gibt es Gegenbewegungen zum "medialen Mainstream", die gesellschaftlich ( auch vom Mainstream) trotzdem akzeptiert bzw. toleriert wird?

7 Antworten

Schwierig zu beantworten. "Mainstream" an sich ist ja schon ein Kampfbegriff. Ich habe außerdem den Eindruck, dass rechtspopulistische Bewegungen nur oberflächlich betrachtet vom "Mainstream" abweichen und eher ästhetisch bzw. lebensweltlich abgelehnt werden. Tatsächlich aber werden Forderungen der Rechten ja leider durchaus umgesetzt. Das Asylrecht ist unter Kanzlerin Merkel ja quasi abgeschafft worden und auch die Sozialpolitik ist ja durchaus nach dem Geschmack der Rechten.

Dennoch gilt nach wie vor: Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden.

Das heißt also, dass Meinungen, die nicht im Interesse der Herrschenden sind auch diskreditiert werden.

Da es sich hier eher um einen Kampfbegriff derer handelt, die es nicht ertragen das andere nicht ihre Meinung teilen oder gar kritisieren (das geht ja gar nicht) würde ich sagen wird das per Definition nicht gehen.

Ansonsten findet man innerhalb der Medienlandschaft ein sehr breites Meinungsbild, aber man muss dafür zumindest mal ein paar belegbare Argumente haben um als akzeptabler Diskussionspartner dies Meinungsbild weiter zu verbreitern. Logisch das jene, deren Argumentation bestenfalls auf Spekulationen oder gar glatten Lügen basieren da nicht wirklich ernst genommen werden.

Meinst du den medialen Mainstream im Internet oder den Printmedien, Funk und Fernsehen?

Bei letzteren gibt es eine Menge Gegenbewegung, weil Berichterstattung sich meißt in Kommentierungen erschöpft, statt in neutraler Berichterstattung. Diese Medien werden schlicht boykotiert, was sich an den sinkenden Einschaltquoten bzw. Auflagen dokumentiert. Davon abgesehen genügt es zu wissen, wem die sog. Medienlandschaft gehört, um deren Berichterstattung zu beurteilen.

Dennoch ist diese erheblich seriöser, als der Unsinn, der im Internet von jedem Hans Dampf unqualifiziert verbreitet wird.

Dazu müsste man erst einmal definieren, was der "mediale Mainstream" überhaupt ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es gibt keinen medialen Mainstream, weil das schlichtweg bereits im Begriff selbst eine Unterstellung und absurder Käse ist.

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