Gibt es eine gesetzliche Regelung, dass immer das Original der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) zur Krankenkasse geschickt werden muss?

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2 Antworten

Eine Originalbescheinigung deiner Arbeitsunfähigkeit ist heutzutage meist erst dann erforderlich, wenn Du Dich im Krankengeldbezug befindest. Denn dann handelt es sich bei dem Attest um eine zahlungsbegründende Unterlagen. 

Noch vor Kurzem war es tatsächlich so, dass das Original vorgelegt werden musste. In Zeiten der neuen Möglichkeiten kann auch ein Foto, oder ein Fax möglich sein. Die Kassen handhaben das noch nicht ganz einheitlich. Bei Vielen kann man sich einen "Kundenaccount" mit Passwortschutz zulegen, innerhalb dessen man dann solche Dinge hochladen kann.

Schau auf die Website deiner Kasse!

Was heißt Krankengeldbezug? Ganz vereinfacht, wenn Du wegen derselben Sache innerhalb von 6 Monaten insgesamt (womöglich auch mehrere einzelne Krankschreibungen zusammengerechnet) 42 Tage arbeitsunfähig krank bist. Dann stellt der Arbeitgeber die Lohn/Gehaltsfortzahlung ein und die KK zahlt Krankengeld. 

Die muss es geben, weil die KK einen berechtigten Anspruch darauf hat, woran das Mitglied erkrankt ist. Diese Kenntnis ist allein schon wegen der Fristberechnung des evtl. Anspruchs auf Krankengeld erforderlich.

TVCSKB 22.01.2017, 10:58

Ich habe aber leider noch keine passende Stelle in Gesetzen und Regelungen gefunden

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kreuzkampus 22.01.2017, 11:27
@TVCSKB

Das musst Du auch nicht. Nimm es einfach hin. Wenn Du das nicht willst, geh' zu einem Anwalt.

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Familiengerd 22.01.2017, 13:45
@TVCSKB

@ TVCSKB:

Dann schau ins Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 5 "Anzeige- und Nachweispflichten" Abs. 1, dort heißt es in Satz 5:

Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, muß die ärztliche Bescheinigung einen Vermerk des behandelnden Arztes darüber enthalten, daß der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung [Anmerk.: Hervorhebung durch mich] über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird .

Hier ist - genau so wie in Satz 1: "[...] hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung [...] vorzulegen." - von einer "Bescheinigung" als einem Dokument die Rede und nicht von der "Kopie einer Bescheinigung".

Wenn sich Arbeitgeber und Krankenkasse mit einer Kopie zufriedengeben, ist das ja in Ordnung; sie dürfen aber die Vorlage des Originals verlangen.  

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Familiengerd 22.01.2017, 13:51
@kreuzkampus

@ kreuzkampus:

Das musst Du auch nicht.

Selbstverständlich ist die Frage legitim, woraus sich die Verpflichtung zur Vorlage des Originals statt einer Kopie ergibt.

Und die sollte man nicht einfach mit "Das musst Du auch nicht. " und "Nimm es einfach hin." abtun, wenn man es eventuell selbst nicht weiß (und die Frage auch nicht beantwortet hat).

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kreuzkampus 22.01.2017, 17:40
@Familiengerd

Fein! Das Ergebnis ist das gleiche. Nur hast Du dem Fragesteller die Arbeit abgenommen, die er sich bei 'Google selbst hätte machen können. Antwort zwecklos. Ich bestelle die Benachrichtigung ab.

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Familiengerd 22.01.2017, 18:14
@kreuzkampus

Fein!

Danke! :-))

Nur hast Du dem Fragesteller die Arbeit abgenommen, die er sich bei 'Google selbst hätte machen können. Antwort zwecklos.

Dafür ist ein solches Forum schließlich da: Fragen stellen zu Problemen, auf die man eine Antwort sucht, und Erklärungen erhalten.

Er - häufige - Verweis auf Google bedeutet in der Konsequenz, dass ein solches Forum wie hier überflüssig ist; denn alles lässt sich googeln, aber damit nicht immer auch erklären!

Antwort zwecklos. Ich bestelle die Benachrichtigung ab.

Ah ja! :-))

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