Gibt es Faustformeln beim 3D Druck?

4 Antworten

So einfach ist das alles nicht.

Keinesfalls muss bei einer großen Düse mehr Filament in der gleichen Zeit hindurch. Du mußt Dir auch die Frage stellen, wie schnell kann die Heizung das Filament auf die Schmelztemperatur bringen - und wie schnell regelt die Heizung das nach - und hast Du eventuell noch einen Lüfter für die Kühlung des Objektes (Damit wird dann leider auch die Düse etwas abgekühlt) ? Damit wäre eine Anzeige der aktuellen Extrudertemperatur UND auch der aktuellen Speisung des Extruders hilfreich. Wenn die Heizung nämlich schon immer auf "volle Pulle" steht, hat sie keine Reserve mehr zum Regeln!

Dann kommt noch hinzu, daß man die Umrisse etwas genauer und schöner haben möchte als das Infill, so daß man dort eben nur mit 25...35 mm/s fährt.

Die erste Lage ist das nächste Problem, denn hier möchte man ja eine besonders gute Haftung erreichen - also Temperatur etwas höher und Feedrate etwas langsamer.

Das nächste Problem sind die unterschiedlichen Filamente. Insbesondere die Zähigkeit ist das Problem (besonders bei kleinen Details und damit oft zurückziehen) . Einige Sorten Filament kann man durch das Zurückziehen sehr schnell "Schreddern". Da muss man halt mehrere Hersteller ausprobieren ( Und leider wechseln die Firmen auch gerne mal den Zulieferer - da muss man dann halt neue Versuche starten)

LG Calimero

Das alles richtet der Slicer für einen. Wichtig ist für den Drucker selbst nur, wie viel Filament er fördert in Milimeter (also Milimeter des Filament-Strangs).

Der Slicer rechnet aus, wie viel Volumen gefördert werden muss, und fährt automatisch die Achsen in X und Y. Die maximale Geschwindigkeit richtet sich meist nach der Bewegungs-Geschwindigkeit, die meist zwischen 20 und 80 mm pro Sekunde liegt, je nach Drucker und Qualitätsanspruch. Die Geschwindigkeit des Filament-Vorschubs wird vom Slicer automatisch mitgeführt.

Die maximale Druckgeschwindigkeit sollte aber auch von der Art des Objektes abhängig sein. Man sollte dem Slicer mitteilen, wie lange minsestens eine Schicht dauern sollte, so dass die Geschwindigkeit bei zu kurzen Schichten herabgesetzt wird, sonst druckt man in zu warmes, weiches Material und erhält kein gutes Ergebnis.

Die Geschwindigkeit des Extruders ist unabhjängig zum Düsendurchmesser, man muss ggf. dir Druckgeschwindigkeit reduzieren, wenn man mit einer dünneren Düse drucken möchte.

Ich drucke aber immer mit 0,4mm und bin damit voll zufrieden.

Woher ich das weiß:Hobby – Improvisieren und basteln, wichtig beim 3D-Druck!

Warum muß bei einem größeren Durchmesser schneller gefördert werden, als bei einem kleineren? Du sprichst vermutlich von 2,85er und 1,75er Filament, richtig?

Schonmal dran gedacht, dass du pro Sekunden erheblich mehr Volumen bei 2,85 mm förderst? Wenn du jetzt noch schneller bei gleicher Zeitspanne förderst, passiert was?

Auf was basiert den deine FW?

🤔 ja einmal das mit den zwei verschiedenen dicken des Filaments.

Auch war meine Überlegung. Durch eine kleinere Düse würde doch rein theoretisch pro Sekunde weniger durch Drücken als durch eine Düse mit einer größeren Öffnung 🤔Vielleicht ist es aber auch so minimal das man es vernachlässigen kann.

Ich bin noch blutiger Anfänger, deswegen Stelle ich noch blöde Fragen.

