Gibt es ein Zusammenhang zwischen Konjunkturschwankungen und Wirtschaftswachstum?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Wirtschaft ist ein ständiger dynamischer Prozess. Wachstum und Schwankungen sind Ausprägungen dieses Prozesses. Sie können sich auch überlappen, indem es z.B. auch bei einem Wachstumspfad Schwankungen gibt. Genau genommen ist ja Wirtschaft ein relativ gut oder weniger gut abgestimmtes Miteinander und wettbewerbliches Überbieten vieler unterschiedlich eng vernetzter Einzelteile. Sprechen wir von Wirtschaftswachstum, dann meinen wir, dass die Summe der Einzelaktivitäten eine Gesamtsteigerung erbracht hat. Unter der Decke der Gesamtsicht kann es aber sein, dass Bereiche Verluste machen und zurückgehen, was aber durch Gewinne und Zuwächse anderer Bereiche übertroffen wird.

Bildlich gesprochen kann aber auch vorkommen, dass sich eine Gesamtwirtschaft "ausruht", d.h. kaum noch Neuerungen entstehen und bestehende Prozesse nur perfektioniert werden. Das führt zum Abbau von Arbeitskräften, zur effektiveren Nutzung von Kapital und letztlich ist der ganze Schwung raus. Entstehen aber neue Produktideen und es gibt mutige Investoren, die an diese neuen Ideen glauben, dann entstehen neue Produktionen, das Schwungrad beginnt schneller zu laufen, Arbeitskräfte werden wieder neu eingestellt und es macht sich ein neuer Optimismus breit. Solche langfristigen Zyklen hat Peter Schumpeter beschrieben.

Beide oben beschriebenen Möglichkeiten sind Entwicklungen aus dem ökonomischen Prozess selbst. Aber ein Wirtschaftsprozess ist ja Teil eines Gesamtgesellschaftlichen Prozesses, reagiert auf politische Maßnahmen, auf Bildungs- wie Gesundheitsmaßnahmen, auf Fragen der Sicherheit und Moral. Korrupte Gesellschaften produzieren auch hohe Wirtschaftsverluste und schrecken seriöse Investoren ab. So gibt es viele "außerwirtschaftliche" Einflüsse, die direkt auf die ökonomischen Prozesse durchschlagen. Kriege und internationale Machtkämpfe bremsen den allgemeinen Optimismus und dämpfen auch ökonomisches Verhalten.

So kann allein bereits eine überbordende Bürokratie mit einem Wust von Antrags- und Genehmigungsverfahren die Umsetzung junger Ideen ausbremsen. Die EZB-Politik lenkt z.B. die Kapitalien eher in spekulative Kanäle als in realwirtschaftliche Investitionen. Ich bin immer verwundert, dass sich die EZB-Leute wundern, dass ihre Geldschwemme keine Realwirtschaft in Gang bringt. Das Gegenteil passiert. Kurzfristig lässt sich mit Spekulation mehr Geld verdienen als mit realer Produktion Zur Belohnung der Schuldenmacher werden die Sparer abgestraft und die ökonomische Zielorientierung geht aufs Auslaugen und nicht aufs Neuschaffen. Gelder verschieben ist lukrativer als Gelder investieren. Was wundern die sich, dass niemand investiert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja es gibt einen Zusammenhang und dennoch sind sie nicht direkt voneinander abhängig. Aber dafür solltest du mal sowas wie Konjunktur und keynsche Gerade dir anschauen und Dinge wie 4 Wirtschaftsziele (6eck-magisches 11eck).

Aber auf deine simple Frage zu beantworten (natürlich auch simple). Die Konuunktur steigt (wachstum), fällt (rezession) oder hält sich (hoch-tiefpunkt). Jetzt kannst du ja selbst erkennen, was wohl ein Wirtschaftswachstum in dieser Kurve wohl verursacht.

Musst das Ganze aber wie eine Bilanz sehen, wo etwas steigt, verliert jemand anderes. Es wird also immer ausgeglichen und der Staat muss das lenken (Stichworte: Wirtschaftsziele, Zinsen und damit verbundene Geldmenge, etc.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Konjunktur ist das Auf und Ab in der Wirtschaft. Und so mag grundsätzlich gelten: Bei einem konjunkturellen Abschwung wird Wachstum gebremst oder verhindert. Bei einem Aufschwung dürfte sich Wachstum ergeben. Es gibt also n engen Zusammenhang.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?