Gibt es ein Stern der 25 Lichtjahre weit ist , aber sein Leben mit einer Supernova Explosion beendet?

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4 Antworten

Hallo NewEra2017! :)

Bislang ist uns kein derartiger Stern bekannt, und das ist auch gut so! Eine Supernova in einer Entfernung von 20 Lichtjahren wäre potenziell wohl extrem gefährlich, und würde schlimmstenfalls das gesamte Leben der Erde in Geschichtsbücher zurückversetzen.

Bislang gibt es auch nur einen Kandidaten bei dem eine Supernova "unmittelbar" bevorsteht. Es handelt sich um den Stern "Beteigeuze". Dieser Rote Überriese befindet sich in einer Entfernung von 427 Lichtjahren. Eine Supernova wäre damit wohl so hell wie der Halbmond! "Unmittelbar" bedeutet im Rahmen astronomischer Maßstäbe übrigens ca. 100 000 Jahre, wir haben also noch etwas Zeit.

Eine Supernova ist ein gewaltiges Ereignis. Berechnungen haben ergeben, dass 98% der Gesamtenergie einer solchen Explosion in Form von Neutrinos ausgestoßen wird. Diese Teilchen würden potenziell also die größte Gefahr darstellen, wenn man die sonst noch freigesetzte Strahlung in einen vernachlässigbar kleinen Bereich trimmt. Die Gamma-Strahlung die sonst noch frei wird, ist jedoch auch nicht zu unterschätzen!

Neutrinos sind extrem klein und fast masselos. Sie besitzen die Masse von umgerechnet 0,000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 270 578 46 Kilogramm. Der Wirkungsquerschnitt (darunter versteht man die Fläche innerhalb der sich ein Teilchen befinden muss, um quantenmechanisch irgendwelche Verbindungen mit dem Teilchen einzugehen) beträgt verschwindend geringe 10^-44 Meter.

Durch die geringe Masse der Neutrinos ist eine Wechselwirkung mit der Umwelt, extrem unwahrscheinlich. In jeder Sekunde durchrasen uns Hunderte Millionen dieser Teilchen, wir aber spüren gar nichts! Das liegt ganz einfach daran, dass Neutrinos nie in Wechselwirkung treten, und selbst wenn, dann (ich hab's nachgerechnet) würde uns pro Neutrino eine Energie von 0,000 000 000 000 000 000 000 000 024 319 188 097 439 627 58 Joule treffen. Wir würden da nichts von spüren!

Aber zurück zur Supernova. Es müssten pro Sekunde Billiarden von Neutrinos gleichzeitig auf unseren Körper treffen, dann würde eine ausreichend starke Energie freigesetzt werden die uns sofort töten könnte. Die Neutrinos gehen übrigens aus dem Kernkollaps im Innern des Sterns nach Abschluss des Siliziumbrennens hervor.

Nebenbei ist die freigesetzte Gammastrahlung ebenfalls ein Problemfall. Trifft sie auf die Erde, so wird unser Ozon auf Dauer beschädigt, da die auftreffenden Gamma-Quanten eine Zerstörung der Dreifach-Bindungen des Stickstoffs verursachen. Übrigens stammt die Gamma-Strahlung gar nicht direkt aus dem Sterninnern, vielmehr geben die Gammaquanten nach der Explosion einen Großteil ihrer Energie durch Reemissions- und Absorptionsprozesse wieder ab.

Die entstehende Gamma-Strahlung ist die Folge einer radioaktiven Zerfallskette, bei der innerhalb von 6 Tagen zunächst die Hälfte der beim Kollaps entstandenen Nickel-Kerne zu Kobalt und Kobalt anschließend mit einer Halbwertszeit von 77 Tagen die Kobaltkerne weiter zu Eisen zerfallen.

Es ist unwahrscheinlich aber trotzdem möglich, dass der Supernova von Beteigeuze, ein paar Sekunden andauernder Gammastrahlenblitz vorausgeht. Sollte dies der Fall sein, so können wir nur hoffen, dass die beiden Strahlungsbündel nicht die Bahnebene des Sonnensystems treffen, sonst kriegen wir unter Umständen sehr große Schwierigkeiten! Bislang sieht es aber nicht so aus, als würde Beteigeuze so im Raum platziert sein, als würde er uns Gefährlich werden können, sei es durch Gammastrahlenblitze noch durch den Beschuss mit zu viel Neutrinos. Ein Stern müsste schon 20% weiter von der Sonne entfernt sein, damit uns ein „Neutrinoschauer“ sofort töten würde.

