Gibt es etwas, vor dem jeder Angst hat?

23 Antworten

Joh, vor dem Tod, dem Existus unserer Existenz. Da werden die Harten weich auf ihrem Sterbebett und rufen nach ihrer Mutter.

Natürlich wird das fein in Abrede gestellt, natürlich, aber die Menschen sind hoffnungslos, weil sie dieses Spiel nicht gewinnen können. Sie haben Angst von dem Zeitpunkt an, nicht als Kind, wenn die Stimme im Kopf erwacht. Das Ego und der Körper wollen nicht sterben und tun alles, davon ungeschoren weg zu kommen.

Aber vergeblich, Sie alle gehen den Weg ins Absolute, davor haben sie Angst, gerade im Angesicht der Dinge, wo sie Reue und Schuld spüren!

Die einzige Möglichkeit dieser Tragödie zu entgehen, ist, zu erkennen, wer wir wirklich sind, dann verschwindet diese Angst und du bist dir bewusst, daß das Sterben der Höhepunkt deines Leben ist!

Nein. Phobien sind mannigfaltig. Es gibt Menschen, die vor gar nichts Angst haben (oder das zumindest behaupten) und wiederum andere, die vor allem Möglichen Angst haben.

Ich gehöre eher zu der ersten Sorte: ich habe vor nichts Angst, allerdings vor bestimmten Sachen zumindest den nötigen Respekt ;)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Langjährige Erfahrung

Eine Phobie ist aber etwas gänzlich anderes als eine grundlegende Angst. Zudem möchte ich mal sehen, das du diesen Satz mit "Ich hab vor nichts Angst" wiederholst, wenn du z. B. in freier Wildbahn einem hungrigen Bären oder einer Wildsau in Begleitung ihrer Frischlinge begegnest. Wetten, das du dann definitiv Angst bekommst...?

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@Bikfut50

Na, du bist ja ein ganz Schlauer, was? Das Wort Phobie kommt aus dem griechischen (phobos) und bedeutet übersetzt: na, was wohl? Rüschtüsch, es bedeutet ANGST.

Und ich wiederhole das gern auch vor einem Bären, oder einer Bache mit Frischlingen. Allerdings werden sie mich wohl kaum verstehen. Trotzdem habe ich davor keine Angst, aber dennoch Respekt. Angst lähmt, Respekt macht vorsichtig.

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@profanity

Also wenn schon klugscheissen, dann aber bitte auch richtig, ja? :-D

https://de.wikipedia.org/wiki/Phobie

https://de.wiktionary.org/wiki/Phobie

Bedeutungen:

[1] krankhafte Angst; krankhafte Furcht; eine unbegründete, anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen. Der Begriff Phobie wird jedoch auch im nicht-medizinischen Sinne für Abneigungen aller Art gebraucht.

Die Betonung lieg hierbei auf den Worten KRANKHAFT und UNBEGRÜNDET, nicht auf einer allgemein gültigen Angst. Das bedeutet eine Phobie ist eine ANGSTSTÖRUNG und eben NICHT der gesunde Schutzmechanismus, der uns allen innewohnt.

Ach und ich behaupte immer noch, das dir die Angst zu 100% Sicherheit in die Knochen fährt, wenn dir in freier Wildbahn ein hungriger Bär oder eine Wildsau mit Nachwuchs begegnet. Denn für den einen bist du dringend benötigtes Futter, für die andere ein Feind der Nachkommen und das bedeutet in beiden Situationen nur eines: Angriff!! Und wenn du dann keine Angst hast, bekommst oder zeigst, bist du genau zwei Sachen, nämlich dumm und tot. Ein Tier interessiert sich nicht für deinen Respekt.

Und das Angst lähmt, ist zwar richtig, aber eben auch nicht immer - was glaubst du denn, ist bitte für einen Fluchtreflex auslösend? Auch Angst. Genau wie bei Respekt gibt es da mehr als nur eine Abstufung.

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@Bikfut50

Die medizinisch-psychologische Verwendung des Begriffs ist mir durchaus klar Dennoch bedeutet der Begriff "Phobie" grundlegend "Angst", bzw. "Furcht".

