Gibt es einen Katheter aus dem man auch Blutproben entnehmen kann?

4 Antworten

Blutproben kann man mittels folgender Kanülen bzw. Katheter entnehmen:

  1. Zentraler Venenkatheter (ZVK): Hauptindikationen für diesen sind: Messung des zentralen Venendrucks (Sinnhaftigkeit wird zunehmend kritisch hinterfragt), die Zufuhr venenreizender Substanzen, die man nicht in kleinkalibrige periphere Venen geben darf (z.B. hochkalorische Nährlösungen, Kalium höherdosiert/höherkonzentriert, bestimmte Medikamente u.a.), Entnahme von Blutproben sowie einige "exotischere" Indikationen wie z.B. Messung des Herzzeitvolumens in Verbindung mit einem (arteriellen) PiCCO-Katheter. Wegen u.U. gravierender Komplikationen im Zusammenhang mit der Katheteranlage (z.B. Pneumothorax, Verletzung von Nachbarstrukturen wie Arterien oder Nerven) würde man einen ZVK mit dem ausschließlichen Ziel der Blutentnahme nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung legen, z.B. bei Notwendigkeit häufiger Blutentnahmen bei Menschen mit relativ schlechten peripheren Venenverhältnissen). (Ferner gibt es noch einige ZVK-Sondertypen für spezielle Indikationen, z.B. Shaldon-Katheter für vorübergehende Nierenersatztherapie.)
  2. Periphere Venenkanülen ("Braunüle" oder "Vyggo" - je nach Hersteller): Hauptindikation für diese ist die (kontinuierliche oder diskontinuierliche) Zufuhr nicht-venenreizender Substanzen wie z.B. Antibiotika, Schmerzmittel oder spezielle hierfür geeignete Nährlösungen. Die Entnahme von Blutproben ist prinzipiell auch möglich, gelingt bei dünneren Kanülen in dünnen Venen (insbesondere auch am Handrücken) jedoch oft nicht. Im Zweifel probieren (und die ersten ml verwerfen).
  3. Arterielle Kanüle: Hauptindikationen für diese sind: kontinierliche invasive Blutdruckmessung, Entnahme von arteriellen Blutgasanalysen (BGAs), aber auch Entnahme von "normalen" Blutproben, für die man ansonsten üblicherweise eine periphere Vene punktieren würde. Arterielle Kanülen legt man bei kritisch kranken Intensivpatienten sowie bei OP-Patienten mit bestimmten größeren OPs und/oder gravierenderen (v.a. kardio-pulmonalen) Vorerkrankungen. Das Vorhandensein einer arteriellen Kanüle bedingt wegen der Gefahr des unbeobachteten Verblutens bei Diskonnektion des Schlauchsystems oder akzidentellem Verlust der Kanüle zwingend eine kontinuierliche Überwachung (OP, Aufwachraum, Intermediate-Care-Station o.ä.); auf Normalstationen sind arterielle Kanülen absolut tabu!! Auch ist das Infektionsrisiko arterieller Kanülen nach neueren Erkenntnissen wohl nicht wesentlich geringer als bei ZVKs.

Ja es gibt noch Zentrale Venenkatheter. Die haben aber ein viel höheres Risiko für Komplikationen als bei einer normalen Blutentnahme. Häufige Blutentnahmen im Krankenhaus sind jedenfalls kein Grund einen zu legen.

Ja, die gibt es noch (ZVK).

Siehe hier:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zentraler_Venenkatheter

Häufig wird der auf Intensivstationen (nach einer Op) genutzt, um bspw. auch bestimmte Lösungen, etc., durchlaufen zu lassen. Zum Blutabnahme wird er aber ebenso genutzt.

...Nur zur Blutentnahme legt man aber solch einen Katheter in der Regel nicht, wie schon mal hier gesagt.

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Einige behaupten ja so ein ZVK birgt ein grösseres Risiko für Infektionen, aber ich denke im Krankenhaus muss man allgemein vor Infektionen/Keimen auf der Hut sein .. Da wird wohl die Art des Katheters kaum einen Riesenunterschied ausmachen

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@HartmutJanEbel

...Doch, es macht einen Unterschied.

Ein ZVk sollte niemals zulange liegen. Außerdem "muss" er auch beständig mit Flüssigkeit "gespült" werden.

Evtl. Thrombosbildungen sind ebenfalls eine womögliche Gefahr.

https://fachpflegewissen.de/2010/09/25/zentraler-venenkatheter-zvk/

..."Einfach so" bekommt man zudem keinen ZVK. Bestimmte Indikationen müssen zur Anlage gegeben sein.

...Meist sind die Leute, denen der gelegt wird, schwer krank.

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