Gibt es eine Möglichkeit, von der ARGE sehr kurzfristig Geld zu bekommen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch wenn ich diesen Brief für einen Fake halte, sei es drum...

Aufgrund dieser Tatsache hat das Amt mir gestern mitgeteilt, das B. dann beim Arbeitsamt eine Berufsausbildungsbeihilfe BAB beantragen muß und dadurch wurde unser Anspruch um genau diesen Betrag 284€ gekürzt.

Der Zahllauf ist immer um den 20sten rum, d.h. für diesen Monat müsste noch Geld gekommen sein, welches du ggf. zu späterer Zeit zurückzahlen musst.

Normalerweise stellen die auch nicht einfach so die Zahlung ein. Selbst wenn jemand von heute auf morgen Arbeit bekommen hat und aus der Hartzfalle heraus ist (was zwar selten, aber doch hin und wieder vorkommt) bekommt derjenige i.d.R. noch die Zahlung für den Folgemonat und muss diese dann (nach Vorlage seiner ersten Abrechnung) zurückzahlen, da er ja für den laufenden Monat keinen Rechtsanspruch auf die Kohle hat.

Ich selber habe mich bei der Reinigung R. in L. beworben und habe Morgen mein erstes Probearbeiten. Das wissen die vom Amt aber noch nicht, weil ich dafür ja auch noch keinen Vertrag habe.

Was hat das damit zu tun?

Du solltest nach Möglichkeit direkt Montag bescheid geben. Wahrscheinlich hast du ja erst kurzfristig von dem Termin zum Probearbeiten erfahren und am Feiertag hat die Arge ja zu. Hast du die Möglichkeit emails zu verschicken? Weißt du schon länger von dem Termin? Dann könnte es u.U. Diskussionen geben. Ist es ein unbezahltes Probearbeiten? Dann dürfte nicht viel passieren. Aber keine Garantie für garnix, ist hier ja keine Rechtsberatung.

B. ist nicht zu dieser Schule gegangen weil sie krank ist. Sie hat eine Schwellung am Hals, die man fühlen kann. Sie hat Schmerzen und ihr wird immer schwindelig. Beim Arzt war sie auch gewesen und hat auch eine Krankmeldung dafür.

Aber sie muss sich doch vorher an dieser Schule angemeldet haben bzw. sie müsste doch angemeldet worden sein, oder? Die müssten doch irgendwas vorliegen haben.

Wir haben kein Geld mehr, die laufenden Kosten zu bezahlen. Das was uns geblieben ist für diesen Monat geht komplett für die Miete weg. Wieviel von den anderen Sachen Versicherung, BSAG, Telefon, Stadtwerke usw überhaupt noch gebucht werden kann ist mir jetzt völlig unklar!

Immerhin ist die Miete bezahlt, das ist immer das Wichtigste. Strom, telefon usw. ist jetzt erstmal egal, die holen sich schon ihr Geld, keine Sorge.

Am besten Montag direkt zum Amt und Gutscheine beantragen. Wenn das nicht geht, dann ab zum Gericht und eine einstweilige Verfügung beantragen, dann läuft die Kohle erstmal weiter bis alles geklärt ist.

werden wir sicher von verschiedenen schon Mahnungen bekommen haben. Was soll ich bloß tun?

Oh nein, Mahnungen... die kriegt jeder ständig. Eine Mahnung ist noch nicht bedrohlich. Schlimm wird es, wenn die Briefe bunt werden (gelb u.a.) oder der gelbe Briefumschlag mit rotem Inhalt kommt. Alles andere kann man noch regeln.

Kann man in dieser prekären Situation ein Übergangsgeld in Höhe dieser 284€ beanspruchen, die wären am dringendsten?

Wie gesagt: Direkt Montag früh zum Amt und wenn das nichts bringt ab zum Amtsgericht.

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Danke für deine Antwort. Es war kein Fake, und du hast mit deiner Antwort sehr geholfen.

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@HolderEDII

Für den laufenden Monat, in dem die Arbeit aufgenommen wird, besteht meist noch Anspruch auf ALG II, da die erste Lohnzahlung meist einen Monat später erfolgt (=Zuflussmonat). Trotzdem liest man hier immer wieder, das Jobcenter hätte die Zahlung sofort nach Meldung der "Aufnahme einer Tätigkeit" eingestellt, was die Betroffenen oft in eine verzweifelte Lage bringt, da sie einen ganzen Monat ohne Geld dastehen. Daher würde ich es mit der Arbeitsmeldung nicht überstürzen, vor allem nicht, wenn es sich um eine unbezahlte Probearbeit handelt.

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Es gilt hier immer noch das Zuflussprinzip !!!

Das bedeutet,Einkommen,in diesem Fall das BAB - Berufsausbildungsbeihilfe,darf erst auf die Leistungen angerechnet werden,wenn es auch tatsächlich zur Verfügung steht,also auf dem Konto eingegangen ist. Das Jobcenter muss also solange in Vorleistung gehen und ggf.einen Antrag auf Erstattung stellen,damit sie ihr Geld von der Agentur für Arbeit ( BAB ) wieder bekommen. Außerdem steht ihr das BAB - nur zu,wenn sie nicht mehr bei ihrer Mutter wohnt,sondern in einer eigenen Wohnung / WG. Den Antrag muss sie aber trotzdem Stellen,weil das Jobcenter den Ablehnungsbescheid sehen möchte. Es bleibt also nur,noch einmal zum Jobcenter gehen und mit aktuellen Kontoauszügen in der Leistungsabteilung Mittellosigkeit anmelden. Das bedeutet,das sie über keinerlei Bargeld oder Vermögen verfügen oder über Wertgegenstände die zu Bargeld gemacht werden könnten. Dann muss ihnen sofort geholfen werden,dazu ist das Jobcenter verpflichtet,entweder mit Auszahlung von Bargeld oder einem Barscheck,der sofort einlösbar ist.

frag einfach die Arge mit der Schilderung deiner Situation um einen Vorschuss bzw Darlehen

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