gibt es eine Pflicht die Fahrerkarte täglich auszulesen?

4 Antworten

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Wenn er das so will solltest du das auch tun. Evtl. will er schauen ob die Mitarbeiter Spaßfahrten machen.

bei uns gibt es keine Spaßfahrten , unsere Fahrzeuge besitzen GPS . Und es gibt auch keinen Grund ,sowie auch keine Zeit für so einen Quatsch.

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@LutzRoberto

In der Arbeitszeit gibt es für sowas auch keine Zeit aber am Wochenende? Ich darf mein Fahrzeug z.B mit nach Hause nehmen und es auch Privat nutzen solange es im Rahmen bleibt

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Die gesetzliche Pflicht lautet mindestens alle 28 Tage, mindestens!

Es kann also auch betriebsbedingt darunter ein Intervall angeordnet sein, z.B. wöchentlich oder täglich.

Ich lasse meine Karte wöchentlich auslesen, komme ich unter der Woche mal auf den Hof sogar öfter. Mein Bruder hatte bei der Müllabfuhr, als er noch Scheiben-LKW hatte täglich die Scheiben mit dem Tagesbericht abgegeben, da die Scheiben zum Nachweis der Arbeit mit den Tätigkeitsprotokollen gelten.

Wenn Dein Arbeitgeber verlangt täglich auszulesen, dann mach das halt, wo ist das Problem? Karte raus, auslesen lassen, Karte wieder stecken und Nachtrag machen...

Ach ja, PS: Bevor jetzt wieder gemeckert und wie wild kommentiert wird: Ein Müllsammelfahrzeug im Haus zu Haus-Verkehr unterliegt NICHT den Sozialvorschriften im Straßenverkehr, also den Lenk- und Ruhezeiten, sondern nur dem Arbeitszeitgesetz und hat somit KEINE Mitführpflicht der Scheiben und KEINE Pflicht einen lückenlosen Nachweis der letzten 28Tage erbringen zu müssen...

es geht aber darum ,ob es eine Pflicht gibt ,diese täglich auszulesen . wir fahren im Schichtsystem und es wird hartnäckig verlangt ,täglich auszulesen . Nur seitends des Arbeitgeber wird behauptet ,wir seinen dazu verpflichtet. Ich habe auch nur die gesetzliche Regelung von 28 Tagen gefunden . aber auch die Müllabfuhr unterliegt den gesetzlichen Lenk-und Ruhezeiten.Für uns gelten auch die Sozialvorschriften . Auch wurden wir schon kontroliert und mussten Nachweise erbringen über die letzten 28 Tage . Das ist leider ein heickles Thema und wird in jeden Bundesland anders gehandhabt . Wir haben längere Anfahrswege zum Entsorgungsgebiet und dies ist dann kein Haus zu Haus -Verkehr . Dazu haben wir als Betriebsrat auch noch keine Eindeutige Gesetzeslage gefunden .

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@LutzRoberto

Oben habe ich ja geschrieben, das es gesetzlich 28Tage sind. Mindestens alle 28 Tage heisst es im Gesetz. Darunter ist freiwillig oder nach Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. Ein Müllsammelfahrzeug unterliegt nicht den Sozialvorschriften, wenn es im Haus-zuHaus-Verkehr fährt, sicher ist es ein heikles Thema, mit Anfahrtswegen und Nachhausewegen oder zwischendurch die Fahrten zum Container leeren. Das Sammeln unterliegt nicht den Sozialvorschriften, die Fahrt zum Sammeln und zur Umladestation evtl. schon... Jedoch hat es da bei uns in der Region noch nie Probleme damit gegeben. In jedem Bundesland wird das anders gehandhabt? - Ist denn die Fahrpersonalverordnung nicht EU-weit? - In verschiedenen Regionen wird evtl. mehr oder weniger kontrolliert oder mehr oder weniger ein Auge zugedrückt, jedoch sollte die Gesetzeslage überall gleich sein.

