Gibt es einen Geologischer Beweis für den Meeresspiegelanstieg?

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4 Antworten

Geologische Belege machen erst mal nur in geologischen Zeiträumen Sinn. Und genau mit diesen wurden z.B. die Änderungen des Meeresspiegels während der Eiszeitzyklen der letzten paar hunderttausend Jahre belegt. Einfach in scholar.google, der Suchmaschine für wissenschaftliche Arbeiten nach den englischen Stichworten suchen.

Da gibt es z.B. diese Arbeit, die aufgrund des geologischen Befundes dann den möglichen Meeresspiegelanstieg (Sea Level Rise SLR) für die Zukunft bespricht https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3860070/

Die Messungen der Gegenwart werden nicht nur mit Satelliten ausgeführt, sonder auch mit Pegeln - allerdings sind die inzwischen etwas weiter gediehen als Markierungen an einer Hafenmauer. https://de.wikipedia.org/wiki/Pegel ;-)

Damit werden z.b. globale Reihen wie die von Church und White erstellt. Hier eine Besprechung dazu: https://tamino.wordpress.com/2017/01/30/sea-level-acceleration/ 

Diese Pegeldaten haben aber den Nachteil, dass sie gegenüber Satellitendaten halt  nur dort messen können, wo es eben Pegel gibt - an Küsten und auf Inseln. Dort wird der Meeresspiegel aber auch von der Beschaffenheit des Meeresbodens an der Küste und von Strömungen stärker beeinflusst. Insofern halte ich Satelllitendaten für insgesamt geigneter. http://sealevel.colorado.edu/

Dass der SLR nicht überall gleichmäßig ist und stark durch das Gravitationsfeld der Erde beeinflusst wird ist übrigens trivial - so würde das Abschmelzen Grönlands zu einem geringeren SLR direkt vor der Küste Grönlands führen, aus dem einfachen Grund dass die dort verschwundenen Eismassen keine Gravitationskräfte mehr auf das Wasser ausüben. Dafür fällt der Anstieg woanders dann höher aus.

Der SLR ist ja ein Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels - und als solcher immer überlagert von den ganz normalen Schwankungen durch Jahreszeiten, Stürme, Nipp- oder Springtide etc. pp.. Daher wird dieser Wert immer errechnet sein, und nicht einfach durch eine Markierung "gemessener Pegelstand am XXXX gegenüber gemessem Pegelstand am YYYY" darstellbar sein.
Das ist bei den globalen Temperaturen übrigens ähnlich, was immer wieder von sogenannten Klima"Skeptiker" missbraucht wird um Zweifel an der globalen Erwärmung zu säen und Maßnahmen gegen CO2.Emittenten zu verhindern. http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/der-neue-ipcc-klimabericht/#comment-7882 ff

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Solche Bilder wären nicht aussagekräftig. Um einen mittleren Meeresspiegel zu berechnen und die Entwicklung diesen zu beobachten muss man viele tausend Messpunkte haben und diese über einen längeren Zeitraum beobachten. Der Meeresspiegel gemessen an irgendeiner Hafenmauer hat null Aussagekraft.

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Was hältst du von untergegangenen, aufgegeben Inseln im Pazifik?

http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-fuenf-pazifikinseln-sind-verschwunden-1.2987262

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Kommentar von solarkritik
10.02.2017, 07:04

NEIN, weil FALSCH, denn der Untergang von Inseln (genauso wie das Entstehen von neuen Inseln) liegt an der Plattentektonik, die bei diesen Inseln herrschen. Die Pazifik-Inseln, von denen immer die Rede ist, z.B. Tuvalu, Fidschi, Solomonen, Kirbati, liegen auf dem Pazifischen Feuerring (!) und werden durch Kontinentalplattenverschiebungen nach unten gezogen. Das ist auch wissenschaftlich belegt und wurde in diesem Video dokumentiert, ab Minute 25m26s schauen:

https://youtu.be/TKKkOh9EIUM?t=25m26s

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Nein !! gibt es nicht. Auf der Erde gibt es stark schwankende Meeresspiegel, nicht nur durch Ebbe und Flut, sondern z.B. auch durch unterschiedliche Erdmagnetfelder. Es gibt ein sehr anschauliches Animationsbild, die die Erde als hügelige Knolle zeigt, z.B. in dieser Publikation des Meterologen Klaus Puls:

http://www.schmanck.de/Puls.MSp.NR.0811.pdf

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