Gibt es ein Forum, auf dem man kontroverse Sachverhalte diskutieren kann?

3 Antworten

So gut wie jeder Kanal bietet Foren, ob bei Youtube, ob bei Onlinemagazinen oder Fachforen, zu denen natürlich nur Experten Zugang haben. Was sind denn "kontroverse Sachverhalte"? Das kann ja quasi alles sein. Geht es etwas konkreter?

Es gibt bei Spiegel Online Leserforen, wo zu jedem Thema Kommentare eingestellt werden können, das bieten auch Zeit, Sueddeutsche und viele Medien mehr. Da geht's manchmal richtig rund, natürlich wird streng moderiert. Das muss auch so sein. Und bei Facebook findet man zu jedem Thema interessante Foren. Da ist man natürlich dem Datenkraken Zuckerberg ausgesetzt mit allem was man postet.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das dürfte ich nicht erläutern, da meine Frage andernfalls gelöscht werden würde.

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@JulieanLeandros

Hoffentlich liest der Support folgendes nicht: es geht darum, ob Homophile nicht als Lehrer an Schulen arbeiten dürfen sollten, an denen es auch Kinder gibt, da die Gefahr besteht, dass auch ein schwarzes Schaf darunter ist und Kinder misshandelt.

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Nein muss nicht so sein. Warum muss etwas streng moderiert werden? Muss es nicht. Niemand kann dich durch den Bildschirm anpassen. Hört auf rumzuheulen weil sich Leute ihrer Redefreiheit bedienen und verkriecht euch in euren Safe Space

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@DerNeueCHAMP

Rede- oder Meinungsfreiheit darf aber nicht mit Narrenfreiheit verwechselt werden.

Leider ist es heute so das der gemeine Pöbel oft große Meinungen hat, gleichzeitig aber eine unterirdische Allgemeinbildung besitzt. Trotzdem bietet das Internet in den meisten Ländern ungefiltert eine Plattform für die Ansichten selbst des aller geringsten armen Tropfs. Sowas sollte schon reglementiert werden, dass nennt sich "zivilisiertes Verhalten".

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@thetee99

Sowas nennt man Faschismus. Selbst ein Pöbel hat ein Recht darauf seine Meinung zu sagen so behindert seine Meinung auch ist

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@DerNeueCHAMP
Sowas nennt man Faschismus.

Faschismus ist eine Eigenbezeichnung, es gibt keine allgemein gültige Definition davon.

Treffender wäre Oligarchie oder Aristokratie (=Herrschaft einer kleinen, elitären Gruppe), statt politische Macht dem Proletariat zu überlassen.

In DE haben wir immerhin eine repräsentative Demokratie, dh. die Abgeordneten brauchen den Volkswillen als Legitimität für ihre Regierung, können dann aber ein Optimatensystem anstreben (=Herrschaft der Klugen).

Das ist politisch sehr gut. Aber hier ging es ja um Meinungsfreiheit.

Selbst ein Pöbel hat ein Recht darauf seine Meinung zu sagen so behindert seine Meinung auch ist

Da gebe ich dir Recht. Gleichzeitig sollte Jeder aber auch für seine Meinungsäußerung haftbar gemacht werden. Dann kann man zwar sagen was man will, muss aber auch mit den Konsequenzen dafür leben, wenn die (demokratische) Mehrheit der Leute dem nicht zustimmen.

Aber wie unterscheidet man zwischen Meinungsfreiheit und Geisteskrankheit? Demnach haben auch Psychopathen das Recht darauf, ihre Gedanken mit allen zu teilen und gehört zu werden?

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@thetee99

1. Nein Faschismus kann auch die Mittel, weniger eine Ideologie beschreiben.

2. Es ist eine SUPERREEPRÄSENTATIVE DEMOKRATIE

3.Haftbar =/= die Mehrheit stimmt nicht zu. Man sollte die Freiheit haben ungestraft auch unbeliebte Meinungen zu vertreten, was alle anderen von dieser Meinung halten ist vollkommen egal. Das einzige wofür man haften sollte ist Aufruf zur Gewalt

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@DerNeueCHAMP
1. Nein Faschismus kann auch die Mittel, weniger eine Ideologie beschreiben.

Eben, es ist nicht einheitlich definierbar.

