "Branche" ist aus meiner Sicht die Anzahl der Kassensitze. Die Wartezeiten bei den einzelnen Therapeuten mit Kassensitz sind nämlich idR recht gewaltig, d.h. der Bedarf ist ziemlich groß und die Praxen übervoll.

Wenn Du Dich jetzt fragst, warum es nicht mehr Kassensitze gibt, bist Du schon voll im Thema. Der Hauptgrund könnte sein: Je mehr Kassensitze es gibt, desto mehr Patienten kommen zur selben Zeit in den Genuss einer Therapie, was gleichzeitig bedeutet, dass die Krankenkassen mehr Therapien zur selben Zeit bezahlen müssen. Da die Krankenkassen jedoch auch die Institution sind, die die Anzahl der Kassensitze reguliert, ....

.... aus meiner Sicht, wurde hier der Bock zum Gärtner gemacht - zum Schaden der Allgemeinheit.

Hinsichtlich der Situation auf dem Arbeitsmarkt und dem stetig wachsenden Leistungsdruck dürfte der Bedarf an Therapeuten in den nächsten Jahren noch weiter wachsen. Ob und in welchem Umfang die Anzahl der Kassensitze aufgestockt wird, ..... keine Ahnung.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass man auch ohne Kassensitz praktizieren kann und darf. Entweder zahlt der Patient seine Therapie dann selbst oder aber er weist nach, dass er mindestens bei drei Therapeuten mit Kassenzulassung angefragt hat und keinen Termin innerhalb akzeptabler Frist bekommen hat. Man kann damit also durchaus auch leben; es ist allerdings etwas umständlicher.

Ansonsten: Häng Dich rein! 1,6 - 2,0 wird wahrscheinlich nicht reichen.

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Es gibt immer mehr Leute die psychisch krank sind oder sich psychische Unterstützung wünschen. Klar ist der Studiengang Psychologie grade sehr beliebt, aber wenn du gut darin bist und du dich gut fortbildest, dann wirst du auch Patienten bekommen. Die Wartezeiten für einen Termin beim Psychologen liegen momentan bei etwa 6 Monaten. Da sieht man allein schon wie viel Andrang herrscht

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Psychologen haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten im späteren Berufsleben. Ein Psychologe ist nicht automatisch ein Psychotherapeut - den Fehler machen leider viele bei der Berufsbezeichnung. Für eine Ausbildung zum Psychotherapeuten bedarf es nach dem Psychologiestudium einer weiteren mehrjährigen Zusatzausbildung, die dann mit einer Approbation abschließt. 

Es gibt aber Psychologen auch im klinischen Bereich oder in Unternehmen. Aufgrund ihrer guten Ausbildung in Statistik bieten sich vielfältige Einsatzbereiche in Marketing, Marktforschung oder auch im Personalbereich an. Auch in der Unternehmensberatung gibt es häufiger Psychologen als man denken mag. 

Wenn Du jetzt in der 10.Klasse bist, steht Dir noch vieles offen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, mache doch einfach einmal ein Praktikum in einer Tagesklinik oder einer stationären Klinik für psychische oder psychosomatische Krankheiten. Dort lernt man das Arbeitsumfeld ganz gut kennen. 

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Da in den nächsten Jahren eine ganze Berufsgeneration in den Ruhestand tritt, sind die Aussichten momentan ganz gut.

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wenn du kein ausgebildeter psychologe bist sicherlich nicht.

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Kommentar von Patyfl
25.11.2015, 17:27

Nein ich möchte schon studieren ;)

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