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@profanity

Ist dann dennoch die falsche Verwendung des Begriffes in diesem Zusammenhang. 😎

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@profanity

“Ich habe vor nichts Angst“ glaube ich dir auch nicht unbedingt. Wie ist es mit der Gesundheit? Ich glaube kaum, dass du nur Respekt vor den Schmerzen von Bauchspeicheldrüsenkrebs hast und es dir dann richtig dreckig geht. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist übrigens in jedem Fall tödlich!

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@RSTGUT

Und? Jeder muss irgendwann sterben, so ist der Lauf der Dinge. Und warum nicht im Falle von unerträglichen Schmerzen mit Morphium vollgepumpt sterben? Wovor sollte ich dann Angst haben?

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@profanity

1) „phobie“ kannst du in Griechenland als „Angst“ verwenden, nicht in einer psychologischen Diskussion. Da hat das Wort nämlich die Bedeutung einer krankhaften Angst.

2) Angst lähmt nicht. In der Biologie gibt es den „fight or flight“ Reflex, bedeutet, dass Angst entweder dazu führt, dass man wegrennt oder dass man kämpft (oder dass man stehenbleibt und sich tot stellt (hilft bei manchen Bären)).

Respekt ist die Achtung vor etwas, wenn du etwas schätzt - im positiven (ich respektiere meine Mitmenschen) und negativen (ich respektiere deine Fähigkeit mich mit deinen Klauen in Stücke zu zerfetzen) Sinne.

Angst ist die Reaktion, die dich am Leben erhält.

Wenn du vor einem Bären stehst und ihn respektierst, rennst du nicht wie ein Wahnsinniger und kämpfst du nicht wie ein Wahnsinniger und stellst dich nicht tot wie ein Opossum, sondern stehst da, schaust blöd und versuchst den Bären nicht zu behindern während er dich zerfleischt.

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@SacreVacheSacre

Ich denke, hier geht es rein um Begrifflichkeiten. Natürlich hat das Wort "Phobie" in der allgemeinen Verwendung eine andere Bedeutung, als bspw. in der Psychologie. Dem Ursprung nach bedeutet es aber nichts anderes als Angst.

Und ebenso natürlich kann ich aufgrund dessen, dass ich Respekt (und damit meine ich umgangssprachlich "Vorsicht") vor der Macht eines Bären habe, ihm entweder rechtzeitig ausweichen oder aber zumindest rational reagieren und mich tot stellen.

Bin ich aber von Angst - und ich spreche jetzt nicht von der natürlichen Fluchtangst, sondern von panikartiger Angst - ergriffen, lähmt mich das sowohl physich als auch psychisch.

"Angst verleiht Flügel" funktioniert nur, solange diese Angst nicht pathologisch ist.

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@profanity

Wenn du weisst, dass du krank bist und es dir gerade etwas besser geht (eine Phase ist, wo du gerade keine Schmerzen hast), freust du dich bestimmt nicht auf den nächsten Schub Schmerzen (der ganz sicher kommt). Da hast du eher Angst. Und wenn du auch noch jung bist, ist dein Leben (wenn du dann stirbst) ist es für dich viel zu früh und es wäre wohl auch nicht sehr schön, wenn du nur so dahinsiechen würdest, wissen, dass du irgendwann „verreckst“, aber es unter Umständen noch zwanzig Jahre gehen kann.
Zudem hätten ja wohl deine Eltern immer Angst, dass du den nächsten Tag nicht überlebst.
Und ich musste einmal einen Schulkameraden mit Bauchspeicheldrüsenkrebs begleiten!

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@RSTGUT

Gut, jung bin ich beim besten Willen nicht mehr, aber verloren habe ich eine ganze Menge Leute, durch Krankheit, Unfälle, Alter. Ich habe in meinem Leben mehr Scheiße gesehen, als für ein Menschenleben gut ist. Es gibt nichts mehr, was mir Angst macht.

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@profanity

Und trotzdem gibts scheiße, die du noch nicht erlebt hast. Und wenn man bedenkt wo du wohnst (Kontinent reicht) und du trotzdem schreibst, dass du mehr scheiße gesehen hast, als für einen Menschen gut ist, kann man annehmen, dass du nicht jede scheiße kennst, die es gibt.

Also richtig ausgedrückt: Du hast vor nichts Angst, das du kennst.

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@SacreVacheSacre

Prima, dass du mich besser zu kennen scheinst, als ich mich. Dafür hast du dir redlich eine Klugscheißertasse verdient, herzlichen Glückwunsch.