2. Es ist eine SUPERREEPRÄSENTATIVE DEMOKRATIE

Aus guten historischen Gründen. Nur Idioten lernen nichts aus Fehlern. Während selbst eine partizipative Demokratie wie in der Schweiz die Bürger nur an der Nase herumführt.

Das Wesen von Demokratie ist es durch gute Argumente Kompromisse zu finden und nicht plumpe "Ja/Nein"-Entscheidungen zu erzwingen.

3.Haftbar =/= die Mehrheit stimmt nicht zu. Man sollte die Freiheit haben ungestraft auch unbeliebte Meinungen zu vertreten

Gesetze sind bereits die Einigung der Mehrheit einer Gesellschaft (z. B. in einem Staat) darüber, wie man miteinander Leben möchte.

Das Modell vollständiger Souveränität aller Bürger eines Staates nach Jean-Jacques Rousseau ist und bleibt eine Utopie!! Es geht von der Idealvorstellung aus, dass jeder einzelne Bürger eine umfangreiche Allgemeinbildung genießt und eine vollmündige, eigenverantwortliche und interessierte Person sei. Das würde dann wieder die Freiheit derer einschränken, die keinen Wert auf Bildung oder sich für politisches Geschehen interessieren...

Der Führerschein berechtigt zum Fahren eines Autos im Straßenverkehr. Es sollte dann vllt. auch eine Art Prüfung für die Tauglichkeit der Bürger eingeführt werden, bevor sie sich in einer plebiszitäre Demokratie beteiligen dürfen... so oder so führt es zu einer Klassengesellschaft.

Es ist gut das unsere Demokratie sich vor seinen eigenen Bürgern schützt!

Man siehe sich nur mal die letzten Wahlergebnisse an: Flüchtlingskrise = AfD wird gewählt. Klimakrise = Grünen werden gewählt... die Maße der Bürger sind nur ein hysterischer Haufen die jedem x-beliebigen Rattenfänger hinterher laufen wie blinde Lemminge...

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@thetee99

Mir ist absolut egal was für Ergebnisse das sind. Du bringst eine normative Komponente mit ins Spiel und zeigst dabei in dein totalitäres Gedankengut. Es gibt keine besseren und schlechteren Entscheidungen. Eine super repräsentative Demokratie wie unsere ist einfach extremst bevormunden. Außerdem entscheiden nicht die Bürger Gesetze und die Burger einigen sich auch nicht oft etwas, sondern das machen nur wenige Menschen im Bundestag. Die Entscheidungen an sich und wie du sie bewertest sind vollkommen egal, es geht um Legitimation und das fehlt bei uns ganz heftig. nein man muss das Land nicht vor den eigenen Bürgern schützen, das Land existiert erst für diese Burger und die Regierung hat den Willen des Volkes umzusetzen.

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@DerNeueCHAMP
es geht um Legitimation und das fehlt bei uns ganz heftig

Womit würdest du diese Behauptung stützen?

Die Regierung wird ohne jeden Zweifel immer noch von der demokratischen Mehrheit aller Wähler bestätigt.

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@thetee99

Die Entscheidungen treffen über die die Bevölkerung überhaupt kein Mitentscheidungsrecht verfügt. Diese Politiker sind Office seeking und policy seeking. Man sollte als Bürgerinnen und Bürger über Gesetzesentwürfe entscheiden dürfen. Außerdem handelt es sich bei unserer Demokratie um eine konsensdemokratie aber dieser Konsens herrscht nur zwischen wenigen Politikern und eben nicht zwischen der Bevölkerung.

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@DerNeueCHAMP

Und dir ist die persönliche oder fachliche Eignung der Bürger dabei völlig egal?

Du wärst einverstanden wenn jeder Montags "Wir sind das Volk"-grölende Voll-Assi, dessen Mutter um 12 Uhr Mittags komplett besoffen ihre Kippen auf dem Keramiktisch im Wohnzimmer dreht während sie die Kinder anschreit und mit Schlägen droht, dass sie ihre Zeit nicht in der Schule vergeuden und stattdessen Schaffen gehen sollen, während ihre Allgemeinbildung auf dem Lesen von Knax-Comicheften und Sendungen auf RTL2 beruht, dann aber über bilaterale Handelsabkommen mit geopolitischen und weitreichenden ökonomischen Folgen abstimmen?

Das wäre ja die Hölle auf Erden...

