Gibt es einen CFD Broker wo man nur das Geld verliert das man eingesetzt hat und nicht mehr?

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4 Antworten

In aller Regel ist es so, dass man durchschnittlich mehr gewinnt als verliert....  Wer das nicht schafft sollte sich noch mal auf die Schulbank setzen bevor man Unsummen verliert.....

Nun aber zu Deiner Frage,  es kann niemand eine Garantie geben dass man beim CFD Trading nicht mehr als den Einsatz verlieren kann.  Das liegt in der Natur des Produktes.  Das würde nur funktionieren wenn man den Hebel 1 verwendet und als Risiko Summe den Wert der gesamten Handelsgröße einsetzt, aber dann sind die Vorteile des gehebelten Produkt weitgehend weg und man könnte gleich Aktien handeln.  Wenn man allerdings ein vernünftiges Kapitalmanagement von höchstens 1% handelt und eine überschaubare Anzahl unterschiedlicher Produkte handelt,  dann sollte selbst ein Börsencrash zu verkraften sein. 

Das Risiko mehr als das eingesetzte Kapital zu verlieren bleibt aber grundsätzlich erhalten wenn man Hebelprodukte wie CFD's handelt.

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Deine Frage wurde ja schon beantwortet. Generell setzt dein CFD-Broker deine Trades auf Null, wenn du dein Margin überschritten hast. Je nach dem, wie schnell Marktbewegungen passieren kannst du dennoch mehr verlieren.

Eine Möglichkeit, die evtl Verluste für so eine besondere Situation zu reduzieren, gibt es dennoch.

Beispiel:

Du hast 10.000 Euro, mit denen du "Traden willst". Mit einem vernünftigen Risk-Management riskierst du nur 1 % pro Trade als Verlust. Du überlegst dann, wie viele Trades du maximal haben willst und schaust, wie viel Margin du dann insgesamt brauchst.

Das Geld für den Margin legst du dann im Depot ab und nicht die ganzen 10.000 Euro, sondern z. B. 4000 Euro. (die anderen 6.000 Euro solltest du aber schnell bei der Hand haben, z. B. auf einem Tagesgeldkonto oder Girokonto, damit du Verluste ausgleichen kannst).

Sollte der Fall mal passieren, dass alles schief geht und dein Margin aufgebrauchst ist, dann werden deine Trades geschlossen und im aller schlimmsten Fall könntest du vielleicht etwas mehr als die 4000 Euro verlieren, aber nicht die kompletten 10.000.

Wichtig hierbei ist, dass man das Thema Margin komplett verstanden hat, ansonsten passiert es zu schnell, dass der Margin aufgebraucht ist und man andauernd aus seinen Trades rausfliegt.

Jedoch muss ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, sein Depot so einfach auf "0" zu setzen oder darüber hinaus, sehr sehr unwahrscheinlich ist, wenn man vernünftiges Riskmanagement betreibt und weiß, wie das mit dem Margin funktioniert.

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Lassen wir mal Risiko Managment, Stopp-Loss, Börsenpyschologie und alle andere esoterischen Maßnahmen mal außen vor und betrachten die Fakten: Der Broker wird die Handbremse ziehen und deine Position sowieso schließen wenn dein Margin gegen 0 fährt. Das heißt aber noch lange nicht das du nur mit einem geerdeten Konto wieder raus bist (wäre ja zu schön). Wenn sich der Markt extrem schnell bewegt und hier zudem eine Hebelung im Spiel ist, kann es durchaus passieren das man trotz voll angezogener Handbremse erst hinter der Linie zum stehen kommt. Das ist zB einigen passiert die damals mit dem Schweizer Franken gezockt haben und bei dem Absturz binnen Sekunden Haus und Hof verloren haben. Der Broker wird sich zwecks Nachschusspflicht bei dir melden damit du dein negativ Konto glatt stellst. Falls du das Geld nicht aufbringen kannst, wird sich irgendwann der Gerichtsvollzieher melden (...heißt also alle Klamotten wie Rolex und Bugatti eine Zeitlang bei der Oma unterbringen).


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Bei den meisten, z.b. cmcmarkets oder whs ist es so, dass die Position automatisch glatt gestellt wird, wenn Du ins Null gehst. Dann kannst Du erst wieder weiter traden, wenn Du nachgeschossen hast.

Saust jedoch Dein Wert mit einem GAP runter, sodass Du dadurch unter die Null-Grenze kommst, dann besteht trotzdem Nachschuss-Pflicht.

Deshalb ist es (wie auch schon RudiRatlos schreibt) ratsam , nicht mit Unsummen zu handeln, sondern mit Bedacht.

Wer mit Gewalt reich werden will, wird mit Sicherheit immer verlieren.


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Kommentar von RudiRatlos67
22.09.2016, 18:08

Super treffend geschrieben...  

Viele Anfänger haben überhaupt keine Vorstellung davon wieviel % seines Kapitals man schon mit dem Handel von einem Prozent gewinnen oder verlieren kann.  Es mag sich wenig anhören,  aber irgendwann ist man an dem Punkt an dem 1% das Monats oder Jahresgehalt oder noch viel mehr, eines durchschnittlichen Arbeitnehmer bedeutet.  Und auch ich verliere manchmal tagelang dieses eine Prozent..... Zwar selten aber es kann vorkommen. Auch wenn man sich ab und zu für seine Erfolge belohnen soll, ist es genauso wichtig sich nach Phasen des Verlustes eine Auszeit zu gönnen.  So schwer es auch ist, aber nach 5 oder 10 % gesamtkapital Verlust hilft nur eine längere Auszeit von mindestens 1 oder 2 Wochen. Andernfalls setzt man sich selbst immer mehr unter Druck und wird immer unvorsichtiger.  Eine Kettenreaktion die zwangsläufig im bankrott oder zumindest mit großem kapitalverlust enden kann. Verlustserien entstammen fast immer den eigenen Emotionen und keinesfalls dem wiederigen Kursverlauf.

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