Gibt es es ein unterschied?

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4 Antworten

Gegen eine fristlose Kündigung hilft kein Widerspruch, da muss man schon gegen klagen.

oder lies das: Informationen zur fristgemäßen bzw. ordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses Was ist eine fristgemäße (ordentliche) Kündigung?

Die fristgemäße (bzw. ordentliche) Kündigung ist die Erklärung des Arbeitgebers oder Arbeitnehmers, das Arbeitsverhältnis zum Ablauf einer Frist beenden zu wollen. Sie enthält daher – im Unterschied zur fristlosen Kündigung - eine Kündigungsfrist und beendet das Arbeitsverhältnis nicht sofort (einzige Ausnahme: Entfristete ordentliche Kündigung).

Sie kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer ausgesprochen werden und wird in dem Moment wirksam, in dem sie dem Empfänger zugeht. Wie jede Kündigung hat sie schriftlich zu erfolgen. Wie verhalte ich mich, wenn ich eine fristgemäße (ordentliche) Kündigung erhalten habe?

Generell gilt: Wenn Sie gegen eine Kündigung vorgehen wollen, empfiehlt es sich, so bald wie möglich rechtlichen Rat einzuholen.

Die Eilbedürftigkeit besteht deshalb, weil eine Klage gegen die Kündigung (Kündigungsschutzklage) in fast allen Fällen innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erhoben werden muss (3-Wochen-Frist)!

Auch wenn Sie nicht unbedingt gleich vor ein Gericht gehen wollen, sollten Sie innerhalb dieser Frist handeln. Wird nämlich die 3-Wochen-Frist versäumt, gilt die Kündigung als wirksam, so dass dann auch nicht-gerichtliche Maßnahmen so gut wie aussichtslos werden.

Wenn Sie nicht unter allen Umständen an Ihrem Arbeitsverhältnis festhalten wollen, können Vergleichsgespräche mit dem Ziel geführt werden, das Arbeitsverhältnis gegen die Zahlung einer Abfindung zu beenden.

Ferner sollten Sie sich innerhalb von 3 Tagen nach Kündigungszugang bei der Arbeitsagentur arbeitsuchend melden (§ 38 SGB III), wenn Sie Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen wollen. Anderenfalls droht eine Sperrzeit.

Wird Kündigungsschutzklage erhoben und erklärt das Arbeitsgericht die Kündigung später für unwirksam, so bedeutet dies, dass das Arbeitsverhältnis ununterbrochen fortbestand. Unter Umständen können Sie dann auch für die Zwischenzeit, in der Sie nicht gearbeitet haben, Ihr volles Gehalt oder Teile davon beanspruchen (Annahmeverzug). Welche Kündigungsfrist gilt in meinem Fall?

Kündigungsfristen können sich aus Ihrem Arbeitsvertrag, aus einem Tarifvertrag, der auf das Arbeitsverhältnis Anwendung findet, oder aus dem Gesetz (BGB, Seemannsgesetz) ergeben. Sie müssen daher in jedem Einzelfall erst ermittelt werden.

Nähere Informationen erhalten Sie unter Kündigungsfrist. Welche allgemeinen Voraussetzungen gelten für ordentliche Kündigungen?

Wie bei allen Kündigungen ist die Einhaltung der allgemeinen Voraussetzungen erforderlich. Dazu zählen etwa die ordnungsgemäße Anhörung des Betriebsrats (Personalrats), die Einhaltung der zusätzlichen Voraussetzungen bei bestehendem Sonderkündigungsschutz, die Wahrung der Schriftform usw. Welche Auswirkungen hat die fristgemäße Kündigung auf das Arbeitslosengeld?

Eine ordentliche Kündigung aus betriebsbedingten und personenbedingten Gründen hat grundsätzlich keine negativen Auswirkungen auf den Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Anders kann es bei einer verhaltensbedingten Kündigung sein. Diese beruht auf einem steuerbaren Verhalten des Arbeitnehmers. Wer durch ein solches (vertragswidriges) Verhalten Anlass für die Kündigung gegeben hat und dadurch vorsätzlich oder fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat, riskiert eine Sperrzeit.

