Gibt es für Psychologen auch Psychologen? Wo bringt der Psychologe seinen Müll hin?

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10 Antworten

Klar gibt es sowas, das nennt man Supervision. Therapeuten, Pädagogen und viele andere Berufsgruppen, die Belastendes erleben, sollten regelmässig an einer Supervision teilnehmen. Natürlich macht das kaum einer, bestenfalls mal "bei Bedarf" sozusagen. In den letzten Jahren setzt sich der Gedanke und die Einsicht der Notwendigkeit, auch prophylaktisch, aber glücklicherweise immer mehr durch.

Übrigens gibt es auch eine Supervision für Supervisoren, aber das Prinzip geht nicht unendlich nach oben weiter, das macht aber auch nichts, denn bis dahin ist der Abstand zu den eigentlichen Problemen schon recht gross und die Klientenbindung ist da schon weitgehend aufgehoben.

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Kommentar von Schmankerl
25.07.2010, 14:13

sehr klug. ...unendlich weiter nach oben. die klienten wandern also zum/zur nächsten. ein perpetuum mobile, das im kuckucksnest endet ?

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Psychologen, die die Probleme mit ihren patienten verarbeiten wollen oder müssen, gehen zu einem Superviser. Dort können sie sich selber beraten lassen, wie sie damit umgehen.

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Es gibt auch Psychologen für Psychologen! :-) Die meisten Therapeuten gehen einmal im Monat selbst zu einem Therapietermin um über die Dinge zu sprechen, die sie auf ihrer Arbeit belasten!

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Bohrt sich ein Zahnarzt selber die Zähne, schneidet sich ein Chirurg selber den Appendix heraus? Nein, also wird sich ein Psychologe bei einem Kollegen Hilfe holen, wenn er der Meinung ist, er braucht sie.

Aber was mit den Psychologen, die Menschen wirklich wieder zusammenflicken müssen? So was gibt es nicht, die Psyche kann man nicht "flicken", aber dem Menschen kann man Hilfe geben, ihn erden und notfalls mit Medikamenten in der Spur halten und Schaden begrenzen.

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Ja, gibt es. Der Vorgang nennt sich dann, soweit ich weiß, Supervision.

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Die meisten haben selber ein Rad ab.

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Kommentar von jimmini
25.07.2010, 12:43

bleibt doch nicht aus. ich wüsste auch nicht mehr wer ich bin, was M e i n Problem wäre, und welches das der anderen....

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Ein Psychologe trinkt Alkohol ;o)

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supervision. wie kommst du auf die verwegene idee, paartherapie wäre spaß für sie ?

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Kommentar von jimmini
25.07.2010, 12:54

Na, Paartherapie stelle ich mir ähnlich vor, wie mal Erzieher einer Kindergruppe zu spielen: "kommt mal beide her, nun schaut euch gefälligst beim Reden an...so, nun sag..." "der sagt immer ich bin doof" "stimmt gar nicht, ich hab nur gesagt, Du bist nicht sonderlich gebildet und schlampig...."...also, das ist ja mal n Unterschied zu jemandem der Themen hingelegt bekommt wo man schon beim Denken mitheulen muss....

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Wenn, gehen sie zu einem guten Kollegen.

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Kommentar von AllyComedy
25.07.2010, 12:41

Ja hab ich auch mal in nem Film gesehen;D.

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natürlich gibt es das - nennt sich "Supervision".

Vor allem klinische Psychologen und psychologische Therapeuten machen im Zusammenhang mit ihrer Ausbildung auch selbst eine Therapie, um sich gut zu kennen und um in der Beziehung zu den Klienten kontrollieren zu können, wann ihnen etwas aus ihrer eigenen Lebensgeschichte "dazwischen funken" will. Wenn dich das genauer interessiert - Stichwort dafür ist "Gegenübertragung".

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