Deine Gutgläubigkeit in allen Ehren, aber das grenzt schon an Naivität. Es sei denn du wärst auch noch ein Befürworter von Thilo Sarrazins Rassenhygiene, der z. B. sagt, das Proletariat muss ausgerottet werden, indem u. a. Kindergeld in hoher Summe nur einmalig pro Kind ausgezahlt werden darf. So dass die Klugen damit gut wirtschaften, während die Dummen und Armen daran scheitern und aussterben.....

Direkte Demokratien waren zu Zeiten des antiken Griechenland realisierbar, mit überschaubaren Einwohnerzahlen innerhalb der Polis. Die Zeiten haben sich aber geändert und es ist utopisch das in einer pluralistischen Gesellschaft mit +85 Mio. Einwohnern umzusetzen...

Prinzipien müssen sich auch an der Realität messen lassen...

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@thetee99

"Und dir ist die persönliche oder fachliche Eignung der Bürger dabei völlig egal? "

Ja. Du hast selbst sie nicht zu bevormunden. Wenn du sie anhand der Kompetenz aussortieren willst, warum sie dann wählen lassen? AUCH SIE LEBEN IM STAAT und die Regierung ist FÜR SIE DA.

"aber über bilaterale Handelsabkommen mit geopolitischen und weitreichenden ökonomischen Folgen abstimmen?" ja, weil sie Teil der Gesellschaft ist. Sie hat nur eine Stimme, wo ist das Problem. Legitimation vor Qualität, alles andere ist totalitär.

"Die Zeiten haben sich aber geändert und es ist utopisch das in einer pluralistischen Gesellschaft mit +85 Mio. Einwohnern umzusetzen..." Ist es nicht, siehe andere Länder. Wir können ja weiter eine Repräsantative Demokratie behalten, aber keine ÜBERREPRÄSENTATIVE, die ÜBERHAUPT KEINE Volksentscheide auf Bundesebene vorsieht

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@DerNeueCHAMP

Gut, ich verstehe deinen Punkt.

Deiner Meinung nach sollten ALLE die an einer Gemeinschaft partizipieren gleichzeitig das Recht besitzen, diese Gemeinschaft zu formen und zu kultivieren, im Beispiel durch ihr direktes Stimmrecht zu ALLEN Belangen des gemeinschaftlichen Lebens.

In der Hoffnung das sich so eine Gesellschaft durch gemeinsame, moralische Maxime selbst in einem gesunden Mittelmaß einpendelt und nicht nur aktuell eigennützige Entscheidungen treffen, sondern die demokratische Mehrheit das Wohl möglichst Vieler im Blick haben wird.

Wenn das Volk zu jeder Zeit aber den politischen Kurs durch ein Veto oder Referendum korrigieren könnte, welchen Wert hätten politische Entscheidungen dann noch? Es gäbe keine Konstante mehr.

Eine Politik der direkten Demokratie ist fast immer eine Politik von Interessensgruppen. Interessen werden dann immer von denen vertreten und in Umlauf gebracht, die gerade den größten medialen oder finanziellen Einfluss haben.

Die Bürger-Freiheit der direkten Demokratie ist eine Illusion. Die Macht liegt dann erst recht bei einer auserlesenen Elite.

Wir können ja weiter eine Repräsantative Demokratie behalten, aber keine ÜBERREPRÄSENTATIVE, die ÜBERHAUPT KEINE Volksentscheide auf Bundesebene vorsieht

Dann haben wir doch in DE aber bereits genau das, was du dir vorstellst, denn es gibt in DE auch Volksentscheide.

Auf Bundesebene zwar nur zu Fragen der "Neugliederung des Bundesgebiets", davon gab es in der Geschichte der BRD insgesamt 4:

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksentscheid#Volksentscheide_in_Deutschland

Aber auf Landesebene kommt es häufiger vor. Ein prominentes Beispiel war die Volksabstimmung zu Stuttgart 21:

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_zu_Stuttgart_21

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@thetee99

Nein die Macht wäre nicht bei der Elite, sondern beim Volk. Ob das Volk letztendlich der Elite durch ihren medialen Einfluss in die Hände spielt ist vollkommen irrelevant weil die Entscheidung allerhöchste Legitimität hat. Politiker wollen mehr an der Spitze bleiben als tatsächlich die Bürger zu vertreten.

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@DerNeueCHAMP

Der Unterschied ist der das Politiker, also bspw. Abgeordnete, aus der Mitte des Volkes gewählt werden können. Dagegen haben die meisten einfachen Bürger aus dem Volk nicht die Chance in eine Oligarchie der Reichen aufzusteigen. Dann wären wir beim Kastensystem angekommen.