Das kann für den Arbeitnehmer die schwerwiegende Folge haben, dass er für längere Zeit weder Gehalt noch Arbeitslosengeld erhält.

Die Arbeitsagentur ist bei ihrer Entscheidung verpflichtet, von sich aus (und unabhängig vom Arbeitsgericht) zu überprüfen, ob ein solches vertragswidriges Verhalten vorliegt, das eine Sperrzeit auslösen kann. Diese Überprüfung wird aber nicht immer abschließend und ordnungsgemäß durchgeführt.

Ergeben sich Anhaltspunkte, dass die Kündigung nicht wirksam ist, ist es daher oftmals ratsam, schon frühzeitig bei der Arbeitsagentur darauf hinzuwirken, dass keine Sperrzeit verhängt wird, oder, wenn eine solche bereits verhängt wurde, dagegen vorzugehen. Was sind die Kündigungsgründe bei einer ordentlichen Kündigung?

Die Gründe für eine ordentliche Kündigung können vielfältig sein: Sie können sich aus der wirtschaftlichen Situation des Arbeitgebers oder aus Umständen ergeben, die im Bereich des Arbeitnehmers liegen.

Jedoch wird nicht jeder Grund vom Gesetz anerkannt:

Ein Arbeitgeber darf durchaus kündigen, wenn ein Stellenabbau erforderlich ist - Er darf aber nicht aus Willkür kündigen, weil ihm dieser oder jener Mitarbeiter "nicht passt"
Ein Arbeitgeber darf kündigen, wenn der Arbeitnehmer seine Arbeitspflichten nicht mehr erfüllen kann - nicht aber, weil ihm der Arbeitnehmer "zu alt" ist
Ein Arbeitgeber darf kündigen, wenn das Verhalten des Arbeitnehmers Grund zur Beanstandung gibt – nicht aber, weil der Arbeitnehmer dabei in zulässig

Vielen dank

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ivonnekoehler, bitte das nächste mal darauf achten, dass auch die Quellangabe benannt wird.

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Fristlos heißt, du darfst sorfort gehen.Graktisch in der gleichen Minute noch.

Fristgerecht heißt. Du bleibst noch bis zu einem bestimmten Tag angestellt und musst/darfst. noch weiter arbeiten.

Fristgerecht heißt z.B, 14 Tage zum Monatende. Dann kündigt man dir am 15.eines Monats und du bleibst bis zum letzten tag des Monats.

Es gibt verschiedene Kündigungsfristen.

Das gleiche gilt natürlich auch wenn du selbst kündigst.

Ja, die eine ist mit Frist, und die andere ohne...

Es gibt dafür keine Frist, da eine Kündigung ein einseitiges Rechtsgeschäft ist, das weder der Zustimmung zur Wirksamkeit noch des Widerspruchs zur Unwirksamkeit bedarf, man kann gegen eine Kündigung keinen Einspruch einlegen, zumindest hat dies rechtlich keine Relevanz...

Natürlich kann man einspruch einlegen.das weiß doch jedes kind.ob du danach vor Gericht Gewinnen wirst ist eind andere sache

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@Romeo111

Du kannst in China auch einen Sack Reis umkippen, das hat rechtlich genauso viel Relevanz wie der Einspruch gegen eine Kündigung...

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@Romeo111

Das ist kein Einspruch sondern eine Klage . Einspruch macht der Rechtsanwalt bei der Verhandlung.

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Der Unterschied liegt darin - bei einer fristlosen Kündigung kannst Du sofort gehen. Bei einer fristgemäßen Kündigung mußt Du die Kündigungsfrist einhalten, die abhängig ist von der Dauer / Laufzeit des Vertrages.

Gegen beide Kündigungen kannst Du prinzipiell Einspruch / Klage vor Gericht einlegen. Bei einer fristgerechten Kündigung eines Arbeitsverhältnisses mußt Du z.B. innerhalb von 3.Wochen Klage beim Arbeitsgericht einlegen.

Und bei einer Fristgemäße Kündigung auch 3wochen frist?

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