Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Intelligenz und der politischen Einstellung?

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23 Antworten

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Intelligenz und der politischen Einstellung?

Ja, es gibt einen mittelbaren Zusammenhang. Dazu wurden zahlreiche Studien gemacht, die allesamt deutliche Tendenzen aufzeigen:

  • Konservative/Reaktionäre sind "dümmer" als der Durchschnitt
  • "Linksliberale"¹ sind intelligenter als der Durchschnitt.

Der Unterschied wird im Wesentlichen damit erklärt, dass es zur Bewahrung von Traditionen (Konservativismus) und zur Wiederherstellung von Altbewährtem (Reaktionismus) keine wesentlichen Denkleistungen braucht; während "Linksliberalismus"¹ das Denken zwingend benötigt, denn hier ist viel Innovationskraft und Vorstellungsvermögen erforderlich.

¹) "Linksliberalismus" ist in der politischen Einordnung "Progressivismus" und damit die Gegenströmung zum "Konservativismus". Du findest sie partiell bei der FDP, vor allem aber bei den Linken. Die Grünen waren einst linksliberal-progressiv, sind es heute jedoch nur noch in wenigen Themen, etwa bei der Gleichberechtigung, während sie in den meisten Themen eher konservativ bis reaktionär geworden sind. SPD, CDU, CSU, AfD und NPD sind jedoch konservativ bis reaktionär.

Hier findest du eine der Studien zur Intelligenzleistung in Korellation zur politischen Einstellung: https://personal.lse.ac.uk/kanazawa/pdfs/SPQ2010.pdf

Ich will damit keine bestimmte Partei oder Organisation beleidigen oder so

Das dürfte kein Problem sein. Intelligenz ist das am gerechtesten verteilte Gut auf diesem Planeten. Jeder glaubt, er habe mehr als genug davon.

Insofern setzt höchstens eine Verteidigungs- und Erklärungs-Argumentation ein, warum eine entsprechende Behauptung, weniger Intelligenz zu haben, selbstverständlich nicht zutreffen kann. ;)

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Kommentar von schnoerpfel
20.09.2016, 12:47

Im 20. Jahrhundert waren Nationalsozialismus und Kommunismus fortschrittliche Ideologien, die die (Um)formung von Menschen und Gesellschaftsbildern zum Ziel hatten. Was uns dieser "Fortschritt" kostete, kann jeder in den Geschichtsbüchern nachlesen. 

Konservativismus ist nicht zwingend "dümmer". Die leben eher nach dem Motto "Never change a running system". Warum Experimente wagen, die möglicherweise nicht umkehrbar sind?

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An dieser Stelle müsste zunächst der Begriff von "Intelligenz" sauber definiert werden:

„Menschliches intelligentes Verhalten wird durch eine Reihe von Leistungen charakterisiert, die wiederum für das Verständnis von Kognition wichtig sind. Menschen zeigen zielgerichtetes, adaptives Verhalten; sie sind in der Lage, auf vielfältige Veränderungen ihrer Umgebung flexibel zu reagieren. Adäquates Verhalten in einer komplexen, dynamischen Umgebung verlangt die Beachtung und Verarbeitung von vielen Reizen sowie die Nutzung von umfangreichen Wissensbeständen zur Auswahl der Verhaltensantwort, und es verlangt kontinuierliches Lernen aus den Effekten von Handlungen. Menschen kommunizieren durch Sprache und erwerben ein Konzept ihrer selbst (…..). [Rainer H. Kluwe „Kognition“, In: Lexikon der Psychologie]

Ob eine konkrete Korrelationsdynamik zwischen dem Einzelmerkmal von Intelligenz und politischer Einstellung belegbar und begründbar ist, bleibt mit vielen Fragezeichen versehen und dürfte eher mit biografischen und soziokulturellen Faktoren zu verbinden sein.

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Eine wirklich interessante Frage.

Ich würde dies eher verallgemeinern. Menschen mit verminderter Intelligenz (von denen es leider eine ganze Menge gibt), neigen halt dazu, extreme Einstellungen zu vertreten und zwar egal ob nun auf politischer oder sonst irgendeiner Ebene.

Das Problem ist halt, dass Extreme immer sehr einfach erklärt und verstanden werden können. Dies wird natürlich von diversen Gruppierungen ausgenutzt, um Anhänger zu finden.

Jedoch funktionieren diese Extreme leider nie. Die Welt und auch jede Lösung für ein Problem befindet sich halt irgendwo zwischen den Extremen. Es ist halt immer eine Abwägung zwischen vielen verschiedenen Fakten notwendig. Und eine ideale Lösung wird es halt auch nie geben.

