Gibt es für Kunden des Jobcenter Obergrenzen, was die Mietkosten betrifft?

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6 Antworten

Es gibt Mietobergrenzen bei Hartz4 Bezug,die sind regional festgelegt,und werden nach Kaltmiete inklusive Nebenkosten,plus Heizkosten festgelegt,da spiel nun auch eine Rolle wie geheizt wird,Gas,Öl oder Fernwärme.Eine saftige Mieterhöhung kann dazu führen dass das Amt einen zum Umzug auffordert,massgebend ist dabei nicht ob diese im gesetzlichen Rahmen liegt sondern ob sie die Mietobergrenze übersteigt,es gibt einen gewissen Spielraum von 15% nach oben,aber das liegt im Ermessen des Sachbearbeiters ob er den Einräumt.

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Kommentar von EstherNele
25.04.2016, 01:25

Ich kenne die Zahl "10 %"  für geduldete Überschreitung der Mietobergrenzen, aber
a) für Alleinerziehende mit min. 2 Kids (nicht für Singles),
b) wenn man schon länger in der Wohnung wohnt (min. 15 Jahre), c) wenn man über 65 Jahre alt ist oder
d) inzwischen einen bestimmten GdB (Grad der Behinderung ) hat.

b) - d) gelten, wie man merkt, für schon länger dauernde Mietverträge.

Für alle gilt: bei Abschluss eines neuen Mietvertrages gibt es keine Überschreitung, die Miethöhe muss absolut im Limit liegen.

Für alle anderen gibt es auch keine Ermessensspielräume, die Regelung nach b) sollte schon vor Jahren abgeschafft werden, kann sein, dass das in der letzten Zeit passiert ist, dann ist wieder eine entlastende Regelung für Ältere verschwunden.

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Sicher müssen Mietsteigerungen in Bezug auf die Angemessenheit berücksichtigt werden !

Entweder man erkundigt sich direkt beim zuständigen Jobcenter oder man kann auch erst mal im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien" nachsehen bzw. unter ,, angemessene KDU " und dann den Namen der Stadt eingeben.

Selbst wenn die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) nach einer Erhöhung dann nicht mehr angemessen wäre,müsste das Jobcenter in der Regel für min. 6 Monate die tatsächlichen KDU - weiter zahlen.

Man würde dann eine schriftliche Aufforderung zur Kostensenkung bekommen,eine Aufforderung zum Umzug käme dann nur in Betracht wenn diese nach einer Prüfung auch wirtschaftlich sein würde.

Denn sollte das Jobcenter einen Umzug fordern,dann muss es auch für alle Unkosten die den Umzug betreffen aufkommen,deshalb muss dann wie gesagt eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit erfolgen.

Es werden dann z.B. die Mehrkosten mal 12 Monate Bezugszeitraum genommen und dieser Betrag dann mit den möglichen Kosten verglichen die bei Umzug übernommen werden müssten.

Liegt dieser Betrag dann darüber,dann wird es keine Aufforderung zum Umzug geben,sondern nur zur Kostensenkung.

Dann hat man wie gesagt in der Regel 6 Monate Zeit sich zu entscheiden ob man nach dieser Übergangszeit die Differenz zwischen angemessenen und unangemessenen KDU - selber tragen kann oder man lieber eine angemessene Wohnung sucht.

Man muss also auf keinen Fall umziehen wenn man das nicht möchte.

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@ michi57319

Wenn deine Bekannte bereits Kundin beim Jobcenter ist, dann sollten ihr doch die Regelsätze für die Größe und Miete einer Wohnung bekannt sein. Wenn nicht, könnte sie dort nachfragen.

Dann weis sie Bescheid, falls der von dir genannte Fall eintreten sollte, was auf sie zukommt und was vom Jobcenter übernommen wird..

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Kommentar von michi57319
24.04.2016, 22:19

Nachfragen ist eine gute Idee. Bezugsgrößen hat sie nicht genannt bekommen, außer der der zulässigen Quadratmeter. Preisliche Obergrenzen wurden ihr nicht genannt. Sie fand damals zwei mögliche Wohnungen, die beide preislich abgenickt wurden.

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Natürlich muss sich eine Kommune bei der Festlegung der "Angemessenheitsgrenzen" an den örtlichen Vergleichsmieten orientieren.

Vergleich mal die Mieten in München oder Hamburg und dann nimm mal eine ebenso große Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt - da wird schon klar, dass die Bindung an die örtlichen Vergleichsmieten unbedingt nötig ist.

Solange eine Miete, wenn auch deftig erhöht, im Limit liegt, übernimmt natürlich das Amt die Mieterhöhung.

Sie übernehmen sie auch, wenn die Wohnung nach der Erhöhung nicht mehr angemessen ist, dann würde man aber den Leistungsbezieher auffordern, innerhalb von 6 Monaten Maßnahmen zu ergreifen, die Miete wieder in den angemessenen Bereich zu bekommen.

Ansonsten würden nach Ablauf von 6 Monaten nur  noch der angemessene Betrag für KdU bezahlt. Der Rest müsste dann vom Leistungsbezieher selbst aufgebracht werden.

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Naja der Bedarf bleibt halt bei 800 Euro oder was es insgesamt ist - falls sie nicht umziehen will ist es in der Regel so, dass sie dann weniger zum Leben hat. Mehr Geld im allgemeinen gibt es nicht.

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Ja, es gibt Obergrenzen.

Ja, es kann sein, dass deine Bekannte bei einer Mieterhöhung umziehen muss.

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Kommentar von michi57319
24.04.2016, 22:14

Danke dir :-) Kann man einfach beim Jobcenter nachfragen? Also in die Offensive gehen und was wäre wenn mit denen durchspielen?

Ohne die Fakten gleich auf den Tisch zu legen.

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