Gibt es einen Trick damit diese blöde "Maurermörtel" beim Spachteln von größeren Flächen an Wänden

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Ich versuch es mal mit meinen Worten zu erklären. Wir haben schon viel selbst verputzt (ich meine jetz Wände, is klar)dennoch lasse ich mich gern von einem Fachmann verbessern.

  1. empfiehlt es sich einen Tag vorm eigentlichen verputzen eine dünne Mörtelschlempe anzurühren und diese auf die rohe Wand aufzubringen. Ich sag jetz mal, einfach wild drannwerfen sieht am Ende so aus als wenn kleine Kinder Schlamm an die Wand geschmissen hätten. Wie gesagt das ganze eine Tag stehen lassen. Hintergrund der Aktion: Die Hafteigenschaften des eigentlichen Putzes werden dadurch um ein vielfaches verbessert.
  2. Wenn man Fertigmörtel verwendet sollte beim zusammenmischen trotzdem das Wasser nach und nach zugegeben werden und das Zeug nach Gefühl gemischt werden. (und nicht wie nach Anleitung alles in eine Topf, wasser abmessen und rühren, das wird oft Mißt) Es sollte eine cremige Mischung rauskommen. Wenn du das Gemisch auf die Kelle nimmst und zurück in den Kübel platschen läßt sollte die Pampe leicht zäh von der Kelle rutschen dann is gut. (Wenn es wie dickes Wasser von der Kelle platscht is es zu dünn und wenn es von der Kelle krümelt zu dick bzw. zu trocken)
  3. Wenn es dir was nützt bzw. du so was noch nie gemacht hast arbeite in Etappen. Oder verwende als Hilfsmittel Putzleisten.
  4. Die Masse mit der Kelle aus dem Handgelenk an die Wand werfen, im zweiten Schritt ziehst du den Mörtel mit einem geraden Brett oder einer Kartätsche ab, dann siehst du auch wo noch Putz fehlt, da kannst du noch mal was drannwerfen
  5. Wenn du es plan abgezogen hast mußt du warten bis der Mörtel angezogen hat. Das kannst du prüfen indem du deinen Zeigefinger vorsichtig in den Mörtel drückst. Das is ne Gefühlssache. Wenn du merkst das sich der Mörtel nicht mehr so leicht eindrücken läßt kannst du anfangen mit verreiben. Da meistens der Putz unterschiedlich anzieht kann es sein das du Stellen dabei hast die schon mehr angezogen sind als andere. Für diesen Fall solltest du einen Eimer Wasser mit einem großen Pinsel, besser einer Malerbürste bereit halten um solche Stellen nachzufeuchten um sie auch gescheit verreiben zu können.

Zum Werkzeug muß ich hoffe mal nichts weiter sagen ich geh mal davon aus das du weist was du alles dazu brauchst.

So ne Wand verputzen is eigentlich eine Wissenschaft für sich und schwierig für einen Laien wie mich das zu erklären aber ich hoffe du findest in meinem gekritzel den ein oder anderen nützlichen Hinweis der dich im Endeffekt vieleicht doch deinem gewünschten Ziel etwas näher bringt. Allerdings wenn es alles nix bringt such dir nen Maurer. Der (er)spart dir im Idealfall viel Zeit und Nerven und vieleicht auch Geld.

In diesem Sinne Gutes Gelingen

Gruß docimod

Vielen Dank für deinen langen und gut verständlichen Rat. Werde ihn beim nächsten Mauerangriff der bald kommt für mich abrufen und ausprobieren :-) THX

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Solche Sachen, sollte man mit einen guten dünnen Zementmörtel Vorspritzen. Soll heisen, Zementmörtel mit Kelle an die Wand werfen und stehen lassen, nicht glatt machen. Trocknen lassen dann Fertigmörtel anwerfen, abziehen, und wenn leicht angetrocknet verreiben.

nimm ein bisschen weniger wasser. Nicht so, dass er klumpig wird. Mörtel hält in der regel nie wenn mans wie auf der packungsbeilage geschrieben mischt ;) Einfach ein wenig weniger wasser, dann pappt der besser.

