gibt es eine Stiftung o.ä. die mir bei meiner Wohnungskaution unter die Arme greifen kann?

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5 Antworten

Eine Stiftung ist mir nicht bekannt. Allerdings haben Sie das Recht die Mietkaution in max 3 Raten zu zahlen, unabhängig davon ob der oder die Vermieter damit einverstanden sind. Wenn Sie sicher sind die Kaution in Teilbeträgen zahlen zu können, Mietvertrag unterschreiben und dann den Vermieter informieren das Sie von Ihrem Recht nach § 551 Abs. 2 BGB auf Teilzahlung Gebrauch machen. Außerdem wichtig zu wissen, Miete und erste Teilzahlung sind erst am Tag des Mietbeginns fällig

Bedingung wonach der Mietvertrag erst nach der Kautionszahlung zustande kommen soll oder wonach die Übergabe der Schlüssel von der Zahlung der vollen Kaution abhängig ist, sind unwirksam. Die Wirksamkeit des Mietvertrages bleibt hiervon unberührt. Auch die Kautionsvereinbarung bleibt in der gesetzlich zulässigen Form erhalten (BGH, Urteil vom 25.06.2003, VIII ZR 344/02). Verhält sich der Vermieter entsprechend der unwirksamen Vereinbarung - übergibt er z.B. die Wohnungsschlüssel bei Beginn des Mietverhältnisses nicht - so kann der Mieter nach § 543 Abs. 2 Nr. 1 BGB fristlos kündigen und Ersatz des Kündigungsfolgeschadens geltend machen. Will er trotz aller Streitigkeiten über die Kautionszahlung einziehen, bleibt ihm nur die Klage wegen Leistungsverzug. Mit anderen Worten das kann für den Vermieter ein teurerSpaß werden

Wenn das Einkommen nicht reicht für eine Kaution, kann man aufstockend ALG II beantragen - hier eben in Form eines Kautions-Darlehens nach SGB II § 22 Absatz 6: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/index.html

Denn im Monat der Fälligkeit der Kautions-Zahlung - hier wohl der Monat des Vertrags-Abschlusses - erhöht sich der rechnerische Bedarf der Bedarfsgemeinschaft ja um mehrere hundert Euro: Genau um die Höhe der Kaution.

Diesem Bedarf wird nun das vorhandene Einkommen (Gehälter, die in genau diesem Fälligkeits-Monat zufließen, plus Kindergeld usw.) gegenübergestellt (nachdem die Einkommen bereinigt worden sind um Absetzbeträge laut § 11b SGB II).

Insofern kann es durchaus ein Kautions-Darlehen geben vom Jobcenter der aktuell zuständigen Gemeinde.

Gruß aus Berlin, Gerd

Hallo hcfamily81,

ich kann Dir leider nicht sagen, ob es die von Dir nachgefragte Stiftung oder Unterstützungskasse gibt.

Eine Alternative kann jedoch eine Kautionsversicherung sein. Diese bietet z. B. die R+V Versicherung an, es gibt sicher noch weitere Anbieter einfach mal googeln. Dort Zahlst Du einen Prämie und die Versicherung bürgt für Dich gegenüber dem Vermieter. Damit hast Du keine "Einmalkaution".

Schöne Grüße

Nach dem Gesetz darf die Kaution höchstens drei Monatsmieten hoch sein. Gemeint sind Kaltmieten, ohne die Vorauszahlungsbeträge für Betriebskosten. Der Mieter muss die Mietsicherheit nicht „auf einen Schlag“ zahlen. Er kann die Kaution in drei Raten zahlen. Die erste Rate bekommt der Vermieter dann zum Beginn des Mietverhältnisses, die beiden nächsten Raten in den Folgemonaten.

http://www.mieterbund.de/928.html

hcfamily81 03.09.2013, 10:17

Leider lässt sich der Vermieter bzw. die Vermieter auf eine Ratenzahlung nicht ein, da sie damit schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Kann ich auch nachvollziehen.

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Kannst du vielleicht einen "Bürgen" stellen? - In meinem Bekanntenkreis helfen wir uns bei solchen Dingen gegenseitig. Jeder hilft jedem. Unter guten Freunden ist das möglich...

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