Halten wir fest die Hauptprobleme einer Supernova sind:

  • Neutrinos (Bei extrem geringer Entfernung)
  • Vermehrter Ausschuss von Gammastrahlung durch radioaktive Zerfallsprozesse
  • Vermehrter Ausschuss kosmischer Strahlung
  • Abbau der Ozonschicht durch vermehrte Zerstörung von Sticktstoffbindungen
  • Helligkeit der Supernova (Könnte Schlafprobleme verursachen ;) )
  • Weltraumwetter wird auf Dauer schlechter Daraus folgt: Astronauten können sich nicht mehr frei aufhalten!

Allerdings dürfte aufgrund der fehlenden Sterne auf geringen Distanzen keines der Szenarien die ich oben erwähnt habe in Kraft treten! Beteigeuze stellt uns weiterhin vor Rätsel, sollte aber auch nicht mehr als eine lokale Bestrahlungsstärke der Atmosphäre mit Gammaquanten und kosmischer Strahlung zufolge haben.

Trotzdem sollte man die Gefahr die von einer Supernova ausgeht, nie unterschätzen! Wir können also nur hoffen, dass uns das Universum verschonen wird…

LG Pflanzengott! :)

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AdaAugusta 31.03.2013, 05:21

Bei Durchsicht dieses sehr ausführlich scheinenden Beitrages könnte sich doch glatt mein "physikalischer Reizhusten" wieder einstellen, reagiert er doch sehr empfindlich auf physikalischen Unsinn in bereits schmerzhafter Dosierung.

Denn ausser dem allerersten und dem allerletzten Absatz stimmt hier wieder einmal so gut wie gar nichts bzw. werden hochspekulative Abschätzungen für Ober- bzw. Untergrenzen gewisser Erwartungswerte wieder einmal als physikalische Tatsachen hingestellt, die den völlig unbedarften Laien offenbar in Staunen versetzen sollen.

Ich komme insgesamt leider auf über 20 falsche oder zumindest hoch-fragwürdige Angaben in dieser Antwort, oft bis zu 3 Fehler in einem Satz, was wirklich auch nicht leicht hinzukriegen ist. So sind etwa praktisch alle Angaben zu Neutrinos und dem Stern Beteigeuze ausnahmlos falsch!

Insbesondere im Hinblick auf manche deutlich seriöseren "pflanzengott"-Antworten aus der letzten Zeit stellt diese Antwort einen besonders bedauerlichen Rückfall in den Bereich "galloppierender Phantasiewelten" dar.

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pflanzengott 31.03.2013, 11:08
@AdaAugusta

Dann bedanke ich mich erst einmal für diese wirklich sehr unparteiische Analyse. Aber sag mal, hast du eigentlich nichts anderes zu tun als andere User so unfreundlich und indiskutabel zu kritisieren? Schenkt man dir hier nicht genug Aufmerksamkeit oder wo liegt dein Problem? Deine Aussagen sind mal wieder nur so von Hass überfüllt, und trotzdem genau so lächerlich wie deine restlichen Diskussionsweisen die ich schon mit dir hatte!

Bei Durchsicht dieses sehr ausführlich scheinenden Beitrages könnte sich doch glatt mein "physikalischer Reizhusten" wieder einstellen, reagiert er doch sehr empfindlich auf physikalischen Unsinn in bereits schmerzhafter Dosierung.

Vielleicht würde ich damit mal zum Arzt gehen. Das ist sowieso schon etwas länger überfällig geworden!

Denn ausser dem allerersten und dem allerletzten Absatz stimmt hier wieder einmal so gut wie gar nichts bzw. werden hochspekulative Abschätzungen für Ober- bzw. Untergrenzen gewisser Erwartungswerte wieder einmal als physikalische Tatsachen hingestellt, die den völlig unbedarften Laien offenbar in Staunen versetzen sollen.

Und wieder einmal sinnloses Geschwafel, oder hast du mir in irgendeiner Weise gesagt, was für Angaben innerhalb meines Textes obsolet sind und damit nicht deinen persönlichen Richtlinien entsprechen?

