Gibt es für mittelalterliche Musik Harmonien die sich beim komponieren anwenden lassen?

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3 Antworten

Beschäftige dich einfach mit "Kirchentonarten", dann kommt der Rest von allein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchentonarten

Sehr gängig ist z.B. C-Dorisch:

C - D - Dis/Es - F - G - A - Ais/B - C

C-Ionisch entspricht dem heutigen C-Dur:

C - D - E - F - G - A - H - C

C-Phrygisch sieht dann so aus:

C - Cis/Des - Dis/Es - F - G - Gis/As - Ais/B - C

Den Rest kann man sich ableiten, man muss sich nur merken an welcher Stelle die Halbtonschritte sind, dann kann man das auf alle Tonarten anwenden.

Der Grundton ist da bei so wichtig, da Borduntöne dort große Bedeutung für die Harmonie haben, weshalb sich am schnellsten entsprechende Melodien komponieren lassen, wenn man die ganze Zeit einen Grundton als Bordun laufen lässt und auf diesem dann eine Kirchentonleider aufbaut, in diesem Rahmen funktioniert dann leicht Improvisation und wenn man letztlich wieder auf dem Grundton der Kirchentonleiter landet, hat man fast immer eine mittelalterliche Melodei. ;)

Besonders beim Drehleierspielen ist das eine der wichtigsten Lektionen, daher kenne ich das überhaupt.

Also ich würde anfangen, mit der Mixolydischen und der Dorischen Tonleiter. Ich kann auch die phrygisch-dominante empfehlen, wenn es dein Geschmack ist. Es kommen auch gute Sachen raus, wenn man Dur und Moll miteinander vermischt. Wenn du gut genug dafür bist, benutz einfach die Chromatische. Dann hast du alle Tonleiter auf einmal.

Wenn du dich mit Noten auskennst, besorg dir etwas von Heinrich Schütz und schau dir die Harmonien an, versuch es nachzuspielen.

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