Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Zirkumpolaren Sternen und der Polhöhe?

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3 Antworten

Ja, um so weiter du auf der Erde Richtung "nördlich" bist, um so höher steht der Himmelspol und immer mehr Sterne erscheinen zirkumpolar, Der Polarstern ist sehr nahe am Himmelspol und "markiert" diesen quasi.

Du kannst mit der Höhe des Polarsterns (mit einem definiert großem Fehlerbereich) den Breitengrad deines Ortes der Beobachtung bestimmen. Ist er im Zenit, bist du ziemlich genau am Nordpol.

Sinngemäß (aber ohne Polarstern) gilt das natürlich auch für die Südhalbkugel.

Lade Dir das kostenlose Programm "Stellarium" herunter, damit kannst Du das für frei wählbare Orte auf der Erde simulieren.

Ein leicht zu merkender Satz aus dem Wiki zu "Zirkumpolar":

An Nord- und Südpol sind alle sichtbaren, extrasolaren Himmelsobjekte zirkumpolar, am Erdäquator dagegen keine.

Am Nordpol steht der Polarstern 90° hoch im Zenit. Da sieht man nur Zirkumpolarsterne. Je weiter man nach Süden geht, um so weniger Zirkumpolarsterne gibt es. Und am Äquator gibt es gar keine mehr. Südlich des Äquators nimmt die Zahl der Zirkumpolarsterne wieder zu und am Südpol gibt es nur solche.

Zirkumpolarsterne sind jene, die den Polen der Himmelskugel so nahe stehen, dass sie bei der scheinbaren täglichen Bewegung den Horizont nicht erreichen. Wie groß der Bereich der Z. ist, hängt von der Höhe des Himmelspols über dem Horizont des Beobachters und damit von der geographischen Breite des Beobachtungsortes ab. Die Polhöhe gibt die geographische Breite an.

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