Ich komme insgesamt leider auf über 20 falsche oder zumindest hoch-fragwürdige Angaben in dieser Antwort, oft bis zu 3 Fehler in einem Satz, was wirklich auch nicht leicht hinzukriegen ist. So sind etwa praktisch alle Angaben zu Neutrinos und dem Stern Beteigeuze ausnahmlos falsch!

Dann bitte ich dich doch mit Verlaub, die von mir "ausnahmslos falsch" interpretierten Sätze in einen physikalisch richtigen Kontext zu setzen und mir die Fehler mal aufzuzeigen.

Bei Durchsicht dieses sehr ausführlich scheinenden Beitrages könnte sich doch glatt mein "physikalischer Reizhusten" wieder einstellen, reagiert er doch sehr empfindlich auf physikalischen Unsinn in bereits schmerzhafter Dosierung.

Denn ausser dem allerersten und dem allerletzten Absatz stimmt hier wieder einmal so gut wie gar nichts bzw. werden hochspekulative Abschätzungen für Ober- bzw. Untergrenzen gewisser Erwartungswerte wieder einmal als physikalische Tatsachen hingestellt, die den völlig unbedarften Laien offenbar in Staunen versetzen sollen.

Ich komme insgesamt leider auf über 20 falsche oder zumindest hoch-fragwürdige Angaben in dieser Antwort, oft bis zu 3 Fehler in einem Satz, was wirklich auch nicht leicht hinzukriegen ist. So sind etwa praktisch alle Angaben zu Neutrinos und dem Stern Beteigeuze ausnahmlos falsch!

Insbesondere im Hinblick auf manche deutlich seriöseren "pflanzengott"-Antworten aus der letzten Zeit stellt diese Antwort einen besonders bedauerlichen Rückfall in den Bereich "galloppierender Phantasiewelten" dar.

Und das glaubst du lasse ich mir von einer Person sagen, die physikalisch der absolute Laie ist, oft nicht mehr weiter weiss, und seine Wut daher an anderen Leuten auslassen muss? Also wirklich aber die gallopierenden Phantasiewelten sind für mich noch immer "gleichförmige" Mikrowellenstrahlungshintergründe! Du hast mir schon in der Diskussion bewiesen, dass du mit sachlichen Argumenten nicht allzu weit kommst, und daher oft einige deiner Freunde mitbringen muss.

Bitte warne mich doch dieses Mal vor, falls deine Freunde sich wieder einschalten sollten, weil ich dann noch schnell zu meinen Beruhigungstabletten greifen muss! Gott, so unwissend das es fast schon weht tut...

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AdaAugusta 31.03.2013, 14:27
@pflanzengott

von Hass überfüllt, und trotzdem genau so lächerlich

Sag' mal, geht's noch?

das glaubst du lasse ich mir von einer Person sagen, die physikalisch der absolute Laie ist, ..und seine Wut daher an anderen Leuten auslassen muss?

Woher willst du das wissen?

weil ich dann noch schnell zu meinen Beruhigungstabletten greifen muss!

Die nimm' lieber gleich, denn irgendwie scheinst du schon mit dem Zitieren hier auf GF massiv überfordert, wozu sonst die ellenlangen, ermüdenden Doppelzitate, die dann nicht einmal korrekt als Zitate hervorgehoben sind?

sinnloses Geschwafel, oder hast du mir in irgendeiner Weise gesagt, was für Angaben innerhalb meines Textes obsolet sind

Falsch sind z.B. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Supernova "unmittelbar" bevorsteht
  • 427 Lichtjahren.
  • Berechnungen haben ergeben,
  • 98% der Gesamtenergie einer solchen Explosion in Form von Neutrinos ausgestoßen
  • potenziell also die größte Gefahr darstellen
  • sonst noch freigesetzte Strahlung in einen vernachlässigbar kleinen Bereich trimmt.
  • besitzen die Masse von umgerechnet 0,000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 270 578 46 Kilogramm
  • (ich hab's nachgerechnet)
  • pro Neutrino eine Energie von 0,000 000 000 000 000 000 000 000 024 319 188 097 439 627 58 Joule treffen
  • müssten pro Sekunde Billiarden von Neutrinos gleichzeitig auf unseren Körper treffen
  • uns sofort töten könnte
  • Nebenbei (Gammastrahlung ebenfalls ein Problemfall)
  • Ozon ... beschädigt, da die Gamma-Quanten .. Zerstörung der Dreifach-Bindungen des Stickstoffs verursachen.
  • Folge einer radioaktiven Zerfallskette
  • beim Kollaps entstandenen Nickel-Kerne
  • 77 Tagen (die Kobaltkerne weiter zu Eisen zerfallen)
  • 20% weiter von der Sonne entfernt sein, damit uns ein „Neutrinoschauer“ sofort töten würde.
  • Hauptprobleme ...Neutrinos
  • durch radioaktive Zerfallsprozesse (Gammastr.)
  • Ozonschicht ... Sticktstoffbindungen
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pflanzengott 31.03.2013, 16:41
@AdaAugusta

