Gibt es eine bestimmte Sonderregelung zur Befreiung von der Arbeit wenn man zum Psychologen muss?

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12 Antworten

Hallo, Appassionato, es ist manchmal eine Schwierigkeit, einen Termin außerhalb der eigenen Arbeitszeit zu finden! Zumal auch PsychotherapeutInnen irgendwann einmal Feierabend haben/möchten. Gute Erfahrungen gibt es aber viele. Z. B. : Du findest einen Termin mit dem Psychotherapeuten gleich früh um 8 Uhr und kannst danach auf der Arbeit anfange. Ggf. bittest Du Deinen Arbeitgeber/Deine Arbeitgeberin darum, an einem Tag in der Woche oder alle 14 Tage später beginnen zu dürfen und dafür länger zu arbeiten. Es wäre auch möglich, falls es besser in den Arbeitsablauf passen sollte, die Zeit auf mehrere Tage zum Nacharbeiten zu legen.

Für die Begründung musst Du selbst einschätzen, ob der Chef/die Chefin vertrauenswürdig genug wäre, um ihr/ihm zu sagen, dass du zur Psychotherapie (PT) möchtest oder nicht. Es ist durchaus realistisch, dass es Vorurteile gibt. Ich habe aber auch schon erfahren, dass ChefInnen es gut finden und Dich durch eine Arbeitszeitanpassung unterstützen. PT machen heißt nicht, dass Du arbeitsmäßig oder in der Persönlichkeit eingeschränkt sein musst und die Arbeit darunter leiden müsste. 2) Manche können bei örtlicher Nähe und genug Zeit eine PT in die Mittagspause legen. 3) Manche TherapeutInnen machen alle paar Wochen Sondertermine abends oder sogar am Samstag. 4) Manchmal gelingt es, eine PT-Stunde so zu tauschen, dass jemand anderes morgens statt nachmittags kommt. 5) Du erhälst einen Nachmittagtermin, der so liegt, dass Du dann die Arbeit etwas früher verlässt und dann entsprechend an anderen Tagen vor-/nacharbeitest. 6) Falls Du offen mit dem/der ChefIn reden kannst/möchtest: Vielleicht stellt er/sie dich frei für die PT, ohne nacharbeiten zu müssen. Manche rechnen es PraktikantInnen durchaus an, dass sie einsatzbereit sind, obwohl sie in der Regel kein oder kaum entlohnt werden. Falls Du jemanden Vertrautes an Deiner Arbeitsstelle hast, könntest Du mit ihm/ihr darüber reden, ob Du offen mit Chef/In darüber reden solltest/könntest. Du könntest auch sagen, Du müsstest z.B. zur Physiotherapie oder ähnliches/Rückensportstunde .... Viel Erfolg, auch bei Deiner Therapie!!!

Das kommt ganz darauf an, was Dir wichtiger ist. Wenn der Psychologe Dir ärztlich verordnet wurde, dann kann man bereits von einem Krankheitsbild sprechen - und eine vorhandene Krankheit, die kombiniert man am besten nicht mit einem Praktikum - weil das einfach Nachteile für Dich hat. We möchte schon gerne einen Ausbildungsplatz vergeben, an einen Menschen, dem möglicherweise die Zeit fehlt, sich darauf zu konzentrieren - da ist Misserfolg vorprogrammiert. Du mußt Dich einfach einmal selbst als Chef sehen, und dann überlegen, welchem Praktikanten Du auch einen Ausbildungsplatz geben möchtest - das hat nichts mit unsozial zu tun - schliesslich muß auch ein Arbeitgeber die Arbeitsplätze erhalten können - und wenn er dann von vielen Mitarbeitern laufend nur gelbe Zettel erhält - dann funktioniert der Kreislauf nicht mehr und ist erheblich gestört. Ich empfehle dir - zuerst die Therapie zu beenden, und dann gestärkt das Praktikum abzusolvieren - bei allem Anderen beißt sich die Katze in den Schwanz - Recht hin- Recht her - schliesslich kann nur jeder dann glücklich sein, wenn Rechte und Pflichten eingehalten werden, und in einem gesunden Maß zueinander stehen.

du hast die therapie verschrieben bekommen? dann kann dir dein hausarzt auch eine bescheinigung ausstellen, wo du wegen bestimmter massnahmen freigestellt sein solltest. aber ein praktikum dauert ja in der regel nicht lange und dienst dazu dich im arbeitsprozess einzugewoehnen... es waere eigentlich in deienm sinne, die termine ausserhalb der praktikumszeiten zu legen.

Betrachte das einmal von der anderen Seite. Wenn ich dir Arbeit gebe, ist es deine Verpflichtung, deine Arzttermine so zu gestalten, dass deine Arbeitsleistung trotzdem gut ist und der Firma zu Gewinn verhilft. Sonst hätt das ja alles keinen Sinn. Du bist zwar im Praktikum, aber das heisst ja praktisch so zu tun, als wie wenn du arbeiten würdest. Ich schlage dir vor, mit deinem Vorgesetzten die Möglichkeiten durchzusprechen und so eine für beide Seiten genehme Lösung zu finden. Das würde sich auch im Berufsleben so gehören.

