Gibt es fachlich anerkannte wissenschaftliche Publikationen die die christlichen Religionen untermauern?

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8 Antworten

Nein. Es gibt nur die Bibel und jede Menge theologische Abhandlungen. Irgendetwas wissenschaftliches, was auch nur eine einzige Glaubensaussage betätigen könnte, ist mir nicht bekannt.

Nein meines wissens nach nicht. Weil eine Gotteshypothese bis jetzt noch keine nachvollziehbare vorhersagekraft gezeigt hat. Daher ist Gott als Hypothese in der wissenschaft abzulehnen.

Das was man Prüfen kann. (Gebete) hat man geprüft. Aber ist zu keinem ergebniss gekommen welches für die funktionstüchtigkeit der gebete spricht.

Glauben ist das einzige was man nutzen kann um an gott zu halten. Und Glaube ist eine unzuverlässige methode warheiten herauszufinden.

Da wirst du wenig finden. Religion ist immer Glaubenssache. Sicher gibt es wissenschaftliche Bücher, die sich mit der Entstehung und Geschichte des Christentums befassen. Es wissenschaftlich untermauern oder gar beweisen, das wird nicht möglich sein.

Im Gegenteil, die Entstehung der Bibel wird schon als Fehler gesehen, zumindest die Version, welche wir hier haben.

So wurde aus Meschiah nicht Messias sondern Christós und latinisiert Christus... daher kommen heute deine christlichen Religionen.

Nein, dazu sind wissenschaftliche Publikationen nicht fähig.

Man muss schon auf nichtwissenschaftliche Erfahrungsberichte wie Nahtoderlebnisse zurückgreifen, die allerdings auch nicht eindeutig christlich geprägt sind. Am ehesten hilft noch die eigene Erfahrung im Umgang mit Gott. Aber auch die führt nicht nur zum Christentum.

Fanta421 02.08.2017, 12:30

lese ich das richtig, du sprichst der Wissenschaft das ab, wozu eine Religion nicht fähig ist?

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Um eine Antwort zu geben, müsste die Frage etwas präzisiert werden? Was genau an den "christlichen Religionen" soll den wissenschaftlich untermauert werden können?

Glaubensaussagen wie "Es gibt Gott", "In Jesus Christus ist die zweite Hypostase der Gottheit Mensch geworden" oder "Es gibt einen Heiligen Geist, der die Schöpfung durchwaltet und in den Gläubigen wohnt" lassen sich nicht beweisen. Das ist nicht möglich . Um z.B. die Aussage "Gott existiert" sicher überprüfen zu können, bräuchte man ja einen Standpunkt außerhalb Gottes und außerhalb der Welt, das ist aber definitionsgemäß unmöglich. Man kann solche Aussagen an einigen Punkten auf ihre bloße Möglichkeit, dass sie wahr sein könnten, prüfen. Beispielsweise kann man schauen, ob es christliche Theologinnen und Theologen schaffen, die Glaubenslehren ihrer Religion widerspruchsfrei darzustellen und dabei die Gesetze der formalen Logik einhalten.

Einen anderen Ansatzpunkt gibt es auch noch: Das Christentum behauptet eine geschichtlich geschehene Offenbarung. Daher unterliegt das, was aus christlicher Sicht "Öffentliche Offenbarungsgeschichte" ist (ein Begriff aus der katholischen Dogmatik), dem Zugriff historischer Wissenschaft. Bis zu einem gewissen Punkt lassen sich z.B. Aussagen des Christentums über Jesus von Nazareth auf ihre historische Wahrscheinlichkeit überprüfen. Dass Jesus gelebt hat und unter dem römischen Statthalter Pontius Pilatus gewaltsam hingerichtet wurde (Kreuzigung), gilt heute in der Wissenschaft als sicher. Ob man darüber hinaus noch etwas mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aussagen kann, hängt von den Paradigmen historischer Arbeit ab, die man vertritt. Ein Poststrukturalist wird da weniger optimistisch sein, als mancher Theologe oder Religionswissenschaftler, der versucht etwas über den "historischen Jesus" auszusagen...

Da wir schon von "christlichen Religionen" im Plural sprechen: Wenn z.B. die römisch-katholische Kirche den Machtanspruch des Papstes mit ihrer Lehre vom Petrusamt begründet, lässt sich z.B. hinterfragen, ob es denn wahrscheinlich ist, dass der Apostel Petrus überhaupt jemals in Rom war. Wenn z.B. protestantische Fundamentalisten und Anhänger der Pfingstbewegung behaupten, dass die Geschichten und Mythen der Bibel historische Tatsachenschilderungen seien, lässt sich das wissenschaftlich widerlegen (die meisten Forschungen, welche diese Behauptungen widerlegt haben, stammen übrigens von christlichen Theologinnen und Theologen). Wenn z.B. heute eine Sekte behauptet, dass schon Jesus und seine Jünger ihre Lehre gelehrt hätten, diese von der katholischen Kirche verfälscht worden sei, aber nun durch die Sekte wiederentdeckt wurde, lässt sich das eben durch einfache religionsgeschichtliche Forschungen überprüfen. Da ließen sich jetzt noch mehr Beispiele finden. Auf diesem Feld ist zumindest einiges möglich...

Fanta421 01.08.2017, 18:45

Ok.

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RudolfFischer 02.08.2017, 10:19

Gut auf den Punkt gebracht, @Gruenkohl28.

Ein kleiner Einwand:

Zitat: "Beispielsweise kann man schauen, ob es christliche Theologinnen und Theologen schaffen, die Glaubenslehren ihrer Religion widerspruchsfrei darzustellen und dabei die Gesetze der formalen Logik einhalten."

Daraus lässt sich auch nichts ableiten, denn es ist ja immer der Versuch, das Unfassbare zu formulieren. Dass sich da Widersprüche einschleichen, ist vorprogrammiert.

Siehe die kindischen Widerlegungen der behaupteten Allmacht Gottes mit Fragen der Art "Kann er dann auch machen, dass er nicht allmächtig ist?"

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Nein.

Fanta421 01.09.2017, 21:16

Wie, nein?

Ist das alles, was du zu sagen hast?

Ja, offenbar.

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Dhalwim 03.09.2017, 00:55
@Fanta421

@Fanta421,

Wie, nein?

Nein heißt nein, nana-nanana!

Ist das alles, was du zu sagen hast?

Ja, denn mal ehrlich die Wissenschaft widerlegt ständig religiöse Thesen also...

Ja, offenbar.

Genau.

Liebe Grüße Dhalwim

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Die gibt es für keine Religion!

Fanta421 08.08.2017, 16:48

wie kannst du dir da sicher sein?

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Haldor 08.08.2017, 18:59
@Fanta421

Bombensicher! Die Religionen befassen sich mit irrationalen Phänomenen wie Gott, Seele, Ewigkeit und Unsterblichkeit. Die sind nur durch den (religiösen) Glauben zu "untermauern", nicht dagegen mit der Ratio, die Grundlage jeder Wissenschaft ist.

Die Ratio kann nur diesseitige, "physische" Erscheinungen erfassen, für die Metaphysik ist sie nicht zuständig. Wer etwas über metaphysiche "Erscheinungen" wissenschaftlich aussagen will, dreht sich im Kreise.

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