Wenn ich ehrlich sein soll habe ich gerade nicht die Kraft und Lust, auf deinen Kommentar zu antworten.

Die von dir aufgezählten Fehler schockieren mich doch sehr, da ich einen Großteil meiner Antwort aus Büchern die Astrophysiker verfasst haben, entnommen habe. Selbstverständlich habe ich nichts wörtlich wiedergegeben, da ich sonst hätte zitieren müssen!

Also scheinen mir deine aufgezählten falschen Punkte, offenbar nicht wirklich falsch zu sein. Auch die Sache mit der Neutrinomasse kann so falsch eigentlich nicht sein. Ich habe es aber wirklich satt, ständig von dir runtergemacht und so unnötig kritisiert zu werden!

Wenn man mir freundlich etwas sagt, dann habe ich kein Problem dass so entgegen zu nehmen. Aber glaube mir, mit deiner Art andere so Bloßzustellen machst du dir wirklich keine Freunde, dich könnte das eines Tages noch einmal in sehr große Schwierigkeiten bringen.

Also halte ich es für besser einfach nicht mehr auf deine Kommentare zu antworten, da du entweder nur Streit suchst, oder nicht gelernt hast normal mit anderen Menschen umzugehen. Also alles Gute und dir noch viel Spaß hier auf Gutefrage.net!

LG Pflanzengott!

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Kraeutergnom 01.04.2013, 15:12
@AdaAugusta

Hallo AdaAugusta,

bisher klingt mir die Antwort von Pflanzengott plausibel. Du hast Dir Mühe gemacht, die Fehler aufzulisten. Das nützt den anderen Lesern aber nur etwas, wenn Du bei jedem Fehler auch schreibst, wie es aus Deiner Sicht in Wirklichkeit richtig heißen muss. So ist es bis jetzt nur ein Anzweifeln der Richtigkeit der Antwort ohne weitere Erklärung, warum diese Dinge so nicht stimmen sollen, und das ist ohne weitere Erklärung der einzelnen Punkte für Außenstehende wenig glaubwürdig.

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AdaAugusta 03.04.2013, 06:28
@Kraeutergnom

Ich kann hier keine "Diplomarbeit" verfassen, wollte ich auf alle Fehler eingehen, auch wollte ich kein neuerliches "HickHack" anheizen, was wieder masslos beleidigte "Rundumschläge" durch "pflanzengott" provoziert hätte, aber bitte, auf deine Verantwortung werde ich auf die wichtigsten Punkte replizieren.

Beteigeuze ist unbestritten ein sehr junger Stern, aber wegen seiner Grösse laufen die Fusionsstufen auch deutlich schneller ab als in sonnenähnlichen Hauptreihensternen. Wie "algol1", unser Top-Spezialist (Uni-habilitiert) hier und auf diesem Gebiet schon in etlichen Beiträgen ausgeführt hat, dauert aber zumindest das Kohlenstoffbrennen für solche Supernova-Vorläufersterne noch an die 10000 Jahre, wobei hauptsächlich Magnesium und Neon erbrütet werden. Typisch ist dabei auch ein grossflächiges Abstossen der äusseren Schalen. Weder letzteres noch ein Ansteigen der Magnesium- oder Neonlinien im Spektrum des Sterns konnten bisher nachgewiesen werden, es gibt für das Kohlenstoffbrennen nicht einen einzigen Beleg, ja es ist noch nicht mal sicher, ob nicht selbst das Heliumbrennen sich erst in einem instabilen Anfangsstadium befindet, was ebenso die Schwankungen des Hüllendurchmessers aus den letzten 30 Jahren erklären könnte. Und dann hätte Beteigeuze noch Millionen von Jahren zu leben.