Folgendes gefunden, Quelle in unten stehenden Link:

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) können aufgrund der auf ihrem Hoheitsgebiet herrschenden besonderen Bedingungen auch Ausnahmen für folgende Fahrzeuge zulassen:.............•Fahrzeuge, die für Dienste von allgemeinem Interesse, Rundfunk und Fernsehen, zur Müllabfuhr und Straßenreinigung und für bestimmte Kontrollen eingesetzt werden;

http://europa.eu/legislation_summaries/employment_and_social_policy/employment_rights_and_work_organisation/c00018_de.htm

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@RainerB76

In einem Trainerhandbuch zu den 5 Modulen der Grundqualifikation ist folgendes beschrieben: Ein Müllsammelfahrzeug wird national von den Verordnungen ausgenommen und unterliegen nur dem Arbeitszeitgesetz.

http://www.heinrich-vogel-shop.de/img/asset/readings/22938_0_reading.pdf

Hausmüllfahrzeuge

Hausmüllfahrzeuge sind zwar grundsätzlich Kraftfahrzeuge und zur Güterbeförderung geeignet, werden aber bei der Hausmüllabfuhr von den Bestimmungen der VO (EG) 561/2006 und Fahrpersonalverordnung (FPersV) ausgenommen. Unter den Begriff „Hausmüllabfuhr“ fallen alle Abfälle und Wertstoffe, die in der Haus-zu-Haus-Sammlung eingesammelt und zur Behandlung im Nahbereich transportiert werden. Was muss der Fahrer bei der Hausmüllabfuhr beachten? Lenk- und Ruhezeiten gemäß VO (EG) 561/2006 gelten nicht. Es gilt nationales Arbeitszeitrecht. Hausmüllfahrzeuge brauchen demnach auch kein EG-Kontrollgerät gemäß VO (EWG) 3821/85 und FPersV. Sollte das Fahrzeug mit einem Kontrollgerät ausgerüstet sein, muss dieses nicht betrieben werden, d.h. es muss keine Diagrammscheibe oder Fahrerkarte benutzt werden. Der Halter muss die Daten eines digitalen Kontrollgeräts nicht herunterladen. Die Tätigkeitsnachweise der vorausgegangenen 28 Tage sind bei Kontrollen nicht vorzulegen

Zudem verstehe ich nicht was Du damit meinst, ob es eine Pflicht ist, die Karte täglich auszulesen, das habe ich ja oben schon beschrieben das es GESETZLICH alle 28Tage PFLICHT ist. Regelt der Arbeitgeber jedoch per Vertrag eine kürzere Zeit und der Arbeitnehmer unterschreibt diesen Vertrag, dann ist es auch PFLICHT, jedoch nicht gesetzlich sondern durch ARBEITSVERTRAG. Wo ist das Problem, jeden Tag die Karte auszulesen, wenn Du wirklich bei der Müllabfuhr arbeitest, bist Du jeden tag zu Hause, bzw. am Betriebshof, stellst du das Fahrzeug am Betriebshof ab, entnimmst du sowieso die Karte vorm Heimgehen. Warum dann der Aufstand wegen einer Minute Karte auslesen?...

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@RainerB76

Sogar in der FPerV wird es so behandelt, dass Fahrzeuge zur Beseitigung von Hausmüll von den Verordnungen befreit sind.

FPerV §18 Punkt 8

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@RainerB76

Bei uns gibt es aber intern keine Regelung zum Auslesen der Fahrerkarte. Es gibt aber einige Kollegen, die es geregelt haben wollen . Nur der Disponet sagt es währe unsere tägliche Pflicht . Hat aber auf Nachfrage keine Handhabe dazu . Wir wollen das aber regeln .

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@LutzRoberto

...Entweder die Dispo bildet sich das nur selber ein, hat deswegen keine Handhabe, oder es wurde mal verbal eine Anweisung gegeben, die nun keiner mehr nachvollziehen kann... Regelt das doch in dem Ihr mit der Geschäftsleitung, oder einer von der Geschäftsleitung bevollmächtigten Person, eine schriftliche Arbeitsanweisung bezüglich dieses Themas, und dem Intervall, ausarbeitet. Dann ist es verbindlich für jeden und für jeden nachvollziehbar. Zudem kann das Dokument in das Qualitätsmanagement bei evtl. ISO-Zertifizierung eingebunden werden... Nur so mal als Gedanke...

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Bei einer Pflicht täglich die Fahrer Karte auszulesen verschleißt die Karte meiner Ansicht nach schneller. Ich würde die Firma mit in die Pflicht nehmen diese im Fall der Fälle zu ersetzen.

Warum verschleißt die Karte dann schneller, wenn sie in einen Kartenleser geschoben wird? Da verschleißt nichts! Was machen denn dann die Arbeiter die auf Schichtautos fahren? Die müssen täglich die Karte stecken und wieder ziehen?

Du würdest die Firma in die Pflicht nehmen die Karte im Fall der Fälle zu ersetzen? Obwohl sich deswegen schon Oberlandesgerichte damit befasst haben, wer die Kosten der Karte zu tragen hat, und diese Kosten dem Arbeitnehmer zugeschrieben wurden...

Übernimmst Du Dich nicht ein wenig? Mehr als Lachen und Spott wirst Du damit nicht ernten...

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