Oder sollte das nicht helfen, dann vielleicht mal einen anderen ausprobieren!

Haussanierung - Risse innen an den Außenwänden!?

Hallo! Ich schildere kurz unser Problem, das letzte Woche aufgetreten ist und bin für jeglichen Rat oder Meinung dankbar.

Wir haben im Herbst unser Haus saniert, aufgestockt usw. ... im Zuge dessen wurden im 1. Stock die bestehenden Wände (der früheren Schlafzimmer) neu verputzt. Also auf das vorhandene (40 Jahre alte) Mauerwerk aus gebrannten Ziegeln, Heraklith und Innenputz nochmals je nach Zustand 2 - 5 cm Putz aufgetragen. Die Wände waren nämlich ziemlich unansehlich, weil neue elektr. Leitungen verlegt wurden, Türöffnungen zugemauert wurden usw. ... Dieser Innenputz konnte ca. 2 Wochen trocknen, dann kam der Estrich, der dann auch noch ca. 3 Wochen trocknete, um dann per Fußbodenheizung vorschriftsgemäß ausgeheizt zu werden (ab Anfang Jänner). Während der Estrichausheizung machten sich die Maler ans Werk und trugen an den Wänden Edelputz (Rauputz) auf und ein paar Tage später wurde darüber geweißelt. Alles war wunderschön ... und wenn der Estrich genügend trocken ist, hätte man nun bald mit dem Verlegen der Böden beginnen können.

Anfang Jänner war nur ein kleiner Riss an einer Wand zu sehen ... im Laufe der letzten Woche aber entstanden immer mehr Risse ... hauptsächlich an den Außenwänden. Sie verlaufen kreuz und quer, von oben nach unten, von links nach rechts ... fast immer zu einer Steckdose oder zu einem Schalter hin ... manche Risse sind ganz schmal, andere aber ca. 1 mm breit, würde ich sagen. An den Steckdosenöffnungen kann man sehen, dass der Riss fast so tief wie die aufgetragene Putzschicht ist.

Wir haben natürlich gleich die Baufirma informiert, vorgestern kam auch gleich der Zuständige, um sich alles anzusehen ... und er sagte nur, dass er sowas in der Art eigentlich auch noch nie gesehen hat und er konnte es sich nicht ganz erklären. Er sagte, entweder kommen die Risse daher, weil die Putzschicht ziemlich dick ist oder weil außen (noch nicht) gedämmt ist und es draußen, gerade vor 1 - 2 Wochen ziemlich kalt war (ca. - 14 Grad in der Nacht) ... und innen natürlich sehr hohe Temperaturen durch das Estrichausheizen (ca. 27 Grad). Und diese großen Temperaturunterschiede könnten zu den Rissen geführt haben.

Er meinte auch, dass die Risse nicht durch statische Probleme entstanden sind ... und wahrscheinlich könne man einfach nochmal "drübermalen" und die Risse sind nicht mehr zu sehen, aber er muss das jetzt zuerst mal mit seinem Chef absprechen.

Ehrlich gesagt, wäre es natürlich zu schön, um wahr zu sein, wenn man einfach nur 1 oder 2 x drüberweißeln könnte ... wir befürchten aber, dass man diese Ausbesserungen sehen wird und vor allem, dass diese Risse immer wieder zum Vorschein kommen können.

Was meint ihr? Habt ihr Erfahrungen mit solchen Rissen oder eine Erklärung? Wie kann man da vorgehen bzw. wie soll die Firma vorgehen?

Im 2. Stock (dort wo neu aufgestockt wurde) ist übrigens alles ok ... dort ist nämlich bereits gedämmt und an den Innenwänden sind Rigipsplatten, dort sind bis jetzt keine sichtbaren Risse entstanden.

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