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@SacreVacheSacre
Wenn du von Panik redest, dann schreibe nicht „Angst“.

Und was ist Panik? Genau: lähmende Angst. Diese Wortklauberei ist nahezu lächerlich...

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Ich behaupte JA!

Möglicherweise wird sich die Angst nicht eingestanden und sogar verdrängt und sogar Situationen vermieden, damit man keine Angst spürt. Deshalb leidet ein Mensch aber trotzdem unter einer Angst.

Angst vor Schmerzen

Angst vor dem Tod oder dem Sterben

Angst vor unverschuldeten Unfällen

Angst vor Gewalt oder Überfall

Angst vor Krieg

Ich gebe dir in fast allen Punkten Recht. Nur vor dem Tod hat nicht jeder Angst. Mit dem Sterben ist das etwas anderes, das kann mit starken Schmerzen verbunden sein und große Angst machen. Doch der Tod, der nach dem Sterben unweigerlich folgt, macht mir überhaupt keine Angst. Denn das ist das Ende aller Schmerzen, aller Gedanken, aller Wünsche, Träume und Gefühle. Alles endet und das macht mir keine Angst.

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Hitler hatte also Angst vor Krieg? Es gibt auch genügend Menschen, die keine Angst vor dem Tod haben.

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@mrmeeseeks8

Das habe ich so nicht gesagt/geschrieben...

Meiner Meinung nach hatte Hitler mehr Angst davor, sich für seine Taten verantworten zu müssen als vor seinem Tod.

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Masochisten, Sadisten, Psychopathen. Die widerlegen alle deiner Behauptungen bis auf die Angst vor dem Sterben. Ich denke die hat (fast) jeder (vor allem die, die behaupten sie hätten keine Angst davor, das sind am Ende die, die am meisten Schiss haben)

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@SacreVacheSacre

hmmm... ich behaupte, dass es Menschen gibt, die sich ihrer Angst nicht bewusst sind und sogar süchtig nach dem Adrenalincick sein können, der bei anderen Ängste auslöst und bei ihnen Rauschzustände.

Aber lassen wir das, es war nicht meine Absicht besserwisserisch daherzukommen, ich habe nur Beispiele aufgezählt, die Angstliste ist länger und ja es gibt sicher auch Menschen, die völlig angstfrei sein könnten...

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Natürlich, solange es sich um einen gesunden Menschen handelt!

Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Krankhaft übersteigerte oder nicht rational begründbare Angst wird als Angststörung bezeichnet.

Die Frage war glaub ich eher, ob es eine bestimmte Sache gibt, vor der jeder Mensch Angst hat. Der Tod wäre es zum Beispiel nicht, weil es Leute gibt, die keine Angst vor dem Tod haben.

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@herja

Okay, und was ist dann deine Antwort? Was ist die Sache, vor der jeder Angst hat?

(Wie gesagt, die Frage ist nicht, ob jeder Mensch vor etwas Angst hat!)

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@ilovehermine

Steht doch da:

Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.
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@herja

Das habe ich gelesen, aber da steht "können"... Nicht, dass wirklich jeder Mensch davor Angst hat. Und das stimmt ja. Manche Menschen verletzen sich selbst, d.h. sie haben keine Angst vor körperlicher Unversehrtheit. Dann würde das schonmal nicht zutreffen.

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@ilovehermine

Deswegen steht da ja auch:

Krankhaft übersteigerte oder nicht rational begründbare Angst wird als Angststörung bezeichnet.
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Vsauce hat dazu eine Mindfield episode.

Das Fazit: Zu viel CO2 im Blut und eine äußere Gefahr, die es verursacht oder verursachen kann.

Der Grund: Die Angst nicht atmen zu können scheint evolutionär sehr weit zurück zu gehen, weiter als das „Angstzentrum“ (Amygdala) im Gehirn. Also haben auch Leute ohne Amygdala (die vor nichts Angst haben) Panik, wenn zu viel CO2 im Blut ist. Leute mit Amygdala können aber erkennen, dass keine Gefahr droht, wenn das in einem wissenschaftlichen und kontrollierten Umfeld stattfindet. Deswegen brauchen sie eine Gefahr, der ihre Amygdala abkauft, dass sie schuld für das Ersticken ist.

Ein Beispiel wäre ertrinken oder waterboarding

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