Und weil gerade die Realität so schwierig ist, finden so viele Menschen diese Extreme so anziehend. Lieber etwas Falsches glauben, das einfach zu verstehen ist, also sich selbst Gedanken über eine Lösung zu machen. :-)

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Vielleicht gibt es einen Zusammenhang in so fern, das in den extremen politischen Richtungen die Unterschiede innerhlab der Richtungen/Parteien größer sind.

So waren in der Spitze der NSDAP mit Sicherheit einige sehr intelligente Leute, die dies ausnutzten um Das Volk nach ihren Wünschen zu leiten.

So konnten sie eben mit Populistischen Erklärungen wie "die Juden sind an allem Schuld" viele erreichen und beeinflussen.

Je höher die durchschnittliche Intelligenz in einer Partei ist, desto schwieriger das arbeiten in der Partei, weil ja die anderen mit Argumenten überzeugt werden müssen.

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Es gab diesbezüglich keine wissenschaftliche Untersuchungen.

Man könnte vielmehr aus der Mitgliederstruktur der Parteien einige Schlüsse ziehen. So ist z.B. ein Großteil der LINKS Partei ewig gestrige und Überbleibsel der ehemaligen SED. Hier kann man mit Fug und Recht sagen, wer es nach 26 Jahre noch nicht kapiert hat was das SED im Osten angerichtet hat, dem muss man einen geringen IQ unterstellen.

Die SPD versucht zwar in guter Tradition eine Arbeiterpartei zu sein aber spätestens seit Schröder richten sich die Blicke auf die Mitte der Gesellschaft. Heute sind Arbeiter wie Akademiker Mitglieder dieser Partei

Die CDU kann ihr konfessionelles Gesicht nicht ablegen, es ist daher die Mitte und vor allen die Pensionäre und Rentner ihr Klientel

Die Grüne sind ein Sammelbecken von ehemaligen 68'er, von Menschen die die Gunst der Stunde wahrnahmen um politische Karriere zu machen ohne sich in den hierachischen Strukturen anderen Parteien hochzudienen. Lehrer sind überproportional Mitglieder und Wähler.

Die AfD wurde einmal von Professoren der Wirtschaftswissenschaften gegründet und noch heute sind überproportional Fachleute der Volkswirtschaft Mitglieder und Wähler.

Man kann daher keine eindeutige Aussage über die Intelligenz der Parteimitglieder machen. Merkel hat z. B. einmal in Physik promoviert, die Petry in Biochemie. Ich persönlich halte jetzt das biochemische Thema der Petry für anspruchsvoller als die das Thema Reaktionsgeschwindigkeit der Merkel, das bedeutet habe keine Qualifizierung oder gar eine Aussage für den jeweiligen IQ

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Einfach so diesen Zusammenhang aufzustellen wäre falsch, jedoch finde ich schon, dass wenn man Anhänger von gewissen Parteien oder Ähnlichem in Interviews sieht und leider auch hört, dann fällt einem schon auf, dass sie häufig eher etwas, sagen wir mal unterbelichtet, erscheinen.

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Schon Marx wusste: Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Nicht der IQ und auch nicht der EQ.

Hätte ich Aussicht auf eine Erbschaft von einer Million, wäre ich auch für die Abschaffung der Erbschaftssteuer. Dafür bedarf es nur wenig Intelligenz.

Was ich mir nicht erklären kann: Dass jemand die Schuld an einer seit zwanzig Jahren anhaltenden Umverteilung nach oben bei den Flüchtlingen sieht, die noch kein Jahr hier sind.

Und auch nicht, dass jemand, der als Hartz-IV-Empfänger von anderer Leute Steuerzahlung lebt, eine Steuersenkungs-Partei wählt.

Dass Leute, die ihren Frust in der Wahlkabine loswerden wollen, überwiegend rechts wählen, zumindest in D, könnte mit der Intelligenz zusammenhängen.

Insofern, als dass Intelligenz dazu neigt, überlegt statt impulsiv zu wählen. Erklärt aber nicht, wieso die Impulse rechts sind.

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Kommentar von Bevarian
21.09.2016, 00:23

könnte mit der Intelligenz zusammenhängen.

Respektive mit dem Mangel daran - Argumente hast Du ja schon angeführt...   ;(((

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Es gab mal eine Studie, dass Kinder mit geringem IQ später eher zu Rassismus und anderen rechten Einstellungen neigen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/intelligenz-kinder-mit-geringerem-iq-neigen-spaeter-eher-zum-rassismus-1.1254098

Inwiefern das jetzt super aussagekräftig ist weiß ich nicht und ich halte es auch für falsch Rassist*innen pauschal als dumm zu bezeichen, weil das viel zu sehr verharmlost.

Außerdem gibt es ja mit der AfD eine Partei, die von intelligenten aber eben menschenfeindlichen Menschen geführt wird.