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@ElamoMichi

Aha! Also wenn ich hinten was reinschiebe, kommt es vorne, egal wie groß die Düse ist, auch wieder raus, oder nicht? Was hat das mit dem Düsendurchmesser jetzt zu tun? Da wird nur im Slicer berechnet, wieviel er den pro Step fördert und in der Situation fördern muß - also, wieviele Steps und Microsteps er fördern muß...

Das Zeug löst sich nicht in Luft auf, aber es wird weniger schnell durch die Düse können. Damit steigen die Drücke im Inneren, damit staut sich das Material zurück und damit fördert dein Ritzel am Extruder nicht mehr, sondern hobelt nur noch Filament runter - nennt sich, wegen des schönen Geräusches, auch Cloggen...

Aber mal eine ganz blöde Frage: Wenn du Anfänger bist, wie kommst du dann auf die blöde Idee, dir einen Drucker selber zu bauen? Einen Bausatz, ok. Das ist super, Da wirst du angeleitet, verstehst die zusammenhänge und kannst, wenn nachher Probleme auftauchen, die recht schnell eingrenzen. Das ist super und ok! Aber selber, mit irgendwelchen Internet-Recherchen o.ä.? Ohne Hintergrundwissen? Woher willst du den nachher, wenn er irgendwann rödeln sollte, wissen, ob es jetzt von deinen Settings im Slicer kommt oder es aufgrund fehlern im Konstrukt/Aufbau her rührt? Du hast ja werde Erfahrungen noch Bezugspunkte...!?

Schonmal überlegt, ob das Geld und die Zeit nicht besser in einem soliden Bausatz angelegt wären? Nur so als Denkanstoß...

So simpel ist 3 D Druck nämlich nicht...

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@Digibike

🤔 meine Überlegung war eher, dass bei einen kleinen Durchmesser der Düse weniger Filament pro Sekunde durch kommt, als bei einen größeren Durchmesser wenn der Motor immer gleich schnell wäre.

Das mit den hobbeln ist mir auch schon passiert.

Ich hatte halt das Buch gesehen "3D-Drucker selber bauen. Mach's einfach: Alles für den eigenen 3-D-Drucker: Sägen - Schrauben - Drucken. Schritt für Schritt", gekauft und nach diesem Buch einen 3D-Drucker gebaut. Erst beim Bau des Druckers habe ich gemerkt, dass es ein Buch von einem Bastler ist, der das technische eher Hobbymäßig betreibt. Auch gemerkt, dass das Buch was die Software angeht, auf die er verweißt auf einen aktuelleren Stand ist.

Zum laufen habe ich den 3D-Drucker gebracht. Auch die Software Repetier und noch eine andere Software lässt sich mit ihn verbinden und auch ohne Probleme steuern.

Als ich beim Bauen war, dachte ich mir auch, dass Geld wär in einen Bausatz besser aufgehoben gewesen, weil das Buch naja, sagen wir es mal so, sehr viel Potential für Verbesserung geben würde. Bei einigen Punkten lässt er den Leser einfach allein, sodass man selbst sich im Internet die Information raussuchen muss. Er erklärt auch nicht, warum das in der Software geändert wird usw.

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Naja in der Firmware soltest du hinterlegen wie viele Steps pro mm gebraucht werden. Faustformeln gibt es nicht das berechnet alles dann der Slicer.

z.B. für Marlin

Time for the Feed rates and Steps/mm! You're almost done.

  • For #define DEFAULT_AXIS_STEPS_PER_UNIT, you will need to use the values you calculated for your different printer axes and extruder (see above). The order is {X, Y, Z, E}

Ja, das ist mir klar. Klappt auch bei meinen Wunderbar. Hab mit den Messchieber gemessen. Der hat noch nicht mal 0,1mm Abweichung.

Wie schnell bzw. wie lange soll er für eine bestimmte Strecke im Vergleich zu den was der Extruder an Filament raus drückt brauchen.

Ich meine es war folgender Quellcode den ich benutzt habe.

https://github.com/MarlinFirmware/Marlin

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