Die hier genannten 427Lj Entfernung entstammen den alten, unkorrigierten Hipparcos-Datensätzen. Die momentan anerkannte Neuauswertung hat aber 520 +/- 73 Lj ergeben, hingegen haben neue Daten aus 2008, gemessen mit dem VeryLargeArray im Radiobereich überhaupt 643 +/- 146 Lj ergeben (Q: Wikipedia), sodass derzeit eine Entfernung von ca. 600Lj, jedenfalls aber über 500 Lj. am wahrscheinlichsten ist.

Da es allein über 15 Subtypen von Supernovae gibt, ist eine Aussage wie "98% der Gesamtenergie einer solchen Explosion in Form von Neutrinos ausgestoßen" von vornherein völlig unseriös, richtig ist dass der Neutrinoanteil bei einigen (den meisten) Typen bedeutend hoch, jedoch nirgends auch nur annähernd 98% wäre. Der Wert kann seriös m.W. überhaupt nicht berechnet werden, aber selbst 80% wäre eine hohe aber vielleicht noch realistische Schätzung.

Noch unseriöser werden dann die behaupteten Massenangaben. Es ist noch nicht mal gesichert, ob Neutrinos überhaupt eine Masse besitzen, lediglich einige beobachtete Umwandlungen legen dies nahe. Da nach dem Standardmodell Neutrinos jedoch komplett masselos sein müssen, wäre genauso denkbar, dass die neuen Modelle insoweit falsch sind, dass eine Umwandlung auch ohne Masse möglich wäre. Die meisten Physiker tendieren heute aber zu einer sehr geringen Masse, die jedoch in noch keinem einzigen Experiment direkt bestimmt, geschweige denn durch wiederholte Messung bestätigt werden konnte.

Ich weiss daher nicht, woher "pflanzengott" diese reinen Phantasiewerte hernimmt, mit Sicherheit falsch ist aber seine sog. "Berechnung", wonach "pro Sekunde Billiarden von Neutrinos gleichzeitig auf unseren Körper treffen müssten" um "uns sofort (zu) töten", denn

2,4 * 10^-26 Joule * 10^15 (Billiarde) * 3600s (1h) = 8,6 * 10^-8 Joule

das ergäbe in einer Stunde immer erst 86,4 nano-Joule, ein lächerlich geringer Wert.

Und das führt zu der fundamentalen Falschbehauptung, dass die Neutrinos der SN-Explosion für uns überhaupt eine Gefahr darstellen würden, schon gar keine tödliche. "pflanzengott" selbst hat ja den verschwindenden Wirkungsquerschnitt der Neutrinos betont und dass sie samt und sonders ohne nennenswerte Wechselwirkung durch uns hindurchgehen würden - und das wäre selbst bei einer riesigen Anzahl kaum anders. Die verwunderliche Tatsache, dass die Neutrinos eben doch mit Materie wechselwirken und daher die eigentlich treibende Kraft hinter der unmittelbaren SN-Explosion sind, gilt eben nur für die extremst verdichtete, "neutronische Materie" innerhalb der Kernkollaps-Zone.

Durch normale Materie, Menschen wie Planeten, flitzen sie jedoch ungehindert hindurch. Tödlich bei einer nahen Supernova wäre hingegen die gesamte hochenergetische, elektromagnetische Strahlung, schwammig unter dem Begriff "Gammastrahlung" zusammengefasst. Das betrifft jedoch Entfernungen von 50Lj und darunter, nur im Falle eines gerichteten Gamma-Blitzes (tritt nur bei den wenigsten SN-Typen überhaupt auf), der gradgenau in unsere Richtung ginge, wäre das auch über ein paar hundert Lj, manche spekulieren auch, bis zu 2000Lj, ein Problem.

Thema Ozon: das hat bekanntlich die Formel O3 - und enthält überhaupt keinen Stickstoff mit einer Dreifachbindung. Das ist wieder so eine typische Verwechslung "mit dem Radetzkymarsch". Denn bei der alltäglichen Schädigung der Ozonschicht spielen freie Stickstoffradikale durchaus eine Rolle, da das reaktive Ozon mit diesen zu Stickoxiden reagiert und somit auch abgebaut wird. Das ist jedoch ein ganz anderer Mechanismus, als bei massiver Direkteinwirkung ionisierender Strahlung. Immerhin wird Ozon aber auch bei diesem alltäglichen, irdischen Prozess zerstört.