Hallo, nein ein Recht darauf hast du nicht, ebenso wenig wie bei allen anderen Arztterminen oder Physiotherapie.

Auch was du sagst: "wenn man eine Bescheinigung vorlegen kann.." Das ist reine Kulanz des Arbeitgebers!

Überlege dir, ob du das überhaupt publik machst: wie das Umfeld so ist... Es kann nach hinten hochgehen: Wenn es Probleme in der Firma gibt heißt es bei den Chefs wie den Kollegen: "Naja das ist doch der/die..." Dann zeigt man auf dem FLur den Scheibenwischer.... du solltest dir das genau überlegen! Menschen sind eben Tiere! Wie in Gemeinschaften bei Tieren, prasselt bei Konflikten/Schwierigkeiten auf das vermeindlich schwächste Herdenmitglied der Unmut ein!

Bevor Du über Sonderregelungen nachdenkst, solltest Du Dich mit Deinem Arbeitgeber in Verbindung setzen, um über die Möglichkeiten zu sprechen.

Erstmal zusehen, dass du Termine außerhalb der Arbeitszeit bekommst.

Wenn nicht, kannst du es wie mit Arztbesuchen machen, denn es sind ja auch Behandlungen. Es wird auch drauf ankommen, wie dringend ein Gespräch war.

Wenn der Psychologe keine Bescheinigung ausstellen kann oder du das nicht möchtest, redest du mit deinem Hausarzt darüber.

Was sagt der Arbeitsvertrag oder die Betriebsvereinbarung? Musst du die Zeit nachholen?

natürlich kannst du zum arzt wenn es der praxisbetrieb und eine akute erkrankung betrifft, aber du bekommst di zeit natürlich nicht bezahlt. mach es einfach abends oder in der Freizeit.

Man sollte sich immer einen Termin außerhalb der Arbeitszeit besorgen.

Nur wenn der Arzt ausdrücklich auf einem bestimmten Termin besteht, kann man um Freistellung bitten.

Dann weiß der Chef aber sofort, dass Du zum Psychologen gehst.

Mußt Urlaub nehmen. Psychologen können keine Krankenscheine ausschreiben. Ist kein geschützter Berufstitel. Jeder ist hier Psychologe und kann sich als so etwas ausgeben, weil das sowieso Labberei ist, was die machen. Unter 1000 einen Treffer bloß, weil das nur wie Hand auflegen ist und so eine Art Heilpraktiker. Die können auch nicht krank schreiben. Ist mehr was für den Glauben, ne Art Placebo. Wirst sehen, was das ist und was da rauskommt. Geh lieber zum richtigen Arzt - der kann dir helfen und nicht so ein Klappsmann!

Grandi 15.10.2010, 08:07

Um es richtig zu stellen: Psychologe oder auch Psychotherapeut, sind sehr wohl geschützte Berufsbezeichnungen. Niemand ohne entsprechende Ausbildung darf sich also so bezeichnen.

Außerdem nehmen seit 1999 Psychotherapeuten als zugelassene Facharztgruppe an der Gesundheitsversorgung teil, sind approbiert und durch ein Saatsexamen geprüft.

Ob du die Behandlung durch Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch orientierter Therapie oder Psychoanalyse als für dich hilfreich erachtest, bleibt natürlich dir überlassen.

Was die Bescheinigung angeht teile ich die Ansicht der meisten Beantworter: Besser ist es, sich Termine außerhalb der Arbeitszeit geben zu lassen.

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findesciecle 15.10.2010, 20:27

Das ist ne echte dumme Antwort! Grandi hat es genau richtiggestellt!

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solluna 09.11.2010, 11:20

Auch ich finde Deine Antwort unangemessen, zudem unsachlich und schlichtweg falsch. Deine Meinung über Psychotherapie ist nicht gefragt, sondern wie man damit umgeht, wenn man einen Termin für Psychotherapie hat und Arbeiten muss. Möchtest Du selbst über Deinen Beruf bzw. Dich als Berufsausüberin so abschätzig behandelt werden? Ich könnte einiges an Vorurteilen und Negativem über Tierpflegerinnen ablassen. Erboste Grüße

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Besprich dein Anliegen doch mit deinem Vorgesetzten!

Ich würde mich an dem Tag einfach krank schreiben lassen.

hibiskuss 14.10.2010, 14:24

ja klar und der AG zahlt das Vergnügen auch noch. Tolle Moral

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Anna198 15.10.2010, 17:26
@hibiskuss

Boah - Hilfe! Sarrazin scheint Recht zu haben - Deutschland vernichtet sich gerade selbst!

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