Gibt es eine Verschwörung gegen das Second Amendment?

15 Antworten

Hallo manutdfan,

ich bin der Überzeugung, dass es ohne Schusswaffen einige Tote weniger in den USA geben würde. Für den Standardeuropäer ist es selbstverständlich, dass er auf das Recht, eine Schusswaffe zu besitzen oder gar zu tragen, verzichtet. Viele Gründe sprechen dafür. Sind Waffen ohne eingehende charakterliche Eignungsprüfung und Fachkundenachweis des Erwerbers erhältlich, dann steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand die unmittelbare Nähe zur Waffe auch nutzt, um entweder voll bewusst oder labilitätsgesteuert anderen Schaden zuzufügen. Möglicherweise würde es somit nicht nur bei einem "Breivik" in Europa bleiben. Anders ausgedrückt: das Waffengesetz schützt uns davor, dass jeder Irre an eine Schußwaffe kommt und diese verwenden kann.

Damit hat sich's aber auch schon mit den Gegenargumenten. Das im Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika verankerte Recht, Waffen zu tragen, hat nach meiner Auffassung durchaus seine Berechtigung. Dem liegt ein hierzulande nie dagewesener Grundsatz republikanischen Gedankenguts zugrunde, wonach der Staat durch seine Bürger definiert wird und diese jederzeit die Kontrolle über den Staat übernehmen können sollen, sollte dieser vehement und offensichtlich die republikanische Idee abschaffen. Diesseits des Atlantiks hat das im 18. Jahrhundert einer der ersten Wirtschaftsphilosophen, John Locke, auf den Punkt gebracht. Er kam zu der Erkenntnis, dass es nicht nur das Recht des Bürgers sei, gegen den Staat mit Gewalt zu agieren, falls dieser die Bürgerrechte eliminiere, sondern sogar seine Pflicht. Es dreht sich im Grundsatz um die Frage der Wehrhaftigkeit der Bürger. Das haben die US- Amerikaner in ihrer Mentalität im Gegensatz zu unseren weichgespülten Bürgern erkannt. Dazu gehört auch, dass sich der US- Bürger seinem erhöhten Maß an Verantwortung im Umgang mit Waffen bewußt ist - was ebenso im Gegensatz zur Vollkaskomentalität unserer Bevölkerung steht. Das bedeutet, dass man in den USA auch bereit ist, die Konsequenzen für den Mißbrauch von Waffen zu tragen, egal worin dieser auch bestehen mag, denn es ist unumstritten, dass wohl weit mehr Menschen ums Leben kommen, indem sie aus Versehen Familienangehörige erschießen ("Dachte, das war ein Einbrecher.....") oder sich beim Reinigen des Gewehrlaufs aus Dummheit das halbe Gesicht wegschießen, als durch Notwehr. Hierzulande meint man aber, man müßte solche Leute schützen, indem man die Sicherheit auf Kosten der Freiheit erlangt. Benjamin Franklin hat aber schon treffsicher erkannt: "Wer die Freiheit zum Preis der Sicherheit aufgibt, der wird am Ende beides verlieren.". Ich bin ebenfalls dieser Meinung.

Wie gesagt: es ist zwar einerseits absurd hinzunehmen, dass durch ein extrem lockeres Waffengesetz es viel wahrscheinlicher ist, sich aus Versehen selbst oder Nahestehende umzubringen, andere zu ermorden, bei einem Raubüberfall rein prophylaktisch umgenietet zu werden (man hätte sich ja eventuell mittels einer Waffe wehren können), andererseits zu erkennen, dass bei einem strikten Waffenverbot weniger Tote zu beklagen wären und trotzdem für den Zusatzartikel zu sein. Aber es ist meines Erachtens nichts anderes als die pure Angst unserer europäischen Regierungen, sich mit wehrhaften und eigenverantwortlichen Bürgern auseinandersetzen zu müssen. Schließlich erschwert dies die Erreichung des Ziels, wehrlose und sedierte Bürger zu züchten, deren alleiniger Daseinszweck erstens das Arbeiten und zweitens das Konsumieren ist. Die zwei vorgenannten Sätze beantworten letztendlich Deine Frage. Und: ich kenne Jäger, die mehrere Gewehre besitzen, aber dermaßen grenzdebile und impulsive Volldeppen sind, dass ich nicht verstehe, warum nicht auch jeder Sonderschüler eine Pumpgun haben sollte.

Beste Grüße

itasca

Du sprichst mit deinem Argument bzgl. dem Unterdrückungsstaat genau das an, was mir Sorge bereitet. Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag.

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@manutdfan

Womit die Intention von manutdfan sich deutlich abzeichnet.

