Gibt es einen unterschied zwischen Demenz und Verwirrtheit

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Hallo Anna,

der Unterschied ist folgender:

Demenz ist ein Krankheitsbild,das sich langsam entwickelt,dazu gehören der Verlust geistiger Funktionen wie Denken,Erinnern,der Orientierung,Verknüpfung von Gedankengängen.

Verworrenheit oder Verwirrtheit sind räumliche und zeitliche Orientierungsstörungen,die unterschiedliche Ursachen haben können:

  • Flüssigkeit Mangel,Durchfallerkrankungen,

  • Medikamente,Drogen Alkohol,

  • Stoffwechselstörungen,Unterernährung,

  • Psychosen,Gehirnerschütterung,

  • Narkosen,

  • Umgebungsänderung –besonders bei älteren Menschen,

  • Demenzen wie Alzheimer.

Die Symptome der Verwirrheit sind Konzentrationsstörungen,Unruhe,zusammenhanglose Sprache,es kommt zu Störungen des Gedächtnisses,des Denkens und der Gefühle.

Eine Demenz entwickelt sich langsam und ist nicht heilbar,eine Verwirrheit kann akut auftreten und innerhalb weniger Tage wieder verschwinden und sie gehört zu der Demenz dazu ( so wie das Niesen zu einem Schnupfen -weiß nicht wie ich es besser erklären kann).

Das Krankheitsbild Demenz kann eindeutig diagnostiziert werden.

Gerade bei älteren Menschen können eine Umgebungsänderung wie Krankenhaus Aufenthalt,Kurzzeit Pflege oder eine Narkose eine akute Verwirrheit auslösen.

Gruß Athembo

ja,aber bei ihr dauert es jetzt schon den Ärzten viel zu lange....sie haben sie auch schon am Kopf untersucht ..ob sie einen Schlaganfall gehabt hätte haben aber nichts so feststellen können. Grad vorher sagte die Ärztin zu mir, die Schwiegermutter sei total durch den Wind.....wenn man sie nicht noch etwas aufpäppeln kann wirds wohl so bleiben...

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@AnnaBolika73

dann ist es auch keine akute Verwirrheit,sondern geht in Richtung Demenz wie Alzheimer.

Ich habe schon erlebt,dass Patienten,die ganz klar im Kopf waren,sich nach einer OP geistig nicht mehr erholt haben,da spielen immer verschiedene Faktoren ein Rolle,das Krankeitsbild,das Alter,die Rekonvaleszenz,der eigene Wille,die Lebenskraft .

Sorry,aber man kann einen Menschen nur bedingt aufpäppeln,nämlich dann,wenn er das auch selbst möchte!

Gruß Athembo

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@Athembo

ja und in ihrem Fall sind wir uns da nicht mehr so sicher ob sie das will, weil sie gar keine richtige Aussage mehr dazu machen kann.

Ich weiß nur, an dem Tag wo wir sie als Notfall ins KH gebracht haben, hat sie auf halber Strecke zu meinem Mann gesagt : "Jetzt könnten wir eigentlich wieder umdrehen " keiner wusste ja wie krank sie wirklich war !!

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Ja es gibt einen Unterschied: Demenz ist die Zusammenfassung für eine Reihe von Krankheiten, die alle einen ähnlichen Verlauf aufweisen. Dazu gehört z.B. Auch Alzheimer. Verwirrtheit dagegen ist ein Symptom, das auf verschiedene Krankheiten hindeuten kann. Das kann Demenz sein, muss aber nicht. Spezielle Altenheime für Demenzkranke führen zur Abgrenzung standardisierte Tests durch, die oft sogar Aufnahmekriterium sind. Wende dich am Besten an eine solche Einrichtung.

Sprich bitte mit den behandelnden Ärzten, wie das einzustufen ist und was sie Euch bescheinigen können.

Da der MDK (Medizinischer Dienst der Kranknekassen) von den Krankenkassen bezahlt wird, kommt da sonst wahrscheinlich die für die Krankenkassen günstigste Lösung raus.

Gegen die Bescheide kann bis zu 3 x Einspruch einglegt werden, dann wird von der Krankenkasse der Widerspruchsausschuss eingeschaltet. Nach dessen (zu erwartenden) Ablehnung hilft nur noch die Klage vor dem Sozialgericht weiter.

Tut mir leid, aber das ist alles falsch.

  1. Die behandelnden Ärzte haben auf die Einstufung keinerlei Einfluss. Da helfen keine Bescheinigungen oder Diagnoseauflistungen. Es geht alleine um den regelmäßigen Hilfebedarf bei der Grundpflege und da ist es nun mal gesetzlich festgelegt, dass das der MDK beurteilt. (Viele Ärzte haben keinerlei Ahnung von der Pflegeversicherung. Die Pflege ist ja auch nicht ihr Fachgebiet... Mehr Ahnung hat oft der Sozialdienst im Krankenhaus.)
  2. Der MDK wird nicht von den Krankenkassen bezahlt, im Sinne von: Wenn ihr niedrig einstuft, bekommt ihr mehr Geld. Es handelt sich um ein festgesetztes Umlageverfahren. Es gibt einen festen Betrag pro Gutachten, egal wie das Ergebnis ist. Die Krankenkassen (genaugenommen Die Pflegekassen) haben keinerlei Einfluss auf das Ergebnis.
  3. Gegen den Bescheid kann 1 x Einspruch eingelegt werden, danach ist schon der Widerspruchsausschuss und dann evtl. das Sozialgericht dran.

Aber vor allem: Das war doch alles nicht die Frage!

AnnaBolika, ich empfehle erst Mal in Ruhe das Ergebnis abzuwarten. Ihr sucht einen Heimplatz. Bei der Versorgung im Heim ist es nämlich etwas anders als bei Versorgung zuhause. Desto höher hier die Pflegestufe ist, umso höher ist eure Zuzahlung. Sprich: Pflegestufe 1 wäre die kostengünstigste Lösung im Heim. So wie du die Situation beschreibst wird es aber wohl eher schon (mindestens) Stufe 2 sein. Und: Ob verwirrt oder dement spielt für euch dann keine Rolle. Die Pflegestufe ist davon relativ unabhängig (Bzw. die beschriebenen körperlichen Einschränkungen reichen dicke für eine Pflegestufe aus!) Das Ausmaß der Einschränkung der Alltagskompetenz spielt bei Heimunterbringung für euch keinerlei finanzielle Rolle.

Ich wünsche Euch und der Schwiegermutter alles Gute!

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@Winterschlaf

danke dir ....sie wird so wie es jetzt aussieht ohne Bauchsonde gar nicht existieren können, sprich sie ,macht Nahrungsverweigerung oder sie isst einfach nicht, selber schon gar nicht und Flüssigkeit nimmt sie auch keine zu sich.....sie liegt nur da und weiß nicht wer sie ist und was sie ist, manchmal könnte man meinen sie besteht nur aus KOPF und sonst aus nichts.....

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