Die von dir beschriebene "Legitimation des Volks" ist dann nichts mehr weiter als deren Applaus, wogegen man politische Debatten und Kompromisslösung aufgibt...

Du scheinst außerdem das Verfassungsrecht mit der Parteiarbeit von Politikern zu verwechseln. Es ist das Grundgesetz der BRD welches keine Volksentscheide auf Bundesebene zulässt um für ein starkes Parlament zu sorgen und eine "wehrhafte Demokratie" zu schaffen (siehe Fehler: Weimarer Republik). Abgeordnete wie auch Wähler können sich nur in dem Rahmen bewegen, welche die deutsche Verfassung zulässt.

Man hätte aber nichts gewonnen, wenn man eine möglicherweise sog. "Politiker Elite" (Optimatensystem), durch eine andere Elite ersetzt, einfach nur mit der Begründung, weil diese anderen vom Volk beklatscht werden... was wenn die Stimmung umschlägt (siehe Donald Trump). Du glaubst eine Elite aus Oligarchen würde nicht alles daran setzen, an der Macht zu bleiben? Siehe wie es in Russland gelaufen ist... Putin hat viele von denen zwangsenteignet und einen autoritären Staat geschaffen, in dem die Bürger nur noch so tun als würde sie für ihn klatschen, aus Angst...

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@thetee99

Oligarchen haben auch nur einw Stimme. Der Rest: Grundlose Sorgen. Die Weimarer Republik war eine Demokratie, ohne Demokraten. Wir haben die Ewigkeitsklausel und die freiheitlich demokratische Grundordnung. Wehrhaft kann eine Demokratie auch sein wenn sie direkt ist.

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@DerNeueCHAMP
Wehrhaft kann eine Demokratie auch sein wenn sie direkt ist.

Im Guten glauben das die demokratische Erziehung der Bevölkerung auch ausgeprägt genug sei.

Wir haben die Ewigkeitsklausel und die freiheitlich demokratische Grundordnung.

Dank dem Grundgesetz!

Welches selbst übrigens in Art. 146 GG vorsieht:

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Ansonsten kennt das GG kein Initiativrecht des Volks.

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Kurz zur Geschichte:

Die Londoner Sechsmächtekonferenz sah 1948 vor, das Grundgesetz als Verfassung durch einen Volksentscheid ratifizieren zu lassen. Die damaligen, deutschen Ministerpräsidenten wollten jedoch auf die Bezeichnung "Verfassung" und eine Volksabstimmung verzichten, damit die deutsche Teilung nicht auf Ewig zementiert bleibt. Deshalb heißt die deutsche Verfassung bis heute "Grundgesetz".

Das Verfassungskonvent von 1948 sah auch obligatorische Volksabstimmungen bei Grundgesetzänderungen vor, dagegen entschied sich aber der parlamentarische deutsche Rat aus Angst vor dem Missbrauch von Volksabstimmungen. Prinzipiell ging es aber um den Schutz der Demokratie in einer Übergangszeit.

Danach haben SPD und Grüne bis 1990 mehrfach Konzepte zur Wiedereinführung von Volksabstimmungen vorgeschlagen.

Nach der Wiedervereinigung 1989/90 galt es für Deutschland dann wieder, demokratische Stabilität zu wahren.

Wie gesagt: anders sieht es im Landesrecht auch. Hier können Volksentscheide oder Volksbefragungen eingesetzt werden. Man darf nicht vergessen das Deutschland ein föderaler Bundesstaat ist, in dem das Bundesrecht eine überordnete Funktion zur Stabilität und Ordnung einnehmen sollte.

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Das hilft evtl. die Entwicklungen und Gründe besser einschätzen zu können.

Ansonsten sollte man im Übrigen auch nicht davon ausgehen, dass die "Politiker-Prominenz" aus dem Talkrunden im TV auch tatsächlich diejenigen sind, die das politische Geschehen in Deutschland lenken. Es sind Aushängeschilder der Parteien und Werbefiguren. Die echte Politik wird von Fachleuten und Experten betrieben.

Wenn du Zahnschmerzen hast, gehst du damit auch nicht zum nächsten Gas-Wasser-Installateur, sondern wendest dich an den Fachmann (Zahnarzt).

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