Gibt es einen Vordruck dafür wenn ich ein Erbe annehmen möchte?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine Erbschaft gilt als angenommen, wenn nicht innerhalb von 6 Wochen nach bekanntwerden des Berufungsgrundes die Ausschlagung erklärt wird, § 1943 Halbsatz 2 BGB in Verbindung mit § 1944 Abs. 1 BGB. Nach 6 Wochen ist man also Erbe, egal ob man dem Nachlassgericht gegenüber die Annahme erklärt hat oder nicht.

Danke für Deine ausführliche Antwort.

Da frag ich mich doch ob der Rechtspfleger (?) mich ein bischen ärgern will?

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Pass bloß auf, was du unterschreibst! In Ö. ist es zumindest so, dass du ja auch Schulden des Erblassers dabei übernehmen könntest. Geh gescheiter zum Notar, der diese Erbschaft behandelt und lass dir alles erklären!

In Deutschland gibt es auch eine "Gesamtrechtsnachfolge", also alle Aktiva und alle Passiva des Erblassers gehen komplett auf den Erben über. Man kann also nicht mal eben die Schulden ausschlagen und die Vermögenswerte erben. Das Recht die Schulden auszuschlagen hat nur der Fiskus.

Notar würde ich in Nachlassfällen nie ansteuern, sofern kein notarielles Testament vorliegt. Beim Nachlassgericht zahlt man nämlich nicht die MwSt. auf die Gebühren und außerdem stellen nur Nachlassgerichte Erbscheine aus (Für Baden-Württemberg gelten, soweit mir bekannt, Sonderregeln). Der Notar kann lediglich alles machen um einen Erbscheinsantrag "gangbar" zu machen (sprich: Abnahme der eidesstattlichen Versicherung).

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@ironjustice

Aha! Bei uns in Österreich wird im Todesfall automatisch ein Notar zugeteilt. Wenn es die Erben wollen, können sie einen anderen Notar mit der Abwicklung beauftragen. Die Honorare für den Notar sind gesetzlich geregelt. Er hat auch die Verpflichtung, die Erben ausreichend aufzuklären. Wie z.B., dass sie etwaige Schulden bei Annahme des Erbes mitübernehmen und es eventuell für sie besser wäre, auf das Erbe zu verzichten.

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Stellungnahme Amtsgericht für Erbe, was tun ?

Hallo, ich habe vom Amtsgericht einen Brief erhalten, in dem es um eine Teilerbauseinandersetzung geht. Es geht um ein Grundstück, an dem mein Vater (verstorben) zu 1/4 beteiligt war.

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Liebe Grüße

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Erbengemeinschaft, Nachlass

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gemeinschaftlichen Erbschein beantragt- Erbberechtiger zwischenzeitlich verstorben, was nun?

Guten Abend,

ich habe vor fast 18 Monaten das Erbe meines verstorbenen Onkels angetreten. Die Erbengemeinschaft besteht aus zwei Teilen: 50 Prozent gehören der Schwester meiner verstorbenen Tante. Diese hat bereits einen Erbschein erhalten. Die anderen 50 Prozent wurden meiner Familie zugesprochen. Nun besteht mein Familienzweig nicht nur aus mir selbst, sondern zahlreichen Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen. Insgesamt sind wir 24 Personen. In mühevoller Arbeit habe ich in den letzten 12 Monaten Personenstandsurkunden u.a. von all meinen Verwandten gesammelt. Vor einigen Wochen konnte ich alle Dokumente endlich dem zuständigen Amtsgericht abgeben und die Erteilung des Erbscheins für meine Familie beantragen.... Mein Antrag ist derzeit noch in Bearbeitung. Vor einigen Tagen erhielt ich nun die Nachricht, dass eine Tante von mir, die ebenfalls erbberechticht war, mit 77 Jahren gestorben ist.

Meine Frage lautet: Welche Auswirkungen hat das auf die Erteilung des gemeinschaftlichen Erbscheins? Und muss ich dem Amtsgericht trotz des bereits gestellten Antrags den Tod mitteilen?

Meine Befürchtung besteht darin, dass der ganze Prozess nun wieder von vorne losgeht. Das heißt: Ich muss von der Tante die Sterbeurkunde einreichen, dem Amtsgericht die Namen ihrer 5 Kinder übersenden, damit diese dann wieder angeschrieben werden können, die Eröffnungsunterlagen erhalten und 3 Wochen Zeit haben, das Erbe auszuschlagen. Schlagen sie aus, werden anschließend deren Abkömmlinge angeschrieben. Dann allerdings sitze ich noch im Sommer auf meinem Sofa und warte auf den Erbschein.

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