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
19.09.2016, 16:19

Rassismus ist eine Form des Hasses.
Hass kann jeder empfinden.
Ich habe einen guten Freund (IQ134),der sehr rassistisch ist.

Meiner Meinung ist die Hass & ähnliches eher bei intelligenteren Menschen ausgeprägter.

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Wo Intelligenz herrscht, wirst du auch häufiger eine politische Einstellung finden.

Eine nicht unbekannte Richterin aus Berlin äußerte mal, dass ihr Rechtsextremisten dümmer vorkämen als Linksextremisten.

Ich unterschreibe das. Bedauerlicherweise macht das den Linksextremismus nur umso gefährlicher, zumal dieser zahlenmäßig auch noch überlegen ist.

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Kommentar von lupoklick
19.09.2016, 16:28

... und die SPD von Geburt an eine "offene Flanke" hat.....

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Ja natürlich, auf jeden Fall.

Es gibt genug Untersuchungen die belegen, dass bestimmte Parteien, politische Meinungen vom unterschiedlichen Bildungsstand abhängen.

Leider darf man das nicht immer sagen und es gilt auch keineswegs pauschal.

Aber die Politik des Stammtisches hat unsere Welt noch nie weitergebracht, ...

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Nein.

Es gibt keinen zwischen Intelligenz und politischer Einstellung.

Aber es gbt einen zwiischen politischer Bildung und politischer Einstellung.

Je politisch gebildeter, desto freiheitlicher, demokratischer, toleranter, rechtsstaatlicher die politische Einstellung.

Je geringer die politische Bildung, desto anfälliger sind die Menschen für vordergründige populistische Einfach"lösungen", die oftmals in katastrophale "Verschlimmbesserungen" einmünden, wenn die entsprechenden Kräfte mal was zu sagen bekommen

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Intelligenz ist in den meisten einzelnen Menschen ungleich verteilt.  "Insel-Begabung",

 Fanatisch-Ideologisch, musisch, technisch, praktisch, Umgang mit Menschen usw.

Zu einer "nachhaltigen" Politik gehört Klugheit, Lebenserfahrung  mit Vorausschau

Negative  Beispiele sind SPD.Genossen (.... haaaatschie ...),

 die Vorschläge aus eigenen Reihen als "Verrat an der Seele der Partei" bepöbeln, und damit die 10 % Marke wie  LIMBO-Tänzer/INNEN locker unterkrabbeln,,,,,

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Nein, einen direkten Zusammenhang gibt es da nicht. Es gibt nur Tendenzen die man statistisch beschreiben kann.

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Vermutlich ja. In meinem Bekannten- und Freundeskreis befinden sich mehrheitlich Menschen mit höherem IQ, deren politische Ausrichtung tendiert (bei fast allen) zur AfD. Sie sind eher konservativ, realistisch und siedeln sich mittig-rechts an. Eine Studie kann ich nicht vorweisen.. es sind lediglich Erfahrungen die ich für ich sammeln konnte.


 

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Ich denke wenn man sich beeinflussen lässt von Medien wie zum Beispiel hustrtlhust dann ist man villeicht nicht unbedingt klug was das angeht. Allerdings weiß ich nicht welchen kontent rtl bringt deshalb will ich mich auch nicht festlegen

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Nein, die gibt es meiner Ansicht nach nicht.

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Bewiesen ist es nicht.

Aber Albert Einstein war zum Beispiel Sozialist.

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Kommentar von brido
19.09.2016, 16:12

Das mit der Atombombe hätte er besser bleiben lassen. 

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
19.09.2016, 16:22

Was denn sonst? Als ob er als Jude nazi wàre..?!

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Nein gibt es nicht.
Aber oft zwischen Bildung & politischer Meinung.

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Dumme Menschen sind wahrscheinlich anfälliger für Populismus, da sie sich weniger Gendanken darüber machen. Populistisch sind meist die Parteien, die nicht durch logischen Inhalt überzeugen können, also die rechten/rechtsextremen Parteien

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Kommentar von Maro95
19.09.2016, 17:50

Die letzte Folgerung erschließt sich mir nicht ganz, es gibt ebenso linksextreme Parteien, die bspw. mit der Angst vor Krieg Wahlkampf machen. Nur kriegen die keine medienwirksamen Auftritte.

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Kommentar von Hikez
19.09.2016, 18:35

Mir sind in Deutschland einfach keinen momentanen Beispiele für linken Populismus bekannt. Natürlich kleinere, aber keine, die zB das Ausmaß der AfD erreichen

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Kommentar von Hikez
19.09.2016, 21:55

Wie gesagt: Ich setzt das Ausmaß der AfD als Maßstab, denn da wird es erst wirklich deutlich

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