Gibt es eine Religiöse Richtung in der man als Mönch verheiratet sein darf und Kinder haben sone art Sadhu mit Familie und herumreisen wie eine art Zigäuner?

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5 Antworten

die Sonne genießen hier und dort mal gläubige Segnen, Gaben empfangen.

Ich glaube, du missverstehst diese hinduistischen Sadhus gründlich.

Für ernsthafte Sadhus ist diese materielle Welt lediglich "Maya" (Illusion), deren Anhaftungen uns davon abhalten, die Einheit unseres göttlichen Wesenskerns (Atman) mit dem ewig Göttlichen (Brahman) zu realisieren.

Sie genießen also keine Sonnenbäder beim Betteln, sondern machen alles, um aus diesen irdischen Genüssen zu entkommen.

Außerdem bekommen sie mitnichten immer von hübschen Sari-Ladies feine Speisen als Spenden serviert, sondern müssen mitunter aus Müll und Abfall leben.

Krankenversicherung und andere soziale Sicherheiten gibt es ebenfalls nicht, so dass eine Familie ein zusätzlicher irdischer Klotz am Bein wäre.

Aus ihrer Sicht ist das irdische Leben eine Last, so dass sie sich ganz auf ihr Verehrungsobjekt konzentrieren und teilweise sogar extrem körperlich kasteien, um durch spirituelle Erleuchtung aus dem Kreislauf der Wiedergeburt auszusteigen.

Ein Sadhu zu sein, bedeutet nicht "spirituelles Schmarotzen", oder als Shiva-Jünger rituell Cannabis zu paffen, sondern ist mit viel innerer wie äußerer Anstrengung und Entbehrung verbunden.

Natürlich gibt es in Indien zahlreiche Betrüger, die auf "heilig" machen und sich von der gutgläubigen Bevölkerung durchfüttern lassen, womöglich nachdem sie ein paar nette Zaubertricks vorgeführt haben.

Das hat aber mit den echten Sadhus nichts zu tun.

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Kommentar von Enzylexikon
22.12.2015, 14:49

Übrigens finde ich es ziemlich fragwürdig, wenn du offenbar dazu bereit zu sein scheinst, dich jeder noch so dubiosen Gruppe anzuschließen, so lange du und deine Familie dort durchgefüttert werden.

Das hat aus meiner Sicht nichts mit wirklicher spiritueller Suche zu tun, sondern klingt nach einem Alibi für bequeme Weltflucht und weitgehende Verantwortungslosigkeit.

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Wie willst du mit sowas eigentlich dein Geld verdienen und deine Familie ernähren?

Und ich denke es ist besser, wenn du die Wahrheit in der Religion suchst, und nicht nach der besten Lifestyle.

Du kannst dich doch gleich der Gruppe 'Schenker' anschliessen. Das sind Leute die leben in Wald, arbeiten nicht und nehmen nur etwas an, wenn es um sonst ist, also geschenkt, daher der Begriff 'Schenker'.
Manche bemitleiden solche Leute und schenken tatsächlich vieles, wie ein Smartphone zB.
Vielleicht schenkt dir dann jemand eine Bibel die du per Hand abschreiben kannst, dann wärst du nämlich zugleich ein Mönch ;)
Also ein Schenker-Mönch.
Wär das was für dich?^^

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ich habe aber noch eine andere Idee für dich. Das könnte auch ganz gut passen. Also, irgendwo in Süddeutschland gibt es eine Lebensgemeinschaft die sich da Tempelhof nennt. Dort leben einige dutzend Menschen sowohl als Familie als auch als dorfähnliche Gemeinschaft zu sammen. Man hilft sich gegenseitig. Es gibt einen zentralen Essensraum, Das Essen wird von ein paar Leuten gekocht. Andere sind für den Anbau zuständig. Wiederum andere bauen die Häuser dort. Jeder trägt seinen Teil dazu bei ohne dass er gestresst wird oder mit Kündigung Rechnen muss. Außer er  begeht ein Verbrechen dann wird er logischerweise von dort raus geschmissen. Es gibt auch Yogaklassen  und man trifft sich regelmäßig um anstehende Sachen zu besprechen und Entscheidungen zu treffen. Das religiöse hat aber keinen dominanten Stellenwert wird aber akzeptiert.

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Die einzigste Religionsgemeinschaft die in die Richtung geht wonach du gefragt hast sind die Hare Krishnas bzw. ISKCON. Dort hast du die Möglichkeit als Predigermönch durch die Gegend zu ziehen (auch weltweit) oder fest in einem Tempel zu leben. Aber selbst dort musst du dich dann erst einmal mit der ganzen Philosphie identifizieren und dann während du unterwegs bist Bücher verkaufen/an den Man bringen und wenn du im Tempel lebst musst du dich einem stregen Tagesablauf unterordnen, der da so aussieht dass du früh um 4 Uhr bis halb fünf aufstehst, dich duscht, dann eine Morgenfeier mit Singen aktiv mitmachst, dann noch 16x108 Mal am Tag das Hare Krishna Mantra aufsagst. Abends ist dann auch noch mal Singen und aus der Baghavad Gita vorlesen angesagt. Dann gib es noch ein paar Tage im Jahr an den du verpflichtet bist bis um 12 Uhr Mittags zu fasten und von Hülsenfrüchten (Ekadashi). An sonsten muss die Miete im  Tempel ja auch bezahlt werden. Drogen darfst du auch keine nehmen, nicht mal Schokolade & Kaffee. Was auch nicht das schlechteste ist, also alles bis auf Schokolade & ab und zu bisschen Kaffee. Vegetarisch musst du auch leben.  Fernsehen und Radio ist auch nicht erlaubt. Was noch positiv ist, ist dass du dort i.d.R. mit mit ganz netten Leuten zu tun hast und das singen ist eigentlich auch immer sehr schön dort.
Vielleicht wäre es ne Möglichkeit für dich erst einmal in die Nähe von so nem Tempel zu ziehen und dort ein bisschen so als Gast mit machst um zu sehen ob das was für dich ist. 

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Mir ist keine bekannt, aber man braucht keine Religion um es zu tun. 

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Kommentar von kalikula
22.12.2015, 14:04

Wenn nicht, wovon soll man dann Leben?

Alle normalen Lebensweisen beinhalten das täglich für irgendjemanden Arbeiten gehen, also seine Freiheit verkaufen, an einen Ort gebunden sein, letzlich durch Arbeit krank und ungücklig zu werden... :(

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