Die Bewaffnung der z.B. Reichsbürger etc. um den Unterdrückungsstaat zu bekämpfen.

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Selbstverteidigung? Glaubst du diesen Stuß der amerikanischen Waffenlobby noch?

Welche Massenschießerei (die in den USA statistisch alle 1 bis 2 Tage stattfindet) wurde denn bitte jemals verhindert, weil ein bewaffneter Bürger die Situation richtig eingeschätzt hat?

In Las Vegas waren rein statistisch betrachtet wenigstens 17000 Festbesucher legal bewaffnet. Mir wäre keiner bekannt, der wirkungsvolle Verteidigung geleistet hätte.

Wenn du sagst, dass Menschen töten und nicht Waffen, sollte man den Amerkanern erst recht alle Waffen entziehen. Schusswaffenrate je 100 Einwohner ungefähr doppelt so hoch wie in Finnland. In Finnland werden 14% aller Morde mit Schusswaffen begangen, in den USA 67%! (Vergleich Deutschland: 12%)

Die amerikanische Einstellung zur Volksbewaffnung funktioniert nicht, sie verursacht lediglich Jahr für Jahr zehntausende Tote, unzählige Massenschießereien (jede dritte Massenschießerei weltweit findet in den USA statt) und wer weiß, wie viele Unschuldige schon von paranoiden Hausbesitzern mit einer Schrotflinte abgeschossen wurden.

Eine Verschwörung gibt es natürlich nicht.

Aber für Europäer ist es außerordentlich schwer das amerikanische Waffenrecht zu verstehen. Das ist nur im historischen Kontext möglich...

Was würde passieren wenn der Dritte Weltkrieg ausbricht?

Wir nehmen mal an dass die USA beziehungsweise Nordkorea einen Krieg gegen den jeweils anderen anzettelt.

  1. Wie würde der Krieg vielleicht verlaufen?
  2. Wer würde sich mit wem zusammentun?
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  4. Wie verhält sich Deutschland?
  5. Wie verhält sich Russland?
  6. Wie verhält sich Pakistan

PS: Ich bin kein Prepper oder sowas :D Es interresiert mich einfach

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Gibt es vielleicht einfach keine Lösung zum Waffenproblem in den USA?

Okay, also ich werde versuchen meinen Text möglichst verständlich und kohärent zu gestalten.

Jedes Mal wenn ein Attentat in den USA passiert ist es das gleiche Verfahren - Attentat wird von einem Täter (meist weiß, männlich, mental gestörten), Gebete werden geschickt, Menschen trauern, die Diskussion bessere Waffenkontrolle oder nicht entfacht, letztendlich bleibt alles sowie es ist und nach einem Monat geht alles wieder von vorne los.

Sofern ich das richtig verstanden habe, finden die Amerikaner ihre second amendment ganz toll, die vor 220+ Jahren enstanden ist, in einer Zeit wo Schwarze gelyncht und noch versklavt wurden, weil sie ihre Waffen brauchen um sich vor einer tyrannischen Regierung zu schützen?? Den Punkt verstehe ich nicht ganz....

Denken die, dass die CIA ihre Tür runterkicken und sie in ihrem Schlaf ermordern werden?? Und wenn sie sie töten wollten, würden ihre Waffen doch nicht die Regierung davon aufhalten sie zu killen??

Meine Ideallösung in einer Paradieswelt wäre alle Waffen einsammeln, aber dass das nie funktionieren wird ist mir schon klar.

Ich höre oft, dass sie ihre Waffen brauchen, um sich vor bewaffneten zu beschützen, aber die Lösung kann doch nicht noch mehr Waffen sein? Und man kann doch nicht diesen einen Vorfall bei der Kirche nehmen, wo ein Schießer tatsächlich von einem Zivilisten aufgehalten werden konnte, als Argument nehmen, da das ein ziemlicher Einzelfall war?

Obama hat doch nach dem Sandy Hook versucht schärfere Regeln für das Erlangen von Waffen zu erwirken, aber das hat nichts gebracht. Trump meinte es läge nicht an den Waffen, sondern an mentalen Erkrankungen. Was ich auch nicht verstehe. Will er alle Menschen mit psychischer Erkrankung therapieren lassen? Wer sollte das finanzieren?? Und was ist mit Menschen, die noch nicht diagnostiziert wurden? Zumal nicht jeder Massenmörder an einer psychischen Erkrankung litt, oder? Obwohl kein normaler Mensch Massenmord begehen würde...

Einfacher wäre es den Zugang zu Waffen für solche Menschen so schwer wie möglich zu machen. Und wenn Opa eine Waffe in seinem Nachtschrank hat, da braucht man sich auch nicht wundern, dass solche Menschen leicht an Waffen kommen....

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