Gibt es eine Tendenz zu Nachtmenschen?

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Ja, die gibt es. 100%
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4 Antworten

Ja, die gibt es.

Ich denke die Nachtaktivität insbesondere von jungen Menschen spielt in unserer Generation eine große Rolle und wird sich bestimmt auch noch weiterentwickeln. Es gibt heute schon einige Menschen, deren Schlafrythmen schon komplett zerstört sind. Die Nacht reizt junge Menschen, weil junge Menschen neugierig sind. Der Grundgedanke ist: Als Kind kennt man praktisch nur den Tag. Abends, wenn es dunkel wird, geht man schlafen, morgens ist alles schon wieder vorbei. Man stellt sich dann die Frage: Wie ist es in der Nacht? Wie ist die Welt, wenn draußen alle Straßen leer sind und alles dunkel ist? Diese Erfahrung hat man bisher noch nicht gemacht, und da die menschliche Neugier ein natürlicher Trieb ist, ist es auch ganz normal, dass junge Menschen (eben solche, die noch nicht so viele Erfahrung von der Nacht gesammelt haben) abends länger aufbleiben wollen. Dazu kommt, dass es einem deutlich leichter fällt, später ins Bett zu gehen, als früher aufzuwachen. Morgens ist man müde, oder man will sich nicht aus dem Bett quälen, weil es darin so gemütlich ist (oder sowas in der Art). Ich denke, der Trieb zur Nachtaktivität wird noch einige Jahrzehnte erhalten bleiben, jedoch ist die Nacht dann irgendwann schon fast Normalität. Dies wird aber ausgebremst, da unsere Gesellschaft auf Tagesaktivität ausgerichtet ist, wie Arbeits- und Schulzeiten zum Beispiel. Allgemein ist der Tag auch viel praktischer, man braucht weniger Strom für elektrisches Licht, man hat Sonne, man hat Helligkeit... ich würde sagen die Tendenz ist da, aber die Nachtaktivität der Menschen wird sich in Grenzen halten. Schließlich reicht es jungen Menschen auch irgendwann mit Erfahrungen sammeln. 

Hoffe ich konnte helfen :)

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Kommentar von illtry
02.03.2016, 20:48

Das mit dem gemütlichen Bett kann ich (leider^^) nur bestätigen.

Ich würde noch dazu sagen, dass das Sonnenlicht ja praktisch zur Bildung von irgendwelchen Stoffen (wie Vitamin D) im Körper beiträgt, allerdings kann man ja Sonnenlicht schon sehr gut nachbilden.

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Könnte durchaus sein, mögliche Gründe:

  • Gerade für Jugendliche ist es einfach cool, die "Nacht zum Tage zu machen", auch wenn das ihrem persönlichen Biorhythmus eigentlich nicht entspricht - durch Gewöhnung kann sich aber m. E. der Biorhythmus durchaus ändern.
  • Die Industrie fördert und fordert immer mehr Nachtarbeit - auch hier: Gewöhnung.
  • Durch die heutige umfassende Versorgung mit Strom und dadurch mit Licht geht unsere "natürliche Synchronisation" mit dem Tag-Nacht-Wechsel verloren.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, es gäbe Studien, die festgestellt haben, dass der "Lichtsmog" unserer Städte bei einigen Tierarten erkennbare Auswirkungen zeigt - warum sollte das beim Menschen nicht auch so sein? ...

Da das aber alles nur Vermutungen von mir sind, und ich keine der beiden Antworten aus meiner Erfahrung bestätigen kann, stimme ich nicht ab ...

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Nein. Ich denke, dass sich das, was dir "auffällt", eine Erfahrung aus deinem eigenen Umfeld ist, welche du nicht verallgemeinern solltest.

Der "Erwachsene" passt seinen Lebensrhythmus an seine Arbeit an, der Körper gewöhnt sich an einen Tagesablauf. Aber klar, am Wochenende möchte er länger schlafen, da es ein Luxus ist, den er geniesst.

Bei Jugendlichen ist es schon immer so gewesen, dass sie gerne "Ausschlafen" möchten. Sie sind in vielen Fällen noch nicht für einen Rhythmus bereit.

In meinem Umfeld sehe ich die gegenteilige Entwicklung der Deinigen: Viele, auch gerade junge Menschen, stehen gerne früher auf, um dem Tag eine Chance zu geben, sich zu entfalten...

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Kommentar von illtry
02.03.2016, 20:45

Auf wie junge Leute beziehst du dich da? Aus meinem Umfeld bzw. den Leuten, von denen man mal was mitkriegt, kann ich von fast 200 Personen sagen, dass dass auf die alle zutrifft. Die sind alle unter 20.

Ansonsten: Eben, er passt sich an den Lebensrhythmus an: [Ich beziehe mich mal auf früher:] Früher hat man gejagt, irgendetwas soziales gemacht und prinzipiell war es so, dass man mit dem Sonnenaufgang aufstand und mit dem Sonnenuntergang schlafen ging. Heute ist es halt so, dass man beides nicht mehr tut. Man steht meistens (zumindest im Winter) vor dem SA auf, und geht eigentlich immer nach dem SU schlafen.

Ich denke das hat auch was mit der heutigen Welt, und vor allem der Elektrizität zu tun, oder?

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Ja, die gibt es.

Früher musste immer einer im Stamm Wach bleiben und aufpassen nachts die Jugendlichen ganz früh morgens die alten und tagsüber die mittleren Alters 

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Kommentar von illtry
26.06.2016, 00:50

klingt interessant. Quelle?

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