Gibt es eine Strafe für Mordanstiftung?

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6 Antworten

VERSUCHTE ANSTIFTUNG ZUM MORD

…. i.S.d. § 30 I StGB

Der Versuch der Beteiligung am einem Verbrechen i.S.d. § 30 I StGB kommt nicht häufig zur Anwendung. Zu selten sind die Fälle, in denen eine entsprechende Täterschaft nachweisbar ist.

In § 30 I StGB heißt es: Wer einen anderen zu bestimmen versucht, ein Verbrechen zu begehen oder zu ihm anzustiften, wird nach den Vorschriften über den Versuch des Verbrechens bestraft. Jedoch ist die Strafe nach § 49 Abs. 1 zu mildern. § 23 Abs. 3 gilt entsprechend.

Der Bundesgerichtshof hat sich auf eine Revision der Staatsanwaltschaft intensiver mi den Tatbestandsvoraussetzungen beschäftigt und diese aufgrund folgenden Sachverhalts als gegeben bewertet: „Dem Angeklagten ist mit der Anklage vorgeworfen worden, aus der U-Haft heraus einen Auftrag zur Ermordung des D erteilt zu haben. Hintergrund soll gewesen sein, dass der Angeklagte den in einem umfangreichen Betrugsverfahren Mitbeschuldigten D töten lassen wollte, um ihn daran zu hindern, auszusagen. Er habe beabsichtigt, diese Tat für 10.000 € von dem ihm als Scharfschützen bekannten K ausführen zu lassen. Rechtsanwalt B, dem damaligen Verteidiger des Angeklagten soll am 20. 4. 2010 mitgeteilt worden sein, dass D aus der Haft entlassen worden sei. Daraufhin habe Rechtsanwalt B den Angeklagten am 20. oder 21. 4. 2010 in der U-Haft besucht. Hierbei soll der Plan des Angeklagten zur Tötung des D besprochen worden sein. Rechtsanwalt B soll sich bereit erklärt haben, den Auftrag zur Ermordung des D weiterzuleiten und am 21. 4. 2010 einen Aktenvermerk gefertigt haben, indem er festhielt: „K soll für 10 000 den D verramma, er erledigt die Geschichte”. Entsprechend dem Tatplan des Angeklagten, soll Rechtsanwalt B den Vermerk sodann an die Ehefrau des Angeklagten weitergeleitet haben. Diese soll den Tötungsauftrag jedoch nicht wie geplant weitergegeben haben, da ihr der Plan zu weit gegangen sei (BGH, Urteil vom 5. 2. 2013 – 1 StR 

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frodobeutlin100 05.06.2016, 18:44

... einschlägig ist doch eher § 26 StGB

wenn der Erfolg eingetreten ist ...

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Jap ist es,die Person wird strafrechtlich gleich gestellt wie die Person die gemordet hat. Die Höhe der Strafe hängt ganz von der Tat und Motiv etc ab.Ps: tu es nicht

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Hallo Miralisa123321,

also hier ist ein Paragraph zur  Anstiftung:

https://dejure.org/gesetze/StGB/26.html

Im Jugendgerichtsgesetzt sind die Strafen in der Regel geringer als beim Erwachsenenstrafrecht.  

Im StGb §211 steht auf Mord lebenslänglich. 

Eine Anstiftung muss erst einmal bewiesen werden. Das ist gar nicht so einfach. Aber, wenn es bewiesen wird, dann wird der Anstifter wie der Mörder selbst bestraft. 

Im JGG steht auf Mord 10 Jahre.

LG Mata

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Ja, Anstiftung zu Mord ist das Gleiche, als wenn man den Mord selbst durchführt.

Nach Erwachsenenstrafrecht gibt es dafür zwingend lebenslänglich, nach Jugendstrafrecht bis zu10 Jahre

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§ 26 StGB

Anstiftung

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich
einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat
bestimmt hat.

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Anstiftung ist strafbar ....

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frodobeutlin100 05.06.2016, 18:44

Die Strafe (-höhe) bei Jugendlichen bestimmt sich nach dem Jugendstrafrecht

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Ja, diese ist gleich der, mit der der Täter bestraft wird, vgl. § 26 StGB iVm § 211 StGB. Gleiches gilt bei Totschlag (§§26, 212I StGB)

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