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AdaAugusta 03.04.2013, 06:57
@Kraeutergnom

Fortsetzung:

Thema Radioaktiver Zerfall: den gibt es zwar, etwa bei der Entstehung des Eisenkerns vor dem "Brennschluss", wo tatsächlich auch Nickel erbrütet wird, das über Kobalt letztlich zu Eisen zerfällt. Aber doch nicht beim Kernkollaps, wo in Sekundenschnelle der Eisenkern - und meinetwegen auch Nickel - über Mechanismen, über die hier auch schon ausführlich zu lesen war, zu Alpha-Teilchen zerlegt und letztlich zu neutronischer Materie verdichtet wird, an deren Barriere dann der implodierende Rest in einer Schockwelle abprallt und durch den Druck der Neutrinos nach aussen getrieben wird. Denn, wohlgemerkt, nur durch diese extrem entartete Materie können die Neutrinos nicht mehr ungehindert hindurch und treiben, sofern nicht die Gravitation überwiegt und ein Schwarzes Loch entsteht, die eigentliche Supernovaexplosion nach aussen, wobei durch Neutroneneinfang bei Kollision mit den äusseren Hüllen auch die schweren Elemente gebildet werden.

Erst hier spielt nun wieder der radioaktive Zerfall eine Rolle, indem die instabilen, "neutronenüberladenen" Kerne in stabile Elemente mit einer ausgewogenen Anzahl von Protonen und Neutronen zerfallen. Das betrifft aber die neuen, schweren Kerne - und nicht das vorher regulär erbrütete Nickel, Kobalt oder Eisen.

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Kraeutergnom 03.04.2013, 10:20
@AdaAugusta

Danke für Deine Mühe, AdaAugusta! Jetzt leuchtet es mir ein, was Du schreibst!

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Laut N24 Dokus wäre 25 lj entfernung bei einer supernova das ende für uns :) soweit ich mich erinnern kann

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Davidenco2 30.03.2013, 19:51

obs einen gibt weiss ich nicht, denke nicht!

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Auswirkungen auf die Erde:

Der Ausbruch einer Supernova in der Nähe unseres Sonnensystems wird als erdnahe Supernova bezeichnet. Man geht davon aus, dass bei Entfernungen zur Supernova deutlich unter 100 Lichtjahren merkliche Auswirkungen auf die Biosphäre unseres Planeten festzustellen wären. Gammastrahlen der Supernova können chemische Reaktionen in den oberen Atmosphärenschichten auslösen, bei denen Stickstoff in Stickoxide umgewandelt wird. Dadurch kann die Ozonschicht komplett zerstört werden und die Erde wäre dann gefährlicher Strahlung ausgesetzt.

Das Massenaussterben im oberen Ordovizium, bei dem etwa 50 % der ozeanischen Arten ausstarben, wird von einigen Autoren mit einer solchen erdnahen Supernova in Verbindung gebracht. Einige Forscher vermuten, dass Spuren einer vergangenen erdnahen Supernova noch durch Spuren bestimmter Metall-Isotope in Gesteinslagen nachweisbar sind. Anreicherungen des Isotops 60Fe wurden beispielsweise in Tiefseegestein des Pazifischen Ozeans festgestellt.

Potenziell am gefährlichsten sind vermutlich Supernovae vom Typ Ia. Da sie aus unauffällig erscheinenden, dunklen Weißen Zwergen hervorgehen, ist es denkbar, dass der Vorläufer einer solchen Supernova auch in relativer Erdnähe unentdeckt bleibt oder unzureichend studiert wird. Einige Vorhersagen deuten darauf hin, dass eine solche Supernova noch in Entfernungen bis zu 3000 Lichtjahren die Erde beeinflussen könnte. Als erdnächster bekannter Kandidat für eine künftige Supernova dieses Typs gilt IK Pegasi in etwa 150 Lichtjahren Entfernung.

Supernovae vom Typ II gelten hingegen als weniger gefährlich. Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass eine solche Supernova in einer Entfernung von weniger als 26 Lichtjahren aufleuchten muss, um die biologisch wirksame UV-Strahlung auf der Erde zu verdoppeln.

Quelle: Wikipedia.org

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träume nicht solches zerg weiter.


was würde passieren, wenn du schläfst, un d ein laster fährt unkontrolliert in dein zimmer?


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