Gibt es einen Weg ( Gesetz) das mein Arbeitgeber mich kündigen kann?

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9 Antworten

Wie lange bist Du schon krank und wie lange dauert das voraussichtlich?

Dein AG kann Dir wirklich nicht betriebsbedingt kündigen. Solltest Du aber langzeitkrank sein, kommt eine personenbedingte Kündigung in Betracht.

Es gibt Urteile des BAG, in denen schon eine Langzeiterkrankung von acht Monaten als Kündigungsgrund anerkannt wurde.

Vor der personenbedingten Kündigung steht die "Drei-Stufen-Prüfung".

In so einem großen Betrieb gibt es doch bestimmt einen Betriebsrat (?). Wenn ja, setz Dich mit diesem in Verbindung, er kann Dir das auch erklären.

Dein Arbeitgeber kann sich übrigens auch über eine personenbedingte Kündigung "schlau machen". Da gibt es doch bestimmt ein Personalbüro und auch einen Firmenanwalt und die müssen das auch wissen.

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Eine betriebsbedingte Kündigung ist nicht möglich, das stimmt. Allerdings kommt eine personenbedingte Kündigung gem. § 1 Abs. 1 KSchG in Betracht. Da Du dauerhaft krank bist liegt eine sogenannte negative Gesundheitsprognose vor. Der Arbeitgeber müsste dann nur vernünftig begründen, warum bzw. inwieweit die nicht besetzte Stelle den Betrieb beeinflusst.

Abgesehen davon gilt natürlich: Wo kein Kläger, da kein Richter. Gem. § 7 KSchG wird jede Kündigung wirksam, wenn der Arbeitnehmer nicht innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage einlegt. Da Du gekündigt werden möchtest, ist dies nicht zu erwarten.

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Das stimmt nicht ganz. Eine Kündigung bei Krankheit eines Arbeitnehmers ist grundsätzlich möglich. Sollte sich aufgrund einer festgestellten negativen Gesundheitsprognose herausstellen, dass deine Weiterbeschäftigung dem Arbeitgeber nicht zuzumuten ist, kann er dir sogar mit dieser Begründung kündigen.

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Bei entsprechend negativer Prognose kann er durchaus krankheitsbedingt kündigen. Eine Erkankung verschafft keinen Kündigungsschutz.

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Auf keinen Fall selber kündigen ! 

Krankheitsbedingte Kündigung ist zulässig und Vorraussetzung um ALG ohne Sperrfrist zu bekommen. Vorrausstzung du bist in der Lage, Arbeit anzunehmen, andernfalls wird die Krankenkasse, von der das Krankengeld ja kommt, dich auffordern, Rentenantrag zu stellen. Beratung bei Rntenanstalt wäre hier angebracht, die sagen dann auch wie das Arbeitsverhältnis dann am besten beendet wird.

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Dein Arbeitgeber stresst nicht rum,sondern verhält sich besonders sozial.Eine betriebsbedingte Kündigung wäre unzulässig und angreifbar.Infrage kommt eine situationsbedingte Kündigung,Dauerkrank,Du kannst auf nicht absehbare Zeit eine Arbeitsleistung nicht erbringen.Bitte Deinen Arbeitgeber deshalb um einen Aufhebungsvertrag,auf Wunsch des Arbeitgebers.Den Wunsch sauber zu begründen,ist wohl für Ihn kein Problem.Die Notwendigkeit eine Stelle wiederzubesetzen.Damit hast Du keine Nachteile hinsichtlich einer Sperre bei ALG.Allerdings musst Du für den Bezug von ALG ohnehin arbeitsfähig sein.Insofern überlege Dir bitte gut,ob Deine Situation nicht so besonders komfortabel ist. Beste Grüße

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Dein AG hält sich genau an die Regeln. Ein Angestellter, der krank geschrieben ist, darf aus diesem Grunde nicht gekündigt werden.

Dann müssten sie sich was anderes als Kündigungsgrund ausdenken.

Warum bist Du denn so scharf darauf, gekündigt zu werden? Solange dieses Arbeitsverhältnis besteht, bekommst Du Krankengeld von der Krankenkasse. Bekommst Du eine Kündigung, musst Du Dich arbeitslos melden und bekommst ALG. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du damit besser dastehen würdest in finanzieller Hinsicht.

Da Du ja eh nicht arbeitsfähig bist, wäre das ohnehin Humbug, Du bist ja dadurch nicht vermittelbar. lg Lilo

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Kommentar von RobertLiebling
17.11.2016, 11:14

Ein Angestellter, der krank geschrieben ist, darf aus diesem Grunde nicht gekündigt werden.

Das ist so nicht richtig. Wenn der Arbeitnehmer krank ist und eine negative Prognose vorliegt (dass er seine Arbeitsleistung vsl. dauerhaft nicht mehr erbringen kann), kann eine personenbedingte Kündigung ausgesprochen werden.

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Kommentar von Familiengerd
17.11.2016, 12:36

Ein Angestellter, der krank geschrieben ist, darf aus diesem Grunde nicht gekündigt werden.

Wie kommst Du denn zu dieser falschen Behauptung?!?!

Selbstverständlich kann ein Arbeitgeber auch wegen Erkrankung kündigen: bei sehr häufigen Kurzerkrankungen, bei Dauererkrankung, negativer Gesundheitsprognose, fehlende rMöglichkeiten oder Unzumutbarkeit zur Umschulung, Arbeitsplatzumgestaltung, Versetzung, nicht zumutbarer wirtschaftlicher, organisatorischer, personeller Belastung des Arbeitgebers.

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Ma kann nicht so einfach jemanden betriebsbedingt kündigen - das muss man beim Arbeitsamt nämlich nachweisen, dass man sich den jeweiligen Mitarbeiter nicht mehr leisten kann. Ein Unternehmen, das schwarze Zahlen schreibt, wird das aber nicht können.

Du hättest bei einer Kündigung ja Anrecht auf Arbeitslosengeld und das Arbeitsamt will schon sehr genau vom Arbeitgeber wissen, ob die Kündigung wirklich notwendig ist - diese Überprüfung ist ein Schutz vor mutwilligen Kündigungen.

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Kommentar von kevin1905
17.11.2016, 12:12

Solange der Fragesteller krank ist und Krankengeld bezieht, ist er der Agentur für Arbeit reichlich gleichgültig.

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Du solltest auf keinen Fall kündigen und einen Aufhebungsvertrag auch nicht unterschreiben. Wie lange bekommst Du